Aktuelles

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Philologische Fakultät

Universitätsgesellschaft Leipzig unterstützt Projekt „From Science to Society”

Die Universitätsgesellschaft Leipzig unterstützt das Lehr-Forschungsprojekt „From Science to Society: Studentische Podcastbeiträge zur Sprachwissenschaft” und bezuschusst die Anschaffung eines professionellen Podcastequipments.

Philologische Fakultät

Halten wir es einfach!

Partizipative Workshops zu Leichter Sprache in Frankreich (Lille) und Deutschland (Leipzig)

Im Rahmen der Ausschreibung „Élysée-Vertrag – Zusammen den Blick in die Zukunft richten“ fördert die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) das Projekt „Halten wir es einfach! Partizipative Workshops zu Leichter Sprache in Frankreich (Lille) und Deutschland (Leipzig)“ (Soyons simples ! Ateliers…

Germanistische Linguistik – Pragmatik (JP)

Herzlich willkommen!

Anton Gerasimovich ist neuer wissenschaftlicher Mitarbeiter.

Germanistische Linguistik – Pragmatik (JP)

Deutsch-Französische Hochschule bewilligt Leichte-Sprache-Projekt „Halten wir es einfach!“

Veranstaltungen

Tagung/Symposium

Internationale Konferenz

„Investigating children's irony comprehension. Current trends, challenges, and perspectives”

Am 7. Juni 2024 findet die internationale Konferenz "Investigating children's irony comprehension. Current trends, challenges, and perspectives", organisiert von Julia Fuchs, an der Universität Leipzig im Hörsaal der Bibliotheca Albertina statt. Die Konferenz wird von der Fritz Thyssen Stiftung…

Team

Jun.-Prof. Dr. Julia Fuchs

Jun.-Prof. Dr. Julia Fuchs

Juniorprofessorin

Germanistische Linguistik - Pragmatik (JP)
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1404
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37362

 Anton Gerasimovich

Anton Gerasimovich

Wiss. Mitarbeiter

Germanistische Linguistik - Pragmatik (JP)
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1413
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37372

Sprechzeiten
Montag: 13:00 - 14:00 Uhr

Forschung

Internationale Tagung zum kindlichen Ironieverstehen

Am 7. Juni 2024 findet an der Universität Leipzig die internationale Tagung „Investigating children‘s irony comprehension. Current trends, challenges, and perspectives“ statt. Die Tagung wird von der Fritz Thyssen Stiftung gefördert.

PragIro – Pragmatikerwerb im Deutschen. Kindliches Ironieverstehen revisited

Das Verstehen von Ironie ist eine anspruchsvolle pragmatische Fähigkeit, da hier das Gegenteil von dem gemeint ist, was wörtlich gesagt wird. Ironie spielt in der Alltagskommunikation eine wichtige Rolle und Beeinträchtigungen im Ironieverstehen können negative Konsequenzen im sozialen Miteinander haben.

PragIro untersucht das kindliche Ironieverstehen im Deutschen systematisch mithilfe der eigens für die Studie entwickelten innovativen Untersuchungsmethode LEIRO (Leipziger Testkit zum Ironieverstehen). LEIRO kombiniert Eye-Tracking (Blickbewegungen und Pupillometrie) mit kindgerechten Objektwahlaufgaben.

In drei Teilprojekten wird der Erwerbsverlauf von ersten, impliziten Verstehenskompetenzen hin zum voll ausgeprägten, expliziten Ironieverstehen im Deutschen ermittelt. Zudem werden relevante individuelle soziokognitive Faktoren und Umweltfaktoren beim Ironieverstehen in unterschiedlichen Altersstufen untersucht.

