Sorabistik studieren

Sorbisch studieren – natürlich in Leipzig!

Sorabistik bedeutet ein Sprachstudium der besonderen Art. Ob Muttersprachler:in oder einfach Sprachbegeisterte:r – es gibt viele gute Gründe, Sorabistik in Leipzig zu studieren.

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Foto: Swen Reichhold

Willkommen am Institut für Sorabistik in Leipzig!

Ein Sorabistikstudium in Leipzig bedeutet studieren in familiärer Atmosphäre, aber auch an einer großen und spannenden Universität und in einer der attraktivsten Studienstädte Deutschlands.

Das 1951 gegründete Institut für Sorabistik gehört zur Philologischen Fakultät im Geisteswissenschaftlichen Zentrum (GWZ) in der Beethovenstraße 15, 04107 Leipzig. Hier finden Sie sowohl unsere Büro- und Veranstaltungsräume als auch die hervorragende Cafeteria im Musikviertel. Für ein beflügelndes Lernumfeld lohnt sich der kurze Weg über die Straße zur Bibliotheca Albertina – Leipzigs schönster Universitätsbibliothek.
 

Universität Leipzig

Unsere Universität zählt zu den ältesten und traditionsreichsten, gleichzeitig jedoch auch zu den zeitgemäßesten Universitäten Deutschlands. Mehr über das Profil unserer Lern- und Lehrstätte erfahren Sie auf der zentralen Website der Universität sowie auf dem universitären Youtube-Kanal.
 

Wohnen

Das Wohnen und Leben ist in Leipzig, Deutschlands siebtgrößter Stadt, noch immer bezahlbar. Studierenden bleibt somit eine eigene Wohnung nicht verwehrt und auch bunte WGs prägen das Leben in den verschiedenen Vierteln. Das Studentenwerk Leipzig bietet Studierenden zudem Wohnheime an verschiedenen Standorten kostengünstig zur Miete an. Weitere Informationen zur Bewerbung auf einen Wohnheimplatz finden Sie auf der Website des Studentenwerks.
 

Studierendenleben

Leipzig ist eine junge, dynamische und kreative Stadt, die von den rund 40.000 Studierenden deutlich mitgeprägt wird. Neben zahlreichen Veranstaltungen, Events und Konferenzen der Universität gibt es auch ein äußerst attraktives und facettenreiches Freizeitangebot. Leipzig verfügt über eine aktive Kunst- und Musikszene; Ausstellungen und Festivals sind regelmäßig im Programm. Das grüne Stadtbild mit zahlreichen Parks und dem Neuseenland lockt vor allem im Sommer viele ins Freie. Einen sportlichen Ausgleich zum Studium schafft zudem das vielfältige Hochschulsportangebot.

Leipzig wurde historisch durch die Sorben mitgeprägt und ist bis heute ein Ort, an dem sorbische Kultur stattfindet.

Um ca. 600 besiedelten die Slawen den Raum der späteren Stadt Leipzig – das Gebiet zwischen Elbe, Saale und Mulde. Erstmals schriftlich belegt wurde die Anwesenheit der Sorben in der Fredegar-Chronik aus dem Jahr 631.

Anfang des 10. Jahrhunderts wurden mehrere ostfränkische Burgen an den Standorten ehemaliger sorbischer Dörfer errichtet, wie auch bei Leipzig, wo sich die Sorben am Bau der Burg zu beteiligen hatten. Viele Leipziger Stadtteilnamen zeugen davon, dass dort damals Sorben siedelten.

Mit einem Sorabistikstudium in Leipzig steht man in einer langen Tradition des Sorbischen an der Universität.

Die erste sorbischsprachige Ausbildung an der Alma Mater Lipsiensis begann im Jahre 1716 mit der Gründung des sorbischen Predigerseminars Societas Lusatorum Sorabica durch einige sorbische Studenten der evangelischen Theologie. Neben Sprach- und Predigerübungen entstanden gedruckte Abhandlungen zur obersorbischen Sprache und eine handschriftliche Zeitung.

Auch heute gibt es eine lebendige sorbische Studierendenkultur in Leipzig.

Sorabija Lipsk e. V. engagiert sich für den Erhalt der sorbischen Kultur und Traditionen außerhalb der Lausitz, speziell in Leipzig. Der Verein feierte 2016 sein dreihundertjähriges Bestehen und zählt somit zu den ältesten Studentenvereinigungen. Das sorbische Brauchtum wird in Leipzig gepflegt, indem verschiedene in der Lausitz traditionelle Feierlichkeiten organisiert werden (z. B. Hexenbrennen, Maibaumwerfen, Kirmes). Viele sorbische Studierende wohnen im Studentenwohnheim in der Arno-Nitzsche-Straße. Dort befindet sich auch ihr Clubraum „Centrifuga“. Am Anfang jedes Wintersemesters werden neue Studierende nach traditioneller Art in die Sorabija aufgenommen. Außerdem wird ein enger Kontakt zu mehreren Studierendenvereinigungen in Leipzig gehalten. Teil des Sorabija Lipsk ist auch der Sorabija-Elferrat.

