Auf dieser Seite finden Sie Kommentare zu den aktuellen Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Zusatzveranstaltungen der Latinistik- und Gräzistiklehrveranstaltungen.

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen der Gräzistik

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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen der Latinistik

Vorlesung: Römische Satire

Prof. Dr. Marcus Deufert

Dienstag, 11:15 - 12:45 Uhr, HS 20, Beginn: 18.10.22

Satire schreibt, wer zornig ist, wer Missständen aller Art auf literarischem Wege, mit Schärfe oder Spott, entgegentreten möchte. Als eigene literarische Gattung ist die Satire eine Schöpfung der Römer, ohne Vorbild bei den Griechen. Wir wolle  in dieser Vorlesung den Gang der römischen Gattungsgeschichte überschauen: Ausgehend von der Etymologie des Begriffs satura und den verworrenen Definitionen der Gattung 'Satire' in der römischen Literaturtheorie sollen die verschiedenen Formen von Satirendichtung in Rom sowie deren große Vertreter von den Anfängen bis in das 2. nachchristliche Jahrhundert vorgestellt werden. Dabei sollen einzelne Satiren(fragmente) von Ennius, Lucilius, Varro, Horaz, Seneca, Persius und Juvenal exemplarisch interpretiert werden.

Gute Überblicksdarstellungen: U. Knoche: Die römische Satire, Göttingen 41982; J. Adamietz (Hrsg.): Die römische Satire, Darmstadt 1986; K. Freudenberg (ed.), The Cambridge Companion to Roman Satire, Cambridge 2005.

 

  • Modul Lateinische Dichtung 1,  04-015-1003, 

    Catull, carmina minora (Prof. Dr. Marcus Deufert)

    Mittwoch 13:15 - 14:45 Uhr, SG 105, Beginn: 19.10.22

Seinen auf den ersten Blick schlicht, unvermittelt und persönlich daherkommenden carmina minora verdankt Catull (ca. 84–54. v. Chr.) seine große Popularität in unserer Zeit. In dem Seminar sollen ausgewählte Gedichte gelesen, übersetzt und interpretiert werden; dabei werden auch wichtige Fragen der Catull-Philologie (u. a. Umgang mit literarischen Vorbildern; literarisches Programm; Verhältnis zwischen dem lyrischen Ich und der Dichterpersönlichkeit) zur Sprache kommen.

Literaturhinweise:

Empfohlene Textausgabe: R. A. B. Mynors, C. Valerii Catulli carmina, Oxford 1958.

Kommentar: W. Kroll, C. Valerius Catullus, Stuttgart 71989 (11923); H. P. Syndikus, Catull. Eine Interpretation. 3 Bände, Darmstadt 1984-1990

Forschungsbericht: M. B. Skinner, A Review of Scholarship on Catullus 1985-2015, in: Lustrum 57, 2015, 91-360.

Einführung: J. H. Gaisser, Catull. Dichter der Leidenschaft, Darmstadt 2012; I. du Quesnay, T. Woodman (edd.), The Cambridge Companion to Catullus, Cambridge 2021

 

  • Modul Lateinische Dichtung 2,  04-015-1005, Proseminar 'Appendix Vergiliana und Corpus Priapeorum' (apl. Prof. Dr. Peter Grossardt)

