Die Graduiertengruppe erforscht literatur- und kulturwissenschaftliche Gegenstände in ihren kulturverbindenden und kulturübergreifenden Zusammenhängen. Die dabei entstehenden Projekte haben literatur- und kulturhistorische Erkenntnisziele, die sie sprach-, kultur- und epochenübergreifend verfolgen. Sie reflektieren theoretische und methodologische Probleme, basieren auf transdisziplinären Zusammenhängen und entstehen häufig im Rahmen von internationalen Forschungskooperationen. Die Arbeitsweise der Gruppe ist durch eine enge Kooperation zwischen Hochschullehrenden und Promovierenden geprägt, zugleich durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung und Eigeninitiative. In zwei gemeinsamen Kolloquien pro Semester werden die methodischen Grundlagen und die Arbeitsfortschritte der Promotionsprojekte diskutiert. Regelmäßige Vortragsreihen und Kolloquien der Lehrenden der Graduiertengruppe gewährleisten die Kontinuität der Betreuung.

Bestandteil der Gruppe ist der binationale PhD-Studiengang „Transcultural German Studies“ zwischen der Universität Leipzig und der University of Arizona, Tucson.

Getragen wird die Graduiertengruppe durch die folgenden Hochschullehrenden der Philologischen Fakultät:

Betreuung der Graduiertengruppe

Prof. Dr. Dieter Burdorf

Prof. Dr. Dieter Burdorf

Sprecher der Graduiertengruppe, Institut für Germanistik

Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 2408
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37366
Telefax: +49 341 97-37387

Prof. Dr. Frieder von Ammon

Prof. Dr. Frieder von Ammon

Institut für Germanistik

Neuere deutsche Literatur (19. bis 21. Jahrhundert)
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1401
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37340

Juniorprof. Dr. Anna Artwinska

Juniorprof. Dr. Anna Artwinska

Institut für Slavistik

Slawische Literaturwissenschaft und Kulturstudien (Schwerpunkt Westslawistik) (JP)
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 5405
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37451
Telefax: +49 341 97-37443

Prof. Dr. Uta Felten

Prof. Dr. Uta Felten

Institut für Romanistik

Romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien mit den Schwerpunkten Französistik und Italianistik
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 2304
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37431
Telefax: +49 341 97-37435

PD Dr. Leonhard Herrmann

PD Dr. Leonhard Herrmann

Institut für Germanistik

Neuere deutsche Literatur (19. bis 21. Jahrhundert)
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 1414
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37397

Prof. Dr. Jobst Welge

Prof. Dr. Jobst Welge

Institut für Romanistik

Romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien mit den Schwerpunkten Hispanistik und Lusitanistik
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 2307
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37412
Telefax: +49 341 97-37498

Aktuelles

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 21/22

Hier finden Sie die Lehrveranstaltungen, die im Wintersemester 2021/2022 für die Promovierenden der Graduiertengruppe geöffnet sind.

Erzählpoetiken des 19. Jahrhunderts: Stifter, Keller, Storm

  • Dienstag, 11:15–12:45 Uhr, SR 220, Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig
  • Dozent: PD Dr. Leonhard Herrmann

Erzähltexte aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts werden vielfach unter dem Begriff „Realismus“ subsummiert. Das Seminar wird einen differenzierteren Blick auf das literarische Selbstverständnis dreier kanonischer Autoren werfen und dabei untersuchen, welche Ziele und Weltbilder, welche ästhetischen und epistemologischen Ansprüche sie mit ihrem Erzählen verbanden.

Klassik und Klassizismus

  • Dienstag, 13:15–14:45 Uhr, SR 222, Campus Augustplatz, 04109 Leipzig
  • Dozent: Prof. Dr. Dieter Burdorf

‚Klassik‘ nennt man Epochen, die im Rückblick als normsetzend kanonisiert werden; ‚klassizistisch‘ heißen Formen der Orientierung an solchen Vorbildern. Wir untersuchen theoretische und literarische Texte des 18. Jahrhunderts mit einem Schwerpunkt auf der ‚Weimarer Klassik‘ sowie spätere Dokumente von Klassizismus und Klassik-Rezeption. Literatur: „Theorie der Klassik“ (RUB 18625; bitte anschaffen).

