Auf dieser Seite finden Sie Kommentare zu den aktuellen Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Zusatzveranstaltungen der Latinistik- und Gräzistiklehrveranstaltungen.

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen der Gräzistik

Prof. Dr. Stefan Feddern

  • Das griechische Lehrgedicht, Do 11:15 - 12:45 Uhr, SG 411 (Beginn: 07.04.2022)

In dieser Vorlesung soll ein Überblick über das griechische Lehrgedicht gegeben werden. Einleitend wird die Stellung des Lehrgedichts in der (antiken) Gattungstheorie behandelt sowie die Geschichte des Lehrgedichts skizziert. Im Anschluss hieran wird sich der Großteil der Vorlesung der exemplarischen Behandlung der wichtigsten Gattungsvertreter widmen, zu denen die folgenden Autoren und Werke gehören: Hesiod, Ἔργα καὶ ἡμέραι; Parmenides, Περὶ φύσεως; Empedokles, Περὶ φύσεως; Arat, Φαινόμενα. Sofern der Wunsch besteht und die Zeit zur Verfügung steht, wird ein Ausblick auf das römische Lehrgedicht den Abschluss der Vorlesung bilden.

Literaturhinweise (v.a. Einführungen und Werke mit Überblickscharakter):

Effe, Bernd: Dichtung und Lehre. Untersuchungen zur Typologie des antiken Lehrgedichts, München 1977.

Glei, Reinhold: „Lehrgedicht“, in: DNP 7, 1999, Sp. 25–32.

Harder, Annette / MacDonald, Alasdair A. / Reinink, Gerrit J. (Hgg.): Calliope’s Classroom. Studies in Didactic Poetry from Antiquity to the Renaissance, Paris [u.a.] 2007.

Horster, Marietta / Reitz, Christiane (Hgg.): Wissensvermittlung in dichterischer Gestalt, Stuttgart 2005.

Kroll, Wilhelm: „Lehrgedicht“, in: RE XII 2, 1925, Sp. 1842–1857.

Toohey, Peter: Epic lessons. An introduction to ancient didactic poetry, London/New York 1996.

Prof. Dr. Stefan Feddern

  • Homer, Modul: 04-056-2002, Mi 15:15 - 16:45 Uhr, GWZ,  GWZ 3.315 (Beginn 06.04.22)

Die Homerischen Epen stehen (zusammen mit Hesiods Werken) am Anfang der griechischen Literaturgeschichte und sind von der Antike bis zur Gegenwart immer wieder neu rezipiert und interpretiert worden. In diesem Seminar werden wir ausgewählte Passagen aus der Ilias und der Odyssee behandeln (Näheres werden wir zu Beginn des Seminares besprechen) und einen Einblick in die wichtigsten Homerischen Forschungskontroversen gewinnen. Ferner werden wir uns zumindest mit der antiken Rezeption der Homerischen Epen auseinandersetzen, die bei nahezu jedem Autor der (griechischen) Antike untersucht werden könnte.

Aus der schier endlosen Masse der Literatur über Homer und die Homerischen Epen (nähere bibliographische Hinweise erfolgen in der 1. Sitzung) seien hier nur die Einführungen von Latacz (Latacz, Joachim: Homer. Eine Einführung, München [u.a.] 1985) und Szlezák (Szlezák, Thomas A.: Homer oder Die Geburtsstunde der abendländischen Dichtung, München 2012), die Textausgaben von West (West, Martin L.: Homeri Ilias, 2 Vol., Stuttgart/München [u.a.] 1998/2000; Homerus. Odyssea, Berlin [u.a.] 2017) sowie der Baseler Gesamtkommentar zur Ilias (Homers Ilias. Gesamtkommentar auf der Grundlage der Ausgabe von Ameis/Hentze/Cauer (mit Übersetzung). Hrsg. von Joachim Latacz/Anton Bierl, München [u.a.] 2000–) erwähnt. Nutzen Sie die Vorbereitungszeit, um sich grundlegende Informationen über Homer und die Homerischen Epen anzueignen und sich in diese Werke einzulesen (beginnen Sie am ehesten mit dem ersten Buch der Ilias).