  Mittwoch 15:15 - 16:45 Uhr, SG 105

"Unter Vergils Namen laufen verschiedene kleinere Werke um, die unecht sind oder in ihrer Echtheit angezweifelt werden. Eine kurze Erwähnung lohnt sich, da diese Werke den 'normalen' hellenistischen Gang der Literaturgeschichte dokumentieren. Vor diesem Hintergrund wird die Leistung der augusteischen Klassik in ihrer Größe erst so recht faßbar." Mit diesen Worten leitet M. von Albrecht seine Behandlung der sogenannten 'Appendix Vergiliana' ein (Geschichte der römischen Literatur 21994, S. 561 f. = 32012, S. 595). Sie sollen aber auch für unser Proseminar das Motto sein, in welchem insbesondere das 'Catalepton' und der 'Culex' unter diesem Gesichtspunkt betrachtet werden sollen. Da aber in unseren Handschriften zusammen mit den fünfzehn Gedichten des 'Catalepton' auch drei Priap-Gedichte überliefert sind, soll im letzten Drittel des Semesters überhaupt das Corpus der 'Priapea' (um 100 n. Chr.) Gegenstand des Unterrichts sein. Empfohlene Textausgabe für die 'Appendix Vergiliana' ist: Appendix Vergiliana, recognoverunt et adnotatione critica instruxerunt W. V. Clausen, F. R. D. Goodyear, E. J. Kenney, J. A. Richmond, Oxford 1966, für das 'Corpus Priapeorum': Priapées, texte établi, traduit et commenté par Louis Callebat, étude métrique par Jean Soubiran, Paris 2012. Die erste Sitzung findet am 19. 10. statt.

 

  • Modul: Rhetorik und rhetorisierte Texte  04-057-2010 Hauptseminar 'Die Zweite Sophistik im lateinischen Gewand (Fronto, Gellius, Apuleius)', (apl. Prof. Dr. Peter Grossardt)

    Montag 9.15 - 10.45 Uhr, SG 329

Lange Zeit hat die rhetorische Bewegung der Kaiserzeit, die sogenannte Zweite Sophistik, in der Forschung eine vorwiegend negative Bewertung erfahren. Dies hat sich erst in den letzten Jahrzehnten geändert zugunsten einer aufgeschlosseneren Betrachtung dieser intellektuellen Strömung und ihrer Betonung des öffentlichen Auftritts einerseits und des literarischen Spiels andererseits. Diese Bewegung, die aus den rhetorischen Schulen der griechischen Reichshälfte hervorging, hat auch im lateinischen Westen mit Fronto, Gellius und Apuleius drei herausragende Vertreter gefunden. Im Zentrum unseres Seminars sollen daher ausgewählte Stücke aus den 'Florida' des Apuleius und den 'Briefen' des Fronto stehen. Stets wird dabei interessant sein zu sehen, wie sich diese Autoren und Redner zu den jeweiligen Vertretern der politischen Macht stellen und wie sie sich positionieren gegenüber der zweiten wichtigen intellektuellen Strömung der Zeit, die von den verschiedenen philosophischen Schulen repräsentiert wurde. In der zweiten Semesterhälfte werden die Studierenden dann die Gelegenheit haben, diese Aspekte anhand von Gruppenreferaten zu verschiedenen Themen weiter zu vertiefen. Ein Semesterdossier und eine Auswahl an relevanten Texten wird den Teilnehmern des Seminars rechtzeitig zugehen. Die erste Sitzung wird am 17. 10. stattfinden.

 

  • Modul: Text und Referenz 04-057-2009, Seminar: Tacitus, Dialogus de oratoribus (Prof. Dr. Marcus Deufert)   

         Dienstag 13.15 - 14.45 Uhr, SG 305, Beginn: 18.10.22

Im ersten nachchristlichen Jahrhundert beklagen sich römische Intellektuelle immer wieder darüber, dass das Niveau der öffentlichen Reden, im Vergleich zur ciceronischen Zeit, gesunken sei. Gleichzeitig streitet man sich über die Ursachen für den Niedergang der Redekunst. Die letzte Stimme, die wir in dieser Debatte vernehmen, gehört dem Historiker Tacitus. Sein Dialog über die Redner ist der scharfsinnigste und differenzierteste Beitrag zu dieser Streitfrage. Nicht ohne Grund findet sie daher in seinem Werk ihr Ende, das außerdem mit zum Schönsten und Kunstvollsten zählt, was uns aus der fiktionalen Kunstprosa der Römer erhalten geblieben ist. Im Seminar sollen möglichst große Teile der Schrift gemeinsam gelesen und insbesondere die Dramatik und die gedankliche Entwicklung des Dialogs in den Blick genommen werden. 