 

Die Sorabistik ist ein Studienfach mit hervorragenden Berufsaussichten.

  • Dringend gesucht werden sorbische Lehrkräfte, die sich nach dem Studienabschluss in die Lausitz begeben und an sorbischen Schulen lehren. Es besteht auch die Möglichkeit, an Sprachschulen für Erwachsene zu unterrichten.
  • Auch neben dem Lehramtsstudium bietet die Sorabistik vielfältige Berufsaussichten, da die Förderung der Minderheit staatlich gesichert ist und nur wenige Personen eine entsprechende Fachausbildung haben.
  • Die erweiterten Sorbisch-Kenntnisse eignen sich für Tätigkeiten in Behörden, administrativen Einrichtungen oder Organisationen, die sich mit Sprache, Literatur, Kunst und Geschichte der Sorben auseinandersetzen.
  • Zudem suchen sorbische Institutionen Personen, die zu den genannten Themengebieten forschen. So stellt z. B. das Sorbische Institut Sprachwissenschaftler und Sprachwissenschaftlerinnen sowie Historiker und Historikerinnen ein, die auch im Sorbischen Museum gesucht werden.
  • Auch eine Anstellung bei den sorbischen Medien ist möglich. Neben verschiedenen sorbischen Zeitungen und Zeitschriften stellt auch der sorbische Rundfunk Sorabistinnen und Sorabisten an.
  • Des Weiteren ist eine Anstellung als Übersetzer oder Übersetzerin möglich. Zuletzt bietet auch der Dienstleistungssektor im Tourismus-Bereich der Lausitz viele Arbeitsstellen.

Das Studium am Institut für Sorabistik bietet die Chance, sich vielfältig zu engagieren und über den eigenen Tellerrand zu blicken.

Fachkonferenzen geben Studierenden die Möglichkeit, sich als Zuhörende oder sogar als Vortragende zu beteiligen und aktuelle Forschung mitzuerleben. In den letzten Jahren fanden am Institut z. B. die Konferenz zum 70-jährigen Jubiläum der Leipziger Sorabistik sowie die Celto-Slavica 10 statt. Das Institut organisiert zudem ein regelmäßiges Forschungsseminar zum Thema Minderheitensprachen, das für alle Interessierten offen ist. Die Vortragenden kommen zum Teil auch aus anderen Fachbereichen und Universitäten sowie aus dem Ausland.

Auch sonst ist das Institut für Sorabistik international vernetzt, was den Studierenden zugute kommt. Wer möchte, kann einen Teil des Studiums im Ausland absolvieren, etwa über einen Erasmus-Aufenthalt an den Partneruniversitäten in Szczecin (Polen) und Galway (Irland).

Ein Bewusstsein für den europäischen und globalen Kontext von Minderheitensprachen eröffnet einen neuen Blick auf das Sorbische. Im B. A. Europäische Minderheitensprachen, aber auch im Wahlbereich Sorabistik gibt es die Möglichkeit, weitere Minderheitensprachen zu entdecken, insbesondere durch das am Institut ansässige Irisch-Lektorat. Die Studierendeninitiative ERIU Leipzig bringt Studierende mit Interesse für Minderheitensprachen zusammen und organisiert dazu regelmäßig Veranstaltungen.

Sprachenvielfalt ist ein wichtiger Teil des kulturellen Reichtums Deutschlands, Europas und der Welt. Der Wert von Regional- und Minderheitensprachen wird z. B. durch die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen anerkannt, unter der auch das Ober- und Niedersorbische geschützt sind. Auch die UNESCO erkennt die Bedeutung von Sprachenvielfalt und hat 2022–2032 zur Internationalen Dekade der indigenen Sprachen erklärt. Um die Zukunft von kleinen Sprachen wie dem Sorbischen zu sichern, braucht es kompetente und engagierte Sprecherinnen und Sprecher, die sich aktiv für den Erhalt der Sprachen einsetzen. Ein Studium der Sorabistik trägt zum Erhalt der sorbischen Sprachen und zur Pflege der damit zusammenhängenden Kultur und Identität bei.

Studienangebot

Das Institut für Sorabistik bietet verschiedene Studiengänge an. Finden Sie hier heraus, welcher der richtige für Sie ist.

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B. A. Sorabistik

Der Bachelorstudiengang Sorabistik beschäftigt sich mit der sorbischen Sprache, Kultur und Literatur und ist offen für Sorbischsprecher:innen sowie für Studierende ohne Vorkenntnisse.

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B. A. Sorabistik

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Was ist das?
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Staatsexamen Lehramt Sorbisch

Lehrkräfte für Sorbisch werden dringend gebraucht. An unserem Institut kann Sorbisch für das Lehramt an Grundschulen, Oberschulen und Gymnasien studiert werden.