  • Im Zentrum von Teilprojekt A steht der typische Erwerb, wobei die weit verbreitete These des sehr späten Ironieverstehens auf den Prüfstand gestellt wird.
  • Teilprojekt B untersucht das Ironieverstehen bei Kindern mit Autismus-Spektrum-Störung. Die These, wonach Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung im Ironieverstehen massiv beeinträchtigt sind, wird auf den Prüfstand gestellt.
  • Teilprojekt C beschäftigt sich mit dem Ironieverstehen bei Kindern mit ADHS. Erste Befunde früherer Studien deuten darauf hin, dass Kinder mit ADHS im Ironieverstehen Beeinträchtigungen zeigen, wobei Fragen mit Blick auf die genaueren Umstände (verspäteter Erwerb oder gänzlich abweichender Erwerb) und deren potenzielle Ursachen noch ungeklärt sind.

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt bilden theoretische und empirische Aspekte von Leichter Sprache. In diesem Kontext hat Julia Fuchs zusammen mit Emmanuelle Canut und Juliette Delahaie von der Université de Lille und mit Magali Husianycia die deutsch-französische Forschungsgruppe „Kommunikation ohne Grenzen“ zu Leichter Sprache im Kontext sprachlicher Eingliederung gegründet. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Webseite der Forschungsgruppe.

Kommunikation ohne Grenzen

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Die Forschungsgruppe „Kommunikation ohne Grenzen” in Leipzig im Oktober 2023. Foto: Anton Gerasimovich
Die Forschungsgruppe „Kommunikation ohne Grenzen” in Leipzig im Oktober 2023. Foto: Anton Gerasimovich

Ein weiterer Forschungsgegenstand ist Hassrede, die Julia Fuchs aus linguistischer Sicht untersucht. Derzeit interessiert sie sich besonders für solche Äußerungen, die zwar als strafwürdig erscheinen, die strafrechtlich aber nicht belangt werden können. In diesem Zusammenhang besteht eine Kooperation mit Hannah Heuser, die als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Deutsches und Ausländisches Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschafts- und Medienstrafrecht der Universität Leipzig tätig ist.

Julia Fuchs ist Mitglied in der International Pragmatics Association und der Deutschen Gesellschaft für Sprachwissenschaft.

Julia Fuchs ist Gutachterin für die Zeitschriften

  • Disabilities
  • Frontiers in Communication
  • Nordic Journal of Linguistics
  • PLOS ONE
  • Pragmatics & Cognition
  • Zeitschrift für germanistische Linguistik.

Pragmatikerwerb im Deutschen. Ironieverstehen bei Kindern mit ADHS.