Kolloquium Literaturtheorie: Theodor W. Adorno: „Noten zur Literatur“

  • Dienstag, 15:15 Uhr–16:45 Uhr, SR 222, Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig
  • Dozent: Prof. Dr. Dieter Burdorf

In diesem Kolloquium werden Positionen der Literaturtheorie gemeinsam erarbeitet und diskutiert. In diesem Semester beschäftigen wir uns mit Texten des deutsch-jüdischen Philosophen Theodor W. Adorno (1903–1969). Im Mittelpunkt stehen seine „Noten zur Literatur“ (stw 1711; zur Anschaffung empfohlen). Das Programm wird zusammen mit den Teilnehmenden festgelegt.

Expressionismus und Dadaismus

  • Mittwoch, 15:15–16:45 Uhr, SR 222, Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig
  • Dozent: Prof. Dr. Dieter Burdorf

Expressionismus und Dadaismus sind die beiden wichtigsten Bewegungen der Avantgarde im deutschen Sprachraum. Wir untersuchen programmatische und literarische Texte, vorwiegend aus den 1910er Jahren, aber auch aus späteren Jahrzehnten. Ein Schwerpunkt liegt auf der Lyrik, aber auch Erzähltexte und Dramen werden einbezogen. Schließlich wird nach der Wirkung dieser Strömungen bis heute gefragt.

 

Arbeit am Mythos der Metropole: Paris, Rom, Neapel, Madrid, Buenos Aires

  • Dienstag, 17:15–18:45 Uhr, SR 223, Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig
  • Dozentin: Prof. Dr. Uta Felten

Auf der Basis von Benjamins Theoremen zur urbanen Figur des Flâneur, Blumenbergs Mythenbegriff und Augés Positionen zur Dynamik von Orten und Nicht-Orten in der nachmodernen Metropole untersucht das Seminar filmische Konstruktionen und Dekonstruktionen moderner und postmoderner Stadtmythen.

Im Mittelpunkt des Interesses steht die Arbeit am Mythos Paris als Musterbeispiel einer modernen Topographie der Flânerie, am Mythos Madrid im Kontext der „Movida“, an den Stadtmythemen von Rom und Neapel als „Palimpseste“ heidnischer und christlicher Einbildungen und an der Metropole Buenos Aires als Topographie verschütteter Memoria-Diskurse.

Das Seminar gipfelt in einem internationalen transdisziplinären Workshop zum Thema „Stadt und Memoria“ am 28.1.2022.

Stadt-Imaginationen in der Literatur des 20./21. Jahrhunderts

  • Mittwoch, 13:15–14:45 Uhr, HS 2020, GWZ, Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig
  • Dozent: Prof. Dr. Jobst Welge

Dieses Master-Seminar bildet zusammen mit demjenigen von Prof. Uta Felten („Arbeit am Mythos der Metropolis“) ein gemeinsam konzipiertes „übergreifendes“ Modul, das insgesamt der vertiefenden, intermedialen, kulturwissenschaftlichen Betrachtung urbaner Welten in Film und Literatur der romanischen Welt(en) gewidmet ist. Dieses Seminar beschäftigt sich vor allem mit der Repräsentation unterschiedlicher Formen von ‚Moderne’ in Romanen, Essays und Urbanistik. Insbesondere geht es dabei um die Frage, wie unterschiedliche, reale, imaginäre oder alternative Temporalitäten, Räume und Subjekte in der modernen Großstadt aufeinandertreffen und literarisch (im globalen Kontext) vermittelt werden. Mögliche Orte und Autoren sind: Mailand (A. Savinio); Lissabon (A. Tabucchi); Barcelona (M. Rodoreda); Paris (P. Modiano); New York (V. Luiselli); Havanna (A. J. Ponte).