Literatur: Kritische Ausgabe: C. Taciti opera minora. recognoverunt M. Winterbottom et R. M. Ogilvie, Oxford 1975 (zahlreiche Nachdrucke). Kommentare: R. Güngerich, Kommentar zum Dialogus des Tacitus, Göttingen 1980; R. Mayer, Tacitus. Dialogus de oratoribus, Cambridge 2001. Zur Debatte und ihren historischen Wurzeln: K. Heldmann, Antike Theorien über Entwicklung und Verfall der Redekunst, München 1982; Companioons: A. J. Woodman, The Cambridge Companion to Tacitus, Cambridge 2009; V. E. Pagán (ed.), A Companion to Tacitus, Chichester 2012

 

 

Allgemeiner Hinweis zu Modulwiederholungen bei Prof. Grossardt:

Studierende, die Übungen aus einem bestimmten Modul wiederholen möchten, weil sie die Prüfungsleistung noch nicht erbracht haben, sollen sich bitte vor Semesterbeginn bei Prof.Grossardt melden. Studierende, die einfach nur in persona in der ersten Stunde erscheinen, ohne sich vorher gemeldet zu haben, können nicht in die Kurse aufgenommen werden. Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Wiederholern kann es insbesondere in den Übungen der ersten beiden Semester geben, da dort die Kurse durch die neuen Studierenden jeweils schon gefüllt sind.

 

 

apl. Prof. Dr. Peter Grossardt

  • Modul: Grundlagen Methode und Sprache 04-026-1001/04-015-1001 (Lehramt Latein/BA Griech.-Lat. Phil.

    Dienstag 7.30 – 9.00 Uhr SG 223 bzw. 13.15 – 14.45 Uhr SG 303

    Übung: Lateinische Grammatik I

Die lateinische Grammatikübung 1 ist Teil eines Ganzjahreskurses und dient der Wiederholung der Formenlehre und der Wiederholung und Einübung der Syntax des einfachen Satzes. Dazu werden die Studierenden in wöchentlichen Hausaufgaben Texte aus dem Deutschen ins Lateinische übersetzen und zuletzt eine entsprechende Semesterklausur schreiben müssen. Zum Zweck der einfacheren Organisation ist der Kurs auf zwei Teilgruppen aufgeteilt. Die Studierenden sollen sich daher bereits bei der Moduleinschreibung für eine der beiden Gruppen entscheiden und dann den jeweiligen Kurs regelmäßig besuchen. Die jeweils erste Sitzung der beiden Gruppen findet am 18. 10. statt. Zur Anschaffung empfohlen ist die Grammatik von Rubenbauer/Hofmann (H. Rubenbauer, J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet von R. Heine, Bamberg 1975 u.ö.).

 

  • Modul Lateinische Dichtung 1, 04-015-1005, Römische Metrik

    Donnerstag 17.15 - 18.45 Uhr, SG 404

Der Kurs zur lateinischen Metrik ist für die Studierenden des 3. Semesters bestimmt und dient der Einführung in die metrischen Grundprinzipien und in die gebräuchlichsten lateinischen Versmaße wie den Hexameter, das elegische Distichon, den iambischen Senar und verschiedene lyrische Versmaße. Dies soll aber nicht auf rein theoretischem Weg erfolgen, sondern ist immer mit praktischen Leseübungen und mit Übersetzungsarbeit kombiniert. Der Kurs wird mit einer mündlichen Einzelprüfung abgeschlossen. Zur Anschaffung empfohlen ist die Metrik von Crusius (F. Crusius, Römische Metrik, neubearbeitet von H. Rubenbauer, 8. Auflage, München 1967 u.ö.) oder diejenige von Halporn, Ostwald (J. Halporn, M. Ostwald, Lateinische Metrik, übersetzt von H. Ahrens, 3. Auflage, Göttingen 1983). Die Studierenden werden aber rechtzeitig auch ein Dossier mit einer Auswahl von Texten erhalten. Die erste Sitzung findet am 13. 10. statt.