MITMACHEN

Publikationen und Vorträge

  • Fuchs, Julia. 2020. Erwerb von informationsstrukturellen Fähigkeiten. Produktion und Rezeption von (in)definiten Artikeln bei deutschsprachigen Kindern (Empirie und Theorie der Sprachwissenschaft 5). Heidelberg: Winter.
  • Fuchs, Julia. 2023. Ironic, isn't it!? A review on irony comprehension in children and adolescents with ASD. Research in Autism Spectrum Disorders 108. 102248.
  • Fuchs, Julia. 2023. 40 years of research into children’s irony comprehension: A review. Pragmatics & Cognition 30(1). 1–30.
  • Canut, Emmanuelle, Julia Fuchs, Juliette Delahaie, Magali Husianycia & Oliver Torres. 2023. ‘Easy Language’ for migrants in France: looking for linguistic criteria. International Journal of Applied Linguistics. https://doi.org/10.1075/itl.22002.can
  • Borghardt, Liv, Silvana Deilen, Julia Fuchs, Anne-Kathrin Gros, Silvia Hansen-Schirra, Arne Nagels, Laura Schiffl & Johanna Sommer. 2021. Neuroscientific Research on the Processing of Easy Language. Frontiers in Communication 6:698044.
  • Fuchs, Julia. 2021. Corona-Komposita und ‚Corona‘-Konzepte in der Medienberichterstattung in Standardsprache und in Leichter Sprache. Zeitschrift für Germanistische Linguistik 49(2). 335–368.
  • Fuchs, Julia, Ulrike Domahs & Christina Kauschke. 2021. Information structure in language acquisition. Production and comprehension of (in)definite articles by German-speaking children. Journal of Child Language 48(1). 55–87.
  • Fuchs, Julia. 2019. Leichte Sprache auf dem Prüfstand. Realisierungsvarianten von kausalen Relationen in Leichte-Sprache-Texten. Sprachwissenschaft 44(4). 441–480.
  • Fuchs, Julia. 2018a. Zwei konkurrierende Ansätze zur optischen Gliederung komplexer Wörter in Leichter Sprache. Bindestrich und Mediopunkt in Theorie und Praxis. Sprachwissenschaft 43(4). 405–424.
  • Fuchs, Julia. 2018b. Was versteht man in der Informationsstrukturtheorie unter Fokus? Sprachwissenschaft 43(1). 31–70.
  • Fuchs, Julia. 2017. Leichte Sprache und ihr Regelwerk – betrachtet aus der Perspektive der Informationsstruktur. Sprachwissenschaft 42(1). 97–119.
  • Fuchs, Julia & Kristina Krieger-Laude. 2017. Leichte Sprache als Lerngegenstand im Deutschunterricht. Theoretische Hintergründe und Ansätze für die Unterrichtspraxis. Der Deutschunterricht 5. 89–95.
  • Fuchs, Julia. 2016. Rettungsschirm, Rettungstopf, Rettungspaket. Kontrastive Untersuchungen zur Metaphorik der Eurokrise in der deutschen, französischen und spanischen Presseberichterstattung. Zeitschrift für Angewandte Linguistik 64(1). 97–125.
  • Heim, Nils, Anton Faron, Julia Fuchs, Markus Martini, Rudolf H. Reich & Karin Löffler. 2016. Die Lesbarkeit von onlinebasierten Patienteninformationen in der Augenheilkunde. Der Ophthalmologe 114(5). 450–456.
  • Fuchs, Julia. 2022. Overcoming language barriers on the way to knowledge. Linguistic reflections on German Easy Language as a tool for barrier-free information and participation. In Moa Hagafors, Lydia Heiden & Louise Tarrade (Hrsg.), ICODOC 2021 : Le savoir au prisme du langage. Acquisition, transmission, manifestations. ENS de Lyon, Lyon, 6-8 octobre, 2021. SHS Web of Conferences.
  • Fuchs, Julia. 2021. The German Vorfeld (prefield) in texts in German Easy Language: Syntactic and information-structural considerations. In Susanne J. Jekat, Steffen Puhl, Luisa Carrer & Alexa Lintner (Hrsg.): Proceedings of the 3rd Swiss Conference on Barrier-free Communication (BfC 2020). Winterthur (online), June 29–July 4, 2020, 115–124. Winterthur: ZHAW Zurich University of Applied Sciences.
  • Hansen-Schirra, Silvia, Walter Bisang, Arne Nagels, Silke Gutermuth, Julia Fuchs, Liv Borghardt, Silvana Deilen, Anne-Kathrin Gros, Laura Schiffl & Johanna Sommer. 2020. Intralingual translation into Easy Language – or how to reduce cognitive processing costs. In Silvia Hansen-Schirra & Christiane Maaß (Hrsg.), Easy Language research: Text and user perspectives (Easy – Plain – Accessible 2), 197–225. Berlin: Frank & Timme.
  • Fuchs, Julia. 2015. Zum Zusammenhang von Theory of Mind und informationsstrukturellen Fähigkeiten bei Menschen mit Autismus-Spektrum-Störung: Kritischer Überblick, Stand der Forschung und Desiderate. In: Sévérine Adam, Daniel Jacob & Michael Schecker (Hrsg.), Informationsstrukturen in Kontrast. Strukturen, Kompositionen und Strategien (Cognitio 18), 227–270. Frankfurt am Main u.a.: Peter Lang.
  • Fuchs, Julia. 2023. Bock, Bettina M. & Sandra Pappert. Leichte Sprache, Einfache Sprache, verständliche Sprache. Mit Beiträgen von Pirkko Friederike Dresing, Mathilde Hennig und Cordula Meißner. Tübingen: Narr 2023. Zeitschrift für Angewandte Linguistik 79. 262–267.
  • Fuchs, Julia. 2022. Regine Eckardt: Sprache und Kontext. Eine Einführung in die Pragmatik. Berlin & Boston: de Gruyter 2021. Germanistik. Internationales Referatenorgan mit bibliographischen Hinweisen 63(3–4). 627.
  • Fuchs, Julia. 2021. Detmer Wulf: Pragmatische Bedingungen der Topikalität. Zur Identifizierbarkeit von Satztopiks im Deutschen (Studien zur Pragmatik 1). Tübingen: Narr Francke Attempto 2019. Zeitschrift für Angewandte Linguistik 75(1). 431–435.
  • Fuchs, Julia. 2021. Jürgen Pafel: Referenz (Kurze Einführungen in die germanistische Linguistik 22). Heidelberg: Winter 2020. Zeitschrift für Sprachwissenschaft 40(1). 89–93.
  • Fuchs, Julia. Ironieverstehen im Spracherwerb. Stand der Forschung und Projektskizze. Sprachwissenschaftliche Vorträge am Institut für Germanistik in Leipzig (SPIGL), 31. Januar 2023.
  • Fuchs, Julia. Verstehen Kinder mit Autismus-Spektrum-Störung Ironie? Stand der Forschung und Projektskizze. Kolloquium am Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung, 20. Dezember 2022.
  • Fuchs, Julia. Frühkindlichen Ironieerwerb erforschen: Eye-Tracking als methodischer Schlüssel? Linguistik an der Philologischen Fakultät, 12. Dezember 2022.
  • Fuchs, Julia. Verstehen Kinder Ironie? Dies Academicus Universität Leipzig, 02. Dezember 2022.
  • Fuchs, Julia. Realising causal relations in an addressee-oriented manner in German Easy Language. State of research and perspectives (Exprimer des relations causales de manière adaptée au destinataire en langage facile allemand. État de la recherche et perspectives). Journée d’étude « Simplifier les textes : quels critères linguistiques pour quel public ? », Université de Lille, 16. September 2022.