Welche Geschichte erzählt Literaturgeschichte? Herausforderung einer transnationalen Geschichtsschreibung am Beispiel slawischer Literaturen

  • Mittwoch, 9:15–10:45 Uhr, SR 124, Campus Augustusplatz, 04109 Leipzig
  • Dozentin: Jun.-Prof. Dr. Anna Artwinska

„Hat die Literaturgeschichte ihr Ziel in den einzelnen poetischen Texten, die sie in ihrem zeitlichen Kontext angemessener erläutern will, oder nutzt sie die Werke, um vom Besonderen auf das Allgemeine zu schließen? [...] Erklärt sie solche Sinnbezüge induktiv oder deduktiv, und geht sie dabei vom Werk, vom Autor, vom Leser oder vom Zeitgeist aus? Wird die Poesie als autonome Kulturleistung angesehen oder in ein Abhängig-keits- bzw. Wechselverhältnis zu den sozialen Gegebenheiten ihrer Gegenwart gestellt“? (Meier 1997, 571)
Im Seminar widmen wir uns der Problematik der Literaturgeschichtsschreibung. Ausgehend von der Frage „Wie schreibt man eine Literaturgeschichte?“, setzten wir uns einerseits mit theoretisch-methodologischen Positionen zur Konzeptualisierung einer Literaturgeschichte auseinander, anderseits besprechen wir paradig-matische Fallbeispiele aus Polen, Russland und Tschechien, um dadurch nachvollziehen zu können, was die einzelnen Autorinnen und Autoren zu der jeweiligen Konzeptualisierung bewegt hat. Eine Literaturgeschichte zu schreiben bedeutet nämlich immer eine bestimmte Auswahl an Texten und Problemen zu treffen, eine be-stimmte ideologische Haltung anzunehmen und für eine bestimmte Strukturierung zu optieren. Darüber hinaus interessiert uns, ob im Fall der slawischen Literaturen eine transnationale Literaturgeschichte möglich ist und wie müsste sie ggf. – im unseren postpostmodernen Jahrhundert – geschrieben werden. In diesem Zusammen-hang frischen wir zuerst unser Wissen über das aus dem 19. Jahrhundert stammende Konzept der „Nationalli-teratur“ auf.
Das Seminar besteht aus drei Teilen. Die Sitzungen aus dem ersten Teil beschäftigen sich mit dem methodo-logischen Rahmen einer Literaturgeschichtsschreibung. Im Zentrum stehen Ansätze poststrukturalistischer Ge-schichtsschreibung. Diese Sitzungen finden zusammen mit der Veranstaltung von Dr. Matteo Colombi aus dem gleichen Modul statt. Der zweite Teil hat einen praktischen Charakter – hier besprechen wir die einzelnen ausgewählten Literaturgeschichten vom 19.-21. Jahrhundert: Im Seminar von Jun.-Prof. Dr. Anna Artwińska die polnischen und im Seminar von Dr. Matteo Colombi die tschechischen. Der dritte und letzte Teil findet wieder gemeinsam statt und ist der russischen Literatur gewidmet.
Das Seminar wird von Ctirad Sedláks Übung „Realien...“ ergänzt, die am Beispiel einer spezifischen Kul-turepoche ausgewählte Probleme der Literaturgeschichtsschreibung fokussiert und einige der im Seminar ge-lesenen Texten noch einmal unter die Lupe nimmt.

Empfohlene Literatur für die vorlesungsfreie Zeit:

  • Meier, Albert: „Literaturgeschichtsschreibung“. In: Grundzüge der Literaturwissenschaft. Herausgegeben von Heinz Ludwig Arnold und Heinrich Detering. München 1996, 570–584.
  • Dirk Müller (1983): „Literaturgeschichte/Literaturgeschichtsschreibung“. In: Erkenntnis der Literatur. Theo-rien, Konzepte, Methoden der Literaturwissenschaft. Hg. von D. Harth und P. Gebhardt. Stuttgart, 195–227.
  • Franco Moretti (2009): Kurven, Karten, Bäumen. Abstrakte Modelle für die Literaturgeschichte. Frankfurt am Main.

