Personenprofil
Kurzprofil
Miriam Nandi ist Professorin für Britische Literaturwissenschaft im globalen und postkolonialen Rahmen. 2006 wurde sie an der Universität Freiburg promoviert. Ihre Dissertation führte sie auch an die School of Criticism and Theory der Cornell University. Es folgte die Habilitation im Jahr 2017. Ihre Forschungsschwerpunkte sind der indisch-englische Roman, postkoloniale Theorie, Psychoanalyse und Autobiographik der Frühen Neuzeit. In ihrer aktuellen Forschung widmet sie sich Fluchtliteratur, Ethiken und Narrativen der Sorge („care“).
Berufliche Laufbahn
- seit 04/2021
Professorin für Britische Literaturwissenschaft im globalen und postkolonialen Rahmen - 02/2020 - 03/2021
Projektmanagerin European identities, EPICUR, University College Freiburg - 10/2019 - 03/2020
Lehrbeauftragte, Zentrum für Anthropologie und Gender Studies, Universität Freiburg - 04/2019 - 09/2019
Vertretung der Professur englische Literaturwissenschaft (Prof. Dr. Monika Fludernik), Universität Freiburg - 10/2016 - 03/2019
akademische Mitarbeiterin, Institut für Nordamerikastudien, Universität Freiburg - 03/2009 - 09/2016
Fellow des Margarete von Wrangell-Habilitationsprogramm für Frauen, Universität Freiburg - 02/2001 - 12/2004
Wissenschaftliche Mitarbeiterin im SFB 541 Identitäten / Alteritäten, Universität Freiburg
Ausbildung
- seit 11/2017
Venia legendi, Englische Philologie, Universität Freiburg - seit 01/2006
Promotion über Armut und Kaste im indisch-englischen Roman, Universität Freiburg - 06/2005 - 07/2005
School of Criticism and Theory, Cornell University
Meine Forschung befasst sich mit dem indisch-englischen Roman, der postkolonialen Theorie und dem englischen Tagebuch der Frühen Neuzeit. Darüber hinaus habe ich ein Teilprojekt zu kolonialen Diskursen in British-Indien im Rahmen des SFB 1015 Muße geleitet.
Meine Monographie M/Other India/s behandelt die literarische Verarbeitung von Armut- und Kastenproblematik in der indisch-englischen Literatur. Sozialkritische Literatur bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen politischer Parteinahme für unterdrückte Gruppen und ambivalenten Fantasien über das Andere. Mein zweites Buch Gayatri Chakravorty Spivak ist eine Einführung in das Werk der gleichnamigen postkolonialen Denkerin.
Reading the Early Modern Diary fragt nach der historischen Entstehung, Formsprachen und die sich wandelnden kulturellen Funktionen des englischen Tagebuchs in der Frühen Neuzeit. Es erforscht die Möglichkeiten und Grenzen der Textgattung Tagebuch vor dem Hintergrund einer Epoche, in der die Vorstellung des modernen Individuums noch nicht scharf konturiert bzw. durch liberal-demokratische Diskurse geschützt war.
In jüngerer Zeit habe ich zu zeitgenössischer britischer Literatur, transkultureller Erinnerung und Fluchterzählungen publiziert.
Aktuell beschäftige ich mich mit Ethiken und Narrativen der Sorge ("care") in der englischsprachigen Literatur.
- Details ansehenRobinson Crusoe: Adaptionen in der anglophonen Literatur und Populärkultur im 21. JahrhundertNandi, MiriamLaufzeit: 02.2020 – 03.2024Mittelgeber: DFG Deutsche ForschungsgemeinschaftBeteiligte Organisationseinheiten der UL: Institut für Anglistik
- Details ansehenNandi, M.M/Other India/s. Zur literarischen Verarbeitung von Armuts- und Kastenproblematik in ausgewählten Texten der indisch-englischen und muttersprachlichen indischen Literatur seit 1935Heidelberg: Winter. 2007.ISBN: 9783825352851
- Details ansehenNandi, M.Gayatri Chakravorty Spivak. Eine interkulturelle EinführungNordhausen: Traugott Bautz. 2009.ISBN: 978-3-88309-249-2
- Details ansehenNandi, M.Reading the Early Modern English DiaryBasingstoke: Palgrave Macmillan. 2021.
- Details ansehenNandi, M.The Opacity of the World: Zadie Smith's Swing TimeContemporary women's writing. 2023. 17 (1). S. 76–94.DOI: 10.1093/cww/vpad019
- Details ansehenNandi, M.Caring for Form: Ali Smith and Contemporary Refugee Life WritingCzytanie auto/biograficzne. 2024. S. 17–37.
Meine Lehre behandelt eine große Bandbreite an anglistischen Themen, von der Lyrik und dem Drama der Frühen Neuzeit, über das autobiographische Schreiben bis zu den zeitgenössischen globalen, postkolonialen Literaturen. Besonders interessieren mich die Schnittpunkte zwischen sozialen Herausforderungen wie etwa Klimawandel, Gewalt, Migration und deren Verhandlung in literarischen Texten.
Ein großes Anliegen ist mir die Profilierung von interdisziplinären Ansätzen in der Lehre. Hierzu habe ich Kurse im Bereich disability studies, medical humanities und zuletzt im Bereich Literatur und Kulturphilosophie implementiert.
In meinen Seminaren versuche ich durch eine gute Balance aus Elementen des selbst-bestimmten Lernens und moderienden Interventionen meinerseits eine offene und konstruktive Lernatmosphäre zu schaffen. Eine wertschätzende Feedback-Kultur ist elementarer Bestandteil meiner Lehre.