  • Rhetorische und poetologische Traktate, Modul 04-KLA-0102, Do 15:15 - 16:45 Uhr,  SG 327 (Beginn 07.04.22)

Von vielen Autoren und aus verschiedenen Epochen sind uns rhetorische und poetologische Traktate der griechischen Antike überliefert. Das Ziel des Seminares wird eher darin bestehen, eine breite Auswahl aus diesen Schriften zu diskutieren, als dass wir den Fokus nur auf einen Text richten. Zu den Texten, über deren Auswahl wir uns zu Beginn des Seminars verständigen werden (dann erfolgen auch Hinweise zur Sekundärliteratur), gehören u.a.: Platons Kritik an der Dichtung und an der Rhetorik (v.a. Politeia, Ion, Gorgias); Die voraristotelische Rhetorik; Anaximenes von Lampsakos, Rhetorik (die sog. Alexander-Rhetorik); Aristoteles’ Rhetorik und Poetik; (Pseudo‑)Demetrios von Phaleron, Über den Stil; (Pseudo‑)Dionys von Halikarnass, Rhetorik; (Pseudo‑)Longin, Über das Erhabene; Plutarch, u.a. De audiendis poetis; Lukian, Wie man Geschichte schreiben soll.

 

Prof. Dr. Stefan Feddern

  • Sophokles, Oedipus Tyrannus, Modul 04-015-1007, Mi 9:15 - 10:45 Uhr, GWZ 3.315 (Beginn: 06.04.22)

Das Programm dieser Lektüreübung besteht in einer intensiven Übersetzung von größeren Teilen dieser (bereits in der Antike) wirkmächtigen Tragödie (der unbekannte, wohl im 1. Jahrhundert n. Chr. lebende Autor der Schrift Über das Erhabene meinte, Sophokles’ König Ödipus sei durch das gesamte tragische Werk von dessen Zeitgenossen Ion von Chios nicht aufzuwiegen) mit dem Ziel, die sprachlichen Kompetenzen der Übersetzung und Texterschließung auf einem unteren bis mittleren Niveau auszubauen. Zur Vorbereitung auf die (einzelnen Sitzungen der) Lehrveranstaltung sei die Ausgabe (Text, Übersetzung und Kommentar) von Manuwald empfohlen: Manuwald, Bernd: Sophokles. König Ödipus, Berlin [u.a.]: De Gruyter, 2012 (der von Manuwald konstituierte Text orientiert sich an, weist aber einige Abweichungen gegenüber der Oxford-Ausgabe von Lloyd-Jones/Wilson [Lloyd-Jones, Hugh / Wilson, Nigel G.: Sophoclis Fabulae, Oxford 1992] auf).

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Kommentare zu den Lehrveranstaltungen der Latinistik

Prof. Dr. Marcus Deufert

Vorlesung:  Cicero 

Dienstag, 11:15 - 12:45 Uhr, HS 20 (Beginn 05.02.22)

Eine Vorlesung über Cicero bedarf nicht vieler werbender Worte. Wir wollen uns zum einen die Biographie dieses vor allem dank seiner umfangreichen Korrespondenz am besten bekannten Menschen der Antike aneignen und zum anderen wichtige Werke seines umfangreichen Schaffens kennenlernen. Neben den Reden wird vor allem der staatsphilosophische Dialog de re publica im Vordergrund stehen.

Neuere Darstellungen: W. Stroh, Cicero: Redner, Staatsmann, Philosoph, München 2008; W. Schuller, Cicero oder der letzte Kampf um die Republik, München 2013; K. Bringmann, Cicero, Darmstadt 22014.

 

 

apl. Prof. Dr. Peter Grossardt

  • Proseminar Cicero, De re publica, (Modul Lateinische Prosa 1: 04-015-1002) Mi 9:15 - 10:45 Uhr bzw 15:15 - 16:45 Uhr, S 215 bzw. 211