Unsere Promovierenden stellen sich vor

Anna-Luisa Burg studierte Europäische Kultur- und Ideengeschichte, Medientheorie und -praxis (B.A.) und Klassische Antike (M.A.) in Karlsruhe und Leipzig. Sie beendete ihr Studium im Januar 2021 mit einer Arbeit über die Rolle der Ironie im Wissenschaftsdiskurs der mittelbyzantinischen Zeit. Seit April 2021 arbeitet sie an einem Dissertationsprojekt mit dem Titel „Imperiale Weiblichkeit. Entscheidungskompetenz von Frauen in der spätbyzantinischen Zeit aus transkultureller Perspektive“.  Die Arbeit wird von Prof. Dr. Foteini Kolovou (Leipzig) sowie Prof. Dr. Dieter Burdorf (Leipzig) als Mentor betreut. Seit November 2021 ist sie darüber hinaus wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Leipzig am Lehrstuhl für byzantinische und neugriechische Philologie. 

Serena Cianciotto ist Promovierende an der Universität Siena und an der Universität Leipzig im Rahmen einer Cotutelle-Vereinbarung.

Sie hat vorher Moderne Literaturen und Kulturen in Venedig und Pisa studiert, mit einem Fokus auf die Bereiche der Lusitanistik, der Germanistik und der Komparatistik. Für ihre Masterarbeit hat sie sich mit dem Status des Charakters im deutschen und portugiesischen Drama 1961–1975 beteiligt.

Ihr aktuelles Forschungsprojekt im Promotionsfach Romanische Studien wird von Prof. Dr. Jobst Welge (Leipzig) und Prof. Dr. Ida Campeggiani (Siena) betreut.

Der Titel der Dissertation lautet Saghe familiari al cambio del secolo: un confronto di casi europei fra i secoli XIX-XX e XX-XXI / Generationenromane am Jahrhundertwechsel: ein Vergleich in der europäischen Literatur zwischen den Jahrhunderten XIX-XX und XX-XXI.

In der Arbeit wird eine Definition von Generationenroman vorgeschlagen und eine sowohl diachronische als auch diatopische Überlegung vorgebracht besonders über Romane aus der italienischen, deutschen und portugiesischen Literatur.

Luisa Klatte studierte Kulturwissenschaften, Literaturwissenschaft und Interdisziplinäre Polenstudien in Lüneburg, Halle (Saale), Leipzig und Poznań. Ihr Masterstudium schloss Luisa Klatte 2019 mit einer Arbeit zu feministischer Kritik am Abtreibungsdiskurs im postsozialistischen Polen ab. Die Masterarbeit wurde mit einer Auszeichnung vom Wissenschaftlichen Förderpreis des Botschafters der Republik Polen gewürdigt. Im Anschluss an ihr Masterstudium arbeitete Luisa Klatte am Zentrum für Interdisziplinäre Polenstudien an der Europa-Universität Viadrina in Frankfurt (Oder). Seit 10/2020 bereitet sie im Rahmen des Pre-Doc-Awards der Universität Leipzig ihr Dissertationsprojekt „Gedächtnispolitik und sozialistisches Frauenrecht: Erinnerungen an das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in der DDR und der Volksrepublik Polen“ am Institut für Slavistik vor. Ziel des Promotionsvorhabens ist die kulturwissenschaftliche Analyse textueller sowie aktivistischer Formationen von Erinnerungen an das Recht auf Schwangerschaftsabbruch in der DDR und der Volksrepublik Polen. Ein besonderer Fokus liegt auf jenen Leerstellen, Idealisierungen und Ausgrenzungen die im kulturellen Gedächtnis beider Länder in Bezug auf die frauenrechtliche Aushandlung der sozialistischen Vergangenheit zu erkennen sind.

Luisa Klatte wurde in die Promotionsförderung der Hans-Böckler-Stiftung aufgenommen, betreut wird das Vorhaben von JP Dr. Anna Artwinska.