Lehre

In der Lehre deckt Julia Fuchs die Pragmatik in ihrer gesamten Breite ab, wobei sie Aspekte der eigenen Forschung in die Lehre integriert. In ihren Lehrveranstaltungen verzahnt sie pragmatische Theorie, (experimentelle) Methodik sowie Aspekte des Spracherwerbs und der Sprachverarbeitung. Sie verfügt über das NRW-Zertifikat „Professionelle Lehrkompetenz für die Hochschule“ und bildet sich hochschuldidaktisch kontinuierlich fort.

Lehrveranstaltungen

zusammen mit Beat Siebenhaar

Die Vorlesung führt in die Ziele, Fragen und Grundbegriffe der germanistischen Sprachwissenschaft ein. Sie gibt anhand einschlägiger Beispiele einen Überblick über die am Institut vertretenen sprachwissenschaftlichen Bereiche – Grammatik der Gegenwartssprache, historische Sprachwissenschaft, Kommunikation und Varietäten des Deutschen – und legt die Grundlagen für das weitere Studium.

Gegenstand dieses Seminars ist 'Leichte Sprache' – eine Form barrierefreier Kommunikation, die dazu dienen soll, bestimmten Zielgruppen, die standardsprachliche Texte nicht ohne Weiteres verstehen können, Teilhabe zu ermöglichen. Im Seminar lernen Sie einschlägige Leichte-Sprache-Regeln kennen und reflektieren diese kritisch vor dem Hintergrund aktueller psycholinguistischer Befunde.

In dieser Übung wenden Sie das im Seminar erworbene theoretische Wissen praktisch an, indem Sie eine standardsprachliche Besucherbroschüre des Ägyptischen Museums in Leichte Sprache übertragen, die dann für Besucherinnen und Besucher des Museums zur Verfügung gestellt wird. Damit verbunden ist eine Exkursion in das Ägyptische Museum.

Gegenstand des Seminars sind linguistische Aspekte der Hassrede, die wir auf Basis von einschlägiger Forschungsliteratur und durch Analysen von authentischem Sprachmaterial erschließen. Im Rahmen einer Kooperation mit Mephisto 97.6 konzipieren und produzieren wir zudem populärwissenschaftliche Podcastbeiträge zu Hassrede aus linguistischer Sicht (die Bereitschaft dazu wird vorausgesetzt).