 

  • Lektüre: Das Waltharius-Lied

    Donnerstag 9.15 - 10.45 Uhr, SG 329

Das Waltharius-Lied, das vielleicht von dem Mönch Ekkehard aus St. Gallen (10. Jh.) stammt, ist ein herausragendes Beispiel der lateinischen mittelalterlichen Epik und behandelt mit der Flucht der westeuopäischen Königskinder Waltharius und Hiltgunt vom Hof des Attila, des Königs der Hunnen, einen bedeutsamen Stoff der germanischen Heldensage im Umfeld der Nibelungensage. Es gewährt daher vorzügliche Einblicke in die mittelalterliche Mentalität, in die Entwicklung des Mittellateinischen, aber auch in das Dichtungsverständnis der Zeit. Die Lektüreübung ist Teil des Moduls 'Lateinische Dichtung 2' und richtet sich daher vor allem an Lehramts- und Bachelorstudenten des fünften Semesters. Sie ist aber auch offen für andere Interessenten innerhalb und außerhalb des Studiengangs der Klassischen Philologie. Diese Interessenten mögen sich bitte noch vor Beginn des Semesters beim Dozenten melden. Die erste Sitzung wird am 20. 10. stattfinden. Die relevanten Texte werden den angemeldeten Teilnehmern rechtzeitig zugehen.

 

 

Allgemeiner Hinweis zu Modulwiederholungen bei Prof. Grossardt:

Studierende, die Übungen aus einem bestimmten Modul wiederholen möchten, weil sie die Prüfungsleistung noch nicht erbracht haben, sollen sich bitte vor Semesterbeginn bei ihm melden. Studierende, die einfach nur in persona in der ersten Stunde erscheinen, ohne sich vorher gemeldet zu haben, können nicht in die Kurse aufgenommen werden. Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Wiederholern kann es insbesondere in den Übungen der ersten beiden Semester geben, da dort die Kurse durch die neuen Studierenden jeweils schon gefüllt sind.

 

Arbeitsgruppentreffen: Römische Komikerfragmente, Prof. Dr. Marcus Deufert

Freitag, ab 9.00 Uhr, GWZ 3 3.15: Ein Kommen und Gehen ist jederzeit möglich.

Bei den „Römischen Komikerfragmenten“ handelt es sich um ein wissenschaftliches Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Ziel ist es, die Überreste der nicht handschriftlich, sondern nur in Form von Zitaten erhaltenen römischen Komödien in einer kritischen Gesamtausgabe neu zu sammeln. Viele dieser Zitate finden sich beispielsweise Cicero, die meisten bei römischen Gelehrten und Antiquaren wie Varro, Festus, Gellius und Nonius. Die Projektarbeit besteht darin, das eigentliche Fragment innerhalb des Zitierkontextes zu isolieren, textkritisch zu bearbeiten und zu erklären. Außerdem muss für die Fragment-Sammlung auch der Kontext des zitierenden Autors in dem Umfang mitediert werden, in dem er zum Verständnis des Fragmentes beiträgt. Die Arbeitsgruppe des Projekts trifft sich jeden Freitag, vor allem um Ergebnisse auszutauschen und Einzelprobleme zu besprechen. Studierende, auch aus den ganz frühen Semestern, sind zu den Treffen der Arbeitsgruppe herzlich eingeladen, wenn sie erleben wollen, wie wissenschaftliches Arbeiten in der Praxis funktioniert: in all seiner zeitintensiven, oft mechanischen Zähigkeit, mit seinen vielen Irrtümern und den gar nicht so seltenen kleinen Sternstunden.

 

 

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