Jonas Köhler hat Romanistik mit den Schwerpunkten Italianistik und Lusitanistik in Leipzig, Rom und Lissabon studiert. Im Juni 2019 beendete er das Studium mit dem Abschluss Master of Arts. Seit Februar 2020 promoviert er zum Thema „Stadt – Mythos – Raum. Rominszenierungen im italienischen Film“. Die Arbeit wird von Prof. Dr. Uta Felten und Prof. Dr. Jobst Welge betreut. Seit April 2021 ist er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Leipzig, am Lehrstuhl für romanische Literaturwissenschaft und Kulturstudien für Französistik und Italianistik. Seine aktuellen Forschungsschwerpunkte sind das italienische Kino von der Nachkriegszeit bis in die Gegenwart, die Dante-Rezeption in neuen Medien sowie der Labyrinth-Mythos in der italienischen Kultur- und Literaturgeschichte.

Paul Krauße hat von 2015 bis 2021 Germanistik, Philosophie und Bildungswissenschaften an der Universität Leipzig studiert und mit dem 1. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgeschlossen. In seiner Dissertation beschäftigt er sich mit der Darstellung von Herkunft in der deutschsprachigen Gegenwartsprosa. Herkunft wird hierbei sowohl in sozioökonomischem als auch in nationalem/nationalkulturellem Sinne verstanden. Im Zentrum stehen unter anderem gattungstheoretische Fragen zu den entsprechenden Primärtexten im Verhältnis zu Gattungen wie Familienroman, Generationenroman, Autosoziobiographie, die Erklärung dieses literarischen Phänomens aus (literatur-)soziologischer und komparatistischer Perspektive und das Verhältnis von literarischer Form und soziologischem Anspruch der Texte. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören die deutschsprachige Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts, fantastische Literatur, Fiktionstheorie und literaturwissenschaftliche Methoden der Digital Humanities.
Das Promotionsvorhaben in der germanistischen Literaturwissenschaft wird von Prof. Frieder von Ammon und Dr. Leonhard Herrmann betreut.

Marieluise Labry studierte Germanistik und Philosophie in Leipzig und Oslo. Ihre Masterarbeit beschäftigte sich mit narrativen Strategien in Literatur und Film bei Alexander Kluge. Neben dem Studium arbeitete sie am Institut für Germanistik in Leipzig als Wissenschaftliche Hilfskraft im Bereich der internationalen Zusammenarbeit. Sie promoviert an der Universität Leipzig im Bereich der Literaturwissenschaft bei PD Dr. Leonhard Herrmann. Ihr Dissertationsthema beschäftigt sich mit dem Erinnerungsraum DDR in der Gegenwartsliteratur seit 2010. Seit September 2021 ist sie Stipendiatin der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.

Sina Meißgeier ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie am Institut für Germanistik der Universität Leipzig. Sie hat Germanistik/German Studies in Leipzig, Cambridge (UK) und Tucson (USA) studiert. Sie promoviert im Rahmen des binationalen Dr. phil./PhD-Studiengangs „Transcultural German Studies“ an der Universität Leipzig und der University of Arizona. Ihr Dissertationsprojekt befasst sich mit "Erzähltem Leben nach dem Holocaust" – konkret der deutschsprachigen Erinnerungsliteratur zum Frauen-KZ Ravensbrück. Schwerpunkte sind die Darstellung der Häftlingsgesellschaft, antifaschistischer Narrative und der Subversion der TäterInnen-Opfer-Binarität. Betreut wird sie von Prof. Dr. habil. Ilse Nagelschmidt (Leipzig) und Ass. Prof. Dr. Joela Jacobs (Tucson) sowie Prof. Dr. Dieter Burdorf (Leipzig) als Mentor.

Hazar Oghan hat Germanistik, Französisch und Bildungswissenschaften an der Universität Leipzig studiert und das erste Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien abgeschlossen.
In ihrer Dissertation beschäftigt sie sich mit dem Verhältnis von Shoah, Literatur und Gedächtnis und dabei insbesondere mit der Reflexion von Rache im jüdischen Schreiben während und nach der Shoah. Am Beispiel der deutschsprachigen jüdischen Literatur(en) des 20. und 21. Jahrhunderts untersucht sie verschiedene Rachenarrative im Raum der Fiktion sowie deren selbstermächtigendes Potential für jüdische Individuen. Dabei interessiert sie sich schwerpunktmäßig für Fragen von Erinnerung, Kanon und Transkulturalität. Das Promotionsvorhaben wird im Fachbereich der Germanistik von Prof. Dr. Frieder von Ammon betreut.
Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehören u.a. deutschsprachige jüdische Literatur(en) des 20. Jahrhunderts und der Gegenwart, Shoah- und Lagerliteratur sowie Fiktions- und Gedächtnistheorie.