Den Podcast können Sie bei Spotify anhören.

Bericht zum Podcast-Seminar im Uni-Magazin

Dieses Lehrforschungsprojekt in der Kollektion: Lehrpraxis

Auf Basis linguistischer Regelwerke zu Leichter Sprache übertragen wir eine Besucherbroschüre des Botanischen Gartens der Universität Leipzig in Leichte Sprache, die nach Semesterabschluss Besuchern mit besonderen kommunikativen Bedürfnissen zur Verfügung gestellt werden soll. Im Rahmen dieses Lehrprojekts ist auch eine Exkursion in den Botanischen Garten mit einer Führung geplant.

Bericht zur Leichte-Sprache-Übung im Uni-Magazin

Die Leichte-Sprache-Broschüre zum Downloaden

 

Die linguistische Pragmatik interagiert in vielerlei Hinsicht mit anderen sprachlichen Ebenen und teils sogar mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Diesen Schnittstellen der Pragmatik ist das Kolloquium gewidmet. Die Sitzungen sind jeweils zweigeteilt: Zunächst stellen Sie mithilfe des im gleichnamigen Seminar erworbenen Grundlagenwissens in Kurzreferaten ausgewählte Forschungsliteratur zu Querverbindungen der Pragmatik zum Lexikon, zur Syntax, zur Semantik, zum Sprachwandel, zum Spracherwerb und zur experimentellen Linguistik vor; sodann wird die relevante Literatur innerhalb der Kolloquiumsdiskussion kritisch in den Blick genommen und diskutiert.

Die linguistische Pragmatik interagiert in vielerlei Hinsicht mit anderen sprachlichen Ebenen und teils sogar mit anderen wissenschaftlichen Disziplinen. Diese Schnittstellen der Pragmatik nehmen wir im Seminar systematisch in den Blick. Auf Basis von Lehrtexten und Übungen erarbeiten wir die Grundlagen ausgewählter Querverbindungen der Pragmatik zum Lexikon, zur Syntax, zur Semantik, zum Sprachwandel, zum Spracherwerb und zur experimentellen Linguistik.

Haben Sie sich schon einmal Gedanken darüber gemacht, wann und wie Kinder pragmatische Fähigkeiten erwerben? Wie verläuft etwa der Erwerb der Fähigkeit, verschiedene Sprechakte zu produzieren oder ironische Äußerungen zu verstehen? Im Rahmen dieses Seminars beschäftigen wir uns mit dem Erwerb zentraler pragmatischer Fähigkeiten im Kindes- und Jugendalter, den jeweiligen kognitiven und sprachlichen Voraussetzungen sowie mit einschlägigen experimentellen Methoden, die zur Erforschung des Pragmatikerwerbs zum Einsatz kommen.

Das Lesen und Verstehen von standardsprachlichen Texten spielt in unserem Alltag eine ganz wesentliche Rolle. Dazu sind jedoch nicht alle Menschen in der Lage. Manche haben eine geistige Behinderung, andere sind gering literalisiert. Für Menschen mit derartigen besonderen kommunikativen Bedürfnissen wurde Leichte Sprache entwickelt, eine Form barrierefreier Kommunikation, die auf verschiedenen sprachlichen Ebenen (z. B. Lexik und Syntax) systematisch vereinfacht ist. Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns aus linguistischer Perspektive mit Leichter Sprache, lernen verschiedene Vereinfachungsstrategien kennen und fragen nach deren wissenschaftlicher Fundierung und Funktionstauglichkeit; wir nehmen Leichte Sprache auch in pädagogischen Zusammenhängen in den Blick.

Transfer

Wir übertragen unser Wissen aus Forschung und Lehre in die Gesellschaft.