Ciceros berühmte Schrift 'De re publica' steht in enger Verbindung mit seinem Dialog 'Laelius de amicitia': Spielt der 'Laelius' wenige Tage nach dem plötzlichen Tod des Scipio Africanus Minor im Jahre 129 v. Chr., so ist das Handlungsdatum von 'De re publica' der Zeitpunkt wenige Tage vor seinem Tod an den Feriae Latinae desselben Jahres. Dementsprechend ist in diesem Dialog noch Scipio selbst der hauptsächliche Sprecher in der Diskussion über den besten Staat und berichtet zuletzt in einer berühmten Passage von seiner im Traum erfolgten Begegnung mit seinem Großvater Scipio Africanus Maior. Wir wollen in diesem Proseminar also versuchen, möglichst viel aus diesem Text im Original durchzuarbeiten. Daneben werden die Studierenden aber auch die Gelegenheit erhalten, bestimmte Themen, die in Verbindung mit 'De re publica' stehen, in Gruppenreferaten zu vertiefen. Empfohlene Texte sind derjenige von K. Ziegler (7. Auflage, Leipzig 1969 u.ö.) oder der von J. G. F. Powell (Oxford 2006). Das Proseminar ist auf zwei Gruppen aufgeteilt. Die Studierenden sollen sich also bereits bei der Moduleinschreibung für eine der beiden Gruppen entscheiden. Die jeweils erste Sitzung findet am 13. 4. statt.

 

  • Stilistik des Lateinischen  (Modul Stilistik des Lateinischen 04-057-2011) Mo 15:15 - 16:45 Uhr, S 111

Nach Wiedereinführung der deutsch-lateinischen Stilübungen auf Hauptstudiumsstufe in den modularisierten Studiengängen wird dieser Kurs nun der Weiterentwicklung der in 'Syntax und Semantik des klassischen Lateins' erworbenen Sprachkompetenz dienen, wobei neben den Grundregeln der Formenlehre und der Syntax zunehmend die Stilistik in den Vordergrund treten soll. Zu diesem Zweck werden die Studierenden in häuslichen Arbeiten Texte vorwiegend von Cicero aus dem Deutschen ins Lateinische zurückübersetzen und sich in der zweiten Semesterhälfte in einer Reihe von Testklausuren auf die schließliche Semesterprüfung vorbereiten. Da wir die erste Sitzung, die am 11. 4. stattfindet, gleich mit praktischen Übungen beginnen, sollen die Studierenden bereits für diese Stunde ein Wörterbuch und eine Schulgrammatik (z.B. diejenige von Rubenbauer) mitbringen. Für den weiteren Verlauf des Semesters ist der 'Neue Menge' (Hermann Menge, Lehrbuch der lateinischen Syntax und Semantik, völlig neu bearbeitet von Thorsten Burkard und Markus Schauer, Darmstadt 2000 u.ö.) zur Anschaffung empfohlen.

 

Allgemeiner Hinweis zu Modulwiederholungen bei Prof. Grossardt:

Studierende, die Übungen aus einem bestimmten Modul wiederholen möchten, weil sie die Prüfungsleistung noch nicht erbracht haben, sollen sich bitte vor Semesterbeginn bei Prof.Grossardt melden. Studierende, die einfach nur in persona in der ersten Stunde erscheinen, ohne sich vorher gemeldet zu haben, können nicht in die Kurse aufgenommen werden. Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Wiederholern kann es insbesondere in den Übungen der ersten beiden Semester geben, da dort die Kurse durch die neuen Studierenden jeweils schon gefüllt sind.

 

Dr. Henning Ohst / Yvanne Hermant

  • Seneca d.J. und Plinius d.J., Briefe (Modul Lateinische Prosa 2, 04.015-1004) Mi 19:15 - 20:45 Uhr  SG 120

Zu den Eigentümlichkeiten der lateinischen Prosaliteratur der frühen Kaiserzeit gehört die Aufwertung des Privatbriefs zur literarischen Form. Handelt es sich bei den Briefen Ciceros noch um authentische Alltagsbriefe, die postum zu Sammlungen vereinigt, publiziert und so unabhängig von den Intentionen ihres Verfassers Teil der ‚Literatur‘ geworden sind, werden ab dem 1. und 2. Jahrhundert n. Chr. Briefe eigens für die Publikation überarbeitet oder gar erst eigens dafür verfasst.

Schwerpunkt des Proseminars soll die eingehende Lektüre ausgewählter Briefe aus den Corpora der Epistulae morales des jüngeren Seneca (1–65 n. Chr.) sowie der Epistulae des jüngeren Plinius (61–113/5 n. Chr.) sein. Primäres Augenmerk wird dabei auf der Sprache der Briefe mit ihrer brieftypischen aber auch frühkaiserzeitlichen Prägung liegen – gerade auch im Kontrast zu den Regeln der klassischen Prosa, die in der ebenfalls zum Modul Lat. Prosa 2 gehörenden Übung ‚Syntax und Semantik des klassischen Lateins‘ weiter eingeübt werden. Daneben soll jedoch auch der Frage nachgegangen werden, was eigentlich einen ‚literarischen‘ Brief ausmacht, und anhand der behandelten Beispiele überlegt werden, was die Briefform für einen literarischen Text leistet.