Nach dem Studium deutscher und russischer Literaturwissenschaft an der TU Dresden (2012–2016), der Nationalen Mečnikov-Universität Odessa (2013–2014), der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität (2016–2019) und der RGGU Moskau (2016–2019) verfasse ich nun meine Dissertation an der Universität Leipzig. Seit 2019 forsche ich Zur Rezeption sowjetischer Literaturtheorie in der Literaturwissenschaft der DDR. Viktor M. Žirmunskij, Russischer Formalismus und Michail M. Bachtin. Der Betreuer des Promotionsprojekts ist Prof. Dr. Dieter Burdorf.

Ziel der Dissertation ist es, erstmals Transferprozesse zwischen der Literaturwissenschaft der Sowjetunion und derjenigen der DDR zu rekonstruieren. Dies geschieht anhand sowjetischer Literaturtheorien, die auch maßgeblich in westlichen Ländern rezipiert wurden. Es wird deutlich, dass der Theorietransfer stärker auf einem internationalen Gefüge aufbaut als auf dem häufig gebrauchten Erklärungsmuster der „Sowjetisierung“.

Studium der tschechischen und deutschen Philologie an der Palacký-Universität in Olmütz/Olomouc. Lektor für tschechische Sprache und Literatur an der Jagiellonen-Universität in Krakau, Universität Wien, seit 2017 Universität Leipzig. Thema der Dissertation: Der Naturalismus in der tschechischen Literatur. Betreuerin: JP Dr. Anna Artwińska, Institut für Slavistik.

09/2014 bis 06/2018: Studium der Germanistik am Beijing Institute of Technology

Bachelorarbeit: Realistische Lyrik: Theodor Storms Gedicht Geh nicht hinein

10/2018 bis 08/2021: Studium Deutsch als Fremdsprache an der Universität Kassel

Masterarbeit: Ästhetisches Lernen mit der Visualisierung von Lyrik im DaF-Unterricht – Lyrik in den DaF-Lehrwerken für B1-Sprachniveau: eine inhaltsbezogene Analyse

seit 10/2021: Promovendin an der Universität Leipzig, Promotionsfach: Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie

Thema der Dissertation: Analyse der konkreten Poesie auf ästhetischer Ebene, Betreuer: Prof. Dr. Dieter Burdorf

Annette Wolf studierte Geschichte und Germanistik an der Universität Bielefeld und der Humboldt-Universität zu Berlin. Sie war wissenschaftliche Hilfskraft am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam und der Stiftung Berliner Mauer. Von 2016 bis 2020 arbeitete sie als wissenschaftliche Referentin der Direktion am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig. Seit April 2020 ist sie Ismar-Elbogen-Stipendiatin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks in Kooperation mit dem Leo Baeck Institute New York und promoviert bei Prof. Dieter Burdorf im Fachbereich Germanistik an der Universität Leipzig über die Romantikrezeption nach 1933 in deutsch-jüdischer Perspektive. In dem Promotionsprojekt werden die literaturtheoretischen und -historischen Auseinandersetzungen jüdischer Literaturwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Zusammenhang mit der Erfahrung von Verfolgung, Ausschluss, Exil und Nach-Exil untersucht.

Publikationen:

Rezension zu: Stefan Matuschek, Der gedichtete Himmel. Eine Geschichte der Romantik, München 2021, online unter: http://www.gestern-romantik-heute.uni-jena.de/index.php/de/wissenschaft/rezensionen.

Aufklärer der Nebelaura. Wahlvaterschaften inklusive: Hans-Christian Riechers' Biographie des unzeitgemäßen Literaturwissenschaftlers Peter Szondi, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.06.2020.