Im Jahr 2023 hat Julia Fuchs einen der beiden Transferpreise der Universität Leipzig erhalten. Die Preise sind mit jeweils 15.000 Euro dotiert.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Julia Fuchs hat 2023 einen der beiden Transferpreise der Universität Leipzig erhalten. Foto: J. E. Mathias
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Verleihung der beiden Transferpreise der Universität Leipzig am 04.12.2023. Foto: J. E. Mathias
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: JP Dr. Fuchs und Hr. Gerasimovich testen das Podcast-Equipment, Foto: Diana Walther
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Podcast-Equipment, Foto: Diana Walther
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Podcast-Equipment, Foto: Diana Walther

Im Rahmen des Projekts „From Science to Society: Studentische Podcastbeiträge zur Sprachwissenschaft” sowie des Seminars „Sprachliche Kommunikation destruktiv: Hassrede” (SoSe 2023) entstand in Kooperation mit Radio mephisto 97.6 ein populärwissenschaftlicher Podcast zu Hassrede aus linguistischer Sicht.

Bericht zum Projekt im Uni-Magazin

Podcast bei Spotify

Im Rahmen der Ausschreibung „Élysée-Vertrag – Zusammen den Blick in die Zukunft richten” förderte die Deutsch-Französische Hochschule (DFH) das Projekt „Halten wir es einfach! Partizipative Workshops zu Leichter Sprache in Frankreich (Lille) und Deutschland (Leipzig)“. Gemeinsam mit den Professorinnen Emmanuelle Canut und Juliette Delahaie von der Université de Lille sowie mit Magali Husianycia von der Assoziation AsFoRel in Nancy hat Julia Fuchs partizipative Transfer-Workshops in Leipzig (9. Oktober 2023) und in Lille (20. Oktober 2023) ausgerichtet, an denen Akteure aus der Leichte-Sprache-Vertextungspraxis teilgenommen haben.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Partizipativer Workshop mit Akteuren aus der Leichte-Sprache-Praxis in Leipzig. Foto: Cedric Jürgensen
zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Linguisten und Akteure aus der Praxis tauschen sich zu Leichter Sprache aus. Foto: Cedric Jürgensen

Beim Fachtag Kommunikation der Werkstätten für behinderte Menschen Sachsen gab Julia Fuchs am 20.06.2023 einen Workshop zu Leichter Sprache für Zielgruppen von Leichter Sprache.

zur Vergrößerungsansicht des Bildes: Workshop zu Leichter Sprache beim Fachtag Kommunikation in Dresden im Juni 2023. Foto: Emma Kärgling
Workshop zu Leichter Sprache beim Fachtag Kommunikation in Dresden im Juni 2023. Foto: Emma Kärgling

Im Rahmen der Seniorenakademie hält Julia Fuchs am 14.12.2023 einen Vortrag zum Thema „Leichte Sprache – aus (psycho-)linguistischer Sicht“.

Darüber hinaus berät Julia Fuchs die Stabsstelle Chancengleichheit, Diversität und Familie der Universität Leipzig zu Leichter Sprache.

Im Rahmen der Kinder-Uni Leipzig hielt Julia Fuchs am 23.06.2023 eine Vorlesung zum Thema „Ironie. Wie kann man etwas sagen und gleichzeitig etwas ganz anderes meinen?”.

Engagement

Zum einen engagiert sich Julia Fuchs für Bildungsförderung: Seit 2011 ist sie Mitglied im Verein Bildung fördern e.V. Darüber hinaus ist sie für die Konrad-Adenauer-Stiftung Gutachterin für die Vergabe von Promotionsstipendien. Für das t.e.a.m.-Programm der Universität Leipzig ist sie seit 2022 als Mentorin tätig. Beim Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds engagiert sie sich seit 2023 als Mentorin für Stipendiatinnen und Stipendiaten der Stiftung.

Zum anderen engagiert sie sich in der universitären Selbstverwaltung: Sie  ist Mitglied im Institutsrat des Instituts für Germanistik der Universität Leipzig. Seit Oktober 2022 leitet sie zudem als Studiendekanin die Studienkommission Germanistik/Herder-Institut.

 

Kontakt und Anfahrt

Jun.-Prof. Dr. Julia Fuchs

Jun.-Prof. Dr. Julia Fuchs

Juniorprofessorin

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Geisteswissenschaftliches Zentrum
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04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37362