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Staatsexamen Lehramt Sorbisch

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B. A. Europäische Minderheitensprachen

Hier geht es um die Geschichte, Sprachpolitik und Soziolinguistik von Minderheitensprachen in Europa. Der Studiengang beinhaltet Sorbisch sowie mindestens eine weitere Sprache.

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B. A. Europäische Minderheitensprachen

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M. A. Sorabistik

Im weiterführenden Masterstudiengang werden Kenntnisse der sorbischen Sprache und Kultur vertieft.

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M. A. Sorabistik

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M. A. Niedersorbisch

Im Masterstudiengang Niedersorbisch können sich Lehrkräfte für Niedersorbisch als Unterrichtsfach oder -sprache qualifizieren.

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M. A. Niedersorbisch

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FAQ: Bewerbung und Studienbeginn

Alle Informationen zur Bewerbung und für einen erfolgreichen Studienstart am Institut für Sorabistik finden Sie als Überblick auf dieser Seite.

Die Bewerbung erfolgt ausschließlich online, in der Regel über das AlmaWeb-Portal. Alle Informationen zum Bewerbungsprozess gibt es hier.

Die Bewerbungsfrist für das Wintersemester 2023/24 über AlmaWeb endet am 15.09.2023. Alle Informationen zu Bewerbungsfristen und Semesterzeiten finden Sie hier.

Nach erfolgreicher Bewerbung erfolgt die Immatrikulation an der Universität Leipzig und im Anschluss die Moduleinschreibung für das Wintersemester. Alles Wichtige hierzu finden Sie hier auf den Seiten der Universität.

Das Wintersemester startet für alle Erstsemester mit der Einführungswoche vom 2. bis 6. Oktober 2023, bevor am 9. Oktober die Lehrveranstaltungen beginnen. Auf der Website der Universität Leipzig finden Sie alle Daten des akademischen Jahrs sowie allgemeine Informationen zum Studienstart. Am Institut für Sorabistik gibt es zudem die Einführungsveranstaltung Semestereröffnung und traditioneller Stundenplanbau, wo Sie Ihre Kommiliton:innen und Dozent:innen kennenlernen können. Näheres hierzu finden Sie auf unserer Sonderseite zum Studienstart 2023.

Was sagt eigentlich ...

Stimmen von Profs und Studierenden

Institutsleiter Prof. Dr. Eduard Werner im Uni-Podcast „Auf einen Kaffee mit …“

Über die beiden sorbischen Sprachen, das Studium der Sorabistik und warum es sich lohnt, Sorbisch zu lernen.

Dozentin Prof. Dr. Sabine Asmus im Uni-Podcast „Auf einen Kaffee mit …“

Was seltene Sprachen so besonders macht und was das Faszinierende an Minderheitensprachen ist.

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Till Vogt

Wissenswertes

Fakten über das Institut für Sorabistik

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Antwort:

Das Institut für Sorabistik ist eine Einrichtung der Philologischen Fakultät. Diese ist die größte Fakultät (nach der Studierendenanzahl) der Universität Leipzig.

Zur Philologischen Fakultät

Wozu gehört das Institut für Sorabistik?

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Antwort:

Am Institut wird die sorbische Sprache, Literatur und Kultur wird gelehrt. Hauptschwerpunkte sind die sorabistische Forschung sowie die Ausbildung von Lehrkräften für die obersorbische und niedersorbische Sprache.

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Womit beschäftigt sich das Institut?

Sorabistische Forschung Bücher
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Antwort:

Das Institut wurde 1951 unter dem Namen „Sorbisches Institut” an der Universität Leipzig gegründet und feierte somit 2021 sein 70-jähriges Bestehen. 1968 wurde es in „Institut für Sorabistik” umbenannt.

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Seit wann gibt es das Institut für Sorabistik?

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Antwort:

Leiter des Instituts für Sorabistik ist seit 2003 Eduard Werner. Erster Direktor war ab 1955 Pawoł Nedo, nach kommissarischer Leitung durch Pawoł Nowotny.

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Wer leitet das Institut für Sorabistik?

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Antwort:

Nein. Es werden auch Module zu Keltischen Studien angeboten, die im Wahlbereich belegt werden können. Der Studiengang B. A. Europäische Minderheitensprachen beinhaltet Obersorbisch und mindestens eine weitere europäische Minderheitensprache.

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Wird am Institut für Sorabistik nur Sorbisch gelehrt?

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Antwort:

Das sorbische Predigerkollegium (als wissenschaftlicher Vorläufer der Sorabistik) durfte ab 1717 samstags in der Uni-Kirche St. Pauli (dem heutigen Paulinum) auf Sorbisch predigen. Die Fensterrose der Kirche findet sich im heutigen Institutslogo wieder.

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Was hat das Paulinum mit dem Institut für Sorabistik zu tun?

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#SorabistikLeipzig

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