Rezension zu: Hans-Joachim Hahn/Olaf Kistenmacher (Hgg.), Beschreibungsversuche der Judenfeindschaft II. Antisemitismus in Text und Bild - zwischen Kritik, Reflexion und Ambivalenz, Berlin / Boston: De Gruyter Oldenbourg 2019, in: sehepunkte 20 (2020), Nr. 5 [15.05.2020], [<http://www.sehepunkte.de/2020/05/33448.html>].

Simon Dubnow und seine Kritiker: Die Rezeption der Weltgeschichte des jüdischen Volkes in der Weimarer Republik, in: Jahrbuch des Dubnow-Instituts/Dubnow Institute Yearbook 16 (2017) [2019], 521–547.

Humanismus als Ideal und Wirklichkeit. Käte Hamburger deutet das Vermächtnis Rahel Varnhagens, in: Mimeo. Blog der Doktorandinnen und Doktoranden am Dubnow-Institut, 8. Mai 2019 [<http://mimeo.dubnow.de/humanismus-als-ideal-und-wirklichkeit/>].

Rezension zu: Bettina Bannasch/Michael Rupp (Hgg.), Rückkehrerzählungen. Über die (Un-)Möglichkeit nach 1945 als Jude in Deutschland zu leben. Göttingen  2018 , in: H-Soz-Kult, 23.07.2018, [<www.hsozkult.de/publicationreview/id/rezbuecher-29173>].

Von der Zerstörung der Vernunft. Mihail Sebastians Bukarester Tagebücher, in: Jüdische Geschichte & Kultur. Magazin des Dubnow-Instituts 2 (2018), 40–42.

Das Panzerdenkmal bei Dreilinden im Kontext von Kaltem Krieg und Bündnispolitik, in: Peter Boeger, Alexander Dowe (Hgg.), Panzerdenkmal Berlin Dreilinden. Geschichte und Hintergründe, Berlin 2014, 120–141 (gemeinsam mit Axel Klausmeier).

Veranstaltungskalender

Alle Vorträge der genannten Veranstaltungsreihen sind für die Mitglieder der Graduiertengruppe zugänglich.

Einzelveranstaltungen

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Veranstaltungsarchiv

Hier finden Sie eine Übersicht über die bisher stattgefundenen Kolloquien der Graduiertengruppe.

Am 10. Dezember 2021 traf sich die Graduiertengruppe „Leipzig Transcultural Literary Studies“ zu ihrem zweiten ganztägigen Kolloquium. In einem von zwei Promovierenden geleiteten Methoden-Workshop am Vormittag wurde das für die Arbeit der Gruppe wichtige begriffliche Instrumentarium weiter geschärft. Am Nachmittag stellten sich in einer dichten Vortragsfolge drei der beteiligten Hochschullehrenden sowie drei Promovierende mit ihren Forschungsprojekten vor. Dabei ging es um Konzepte von ‚Romantik‘ und ‚Naturalismus‘ in verschiedenen Literaturen, um Gegenwartsromane im deutschsprachigen Raum und in verschiedenen afrikanischen Kulturen sowie um Techniken gezielter Fragmentierung in der mehrsprachigen Lyrik der Gegenwart.

Das Programm des Herbstkolloquiums finden Sie hier.

Mit einem Auftakt-Kolloquium am 11. Juni 2021 ist die Graduiertengruppe Leipzig Transcultural Literary Studies (LTLS) als neuer Bestandteil des Graduiertenzentrums Geistes- und Sozialwissenschaften der Research Academy Leipzig (RAL) eröffnet worden. Diskutiert wurden unter anderem Vorträge über postmemoriale Poesie aus Osteuropa, den Rom-Mythos in Filmen des 20. und 21. Jahrhunderts sowie transkulturelle Darstellungsverfahren in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Das Programm des Auftaktkolloquiums finden Sie hier.

Weiterführende Links

Research Academy Leipzig

 

Graduiertenzentrum Geistes- und Sozialwissenschaften

 

Informationen zur Promotion

 

Kontakt

Prof. Dr. Dieter Burdorf

Prof. Dr. Dieter Burdorf

Universitätsprofessor

Neuere deutsche Literatur und Literaturtheorie
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 2408
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37366
Telefax: +49 341 97-37387