Textgrundlage für die Seneca-Briefe ist die Ausgabe L.D. Reynolds (Ed.): L. Annaei Senecae Ad Lucilium epistulae morales, 2 Bde., Oxford 1965; Für die Plinius-Briefe ist entweder die Ausgabe M. Schuster / R. Hanslik (Edd.): C. Plini Caecili Secundi Epistularum libri novem. Epistularum ad Traianum liber. Panegyricus, 3. Aufl. Leipzig 1958 oder R.A.B. Mynors (Ed.): C. Plini Caecili Secundi Epistularum libri decem, Oxford 1966 zu benutzen. Gute Einführungen in das Seminarthema finden sich beispielsweise bei M. Trapp: Greek and Latin Letters. An Anthology with Translation, Cambridge 2003, S. 1–47 (bes. S. 12–21) und H. Wulfram: Das römische Versepistelbuch. Eine Gattungsanalyse, Berlin 2008, S. 16–51 u. 412–441. Weitere Literaturhinweise folgen.

 

 

 

Prof. Dr. Marcus Deufert

  • Syntax und Semantik des klassischen Lateins (Modul Lateinische Prosa 2  04-015-1004, Di  13:15 - 14:45 Uhr, SG 327) Beginn: 05.04.22

In der Übung sollen die Teilnehmer*innen lernen, kürzere zusammenhängende deutsche Texte ins Lateinische zu übersetzen. Muster für den Wortschatz, die Idiomatik und die Syntax ist das klassische Latein Ciceros und Caesars. Zunächst sollen adaptiere Texte ins Lateinische übersetzt und dabei wichtige Kapitel der lateinischen Grammatik wiederholt werden. In der zweiten Hälfte sollen deutsche Caesar-Texte ins Lateinische rückübersetzt werden. Eine Rückübersetzung von Caesar wird auch Teil der Modul-Abschlussklausur sein.

Grundlegend: Rubenbauer/Hofmann/Heine: Lateinische Grammatik, Bamberg 1975; zur Ergänzung: H. Menge, M. Schauer, T. Burkard: Lehrbuch der lateinischen Syntax und Semantik, Darmstadt 2005.

Gemeinsame Modulvorbesprechung: 5. April, 13.15 Uhr.

 

apl. Prof. Dr. Peter Grossardt

  •  Lateinische  Grammatik 2 (Modul Lateinische Prosa 1:  04-015-1002,  Di 7:30 - 9:00 Uhr, S 113 bzw. 13:15 -14:45 Uhr, SG 215

Die lateinische Grammatikübung 2 baut auf Grammatik 1 auf und dient damit der Wiederholung der Formenlehre und der Syntax des einfachen Satzes. Hauptsächlicher Inhalt dieser Veranstaltung ist aber die Syntax des zusammengesetzten Satzes und damit die zahlreichen lateinischen Nebensätze. Dazu werden die Studierenden in wöchentlichen Hausaufgaben Texte aus dem Deutschen ins Lateinische übersetzen und zuletzt im Rahmen einer Komplexprüfung eine entsprechende Semesterklausur schreiben müssen. Zum Zweck der einfacheren Organisation ist der Kurs auf zwei Teilgruppen aufgeteilt. Die Studierenden sollen sich daher bereits bei der Moduleinschreibung für eine der beiden Gruppen entscheiden und dann den jeweiligen Kurs regelmäßig besuchen. Die erste Sitzung findet jeweils am 12. 4. statt. Soweit noch nicht erfolgt, ist die Anschaffung der Grammatik von Rubenbauer/Hofmann (H. Rubenbauer, J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet von R. Heine, Bamberg 1975 u.ö.) nun dringend empfohlen.

 

  • Lektüre, Das Thema der 'Coniuratio' in Texten der italienischen Renaissance  Do 9:15 - 10:45 Uhr, S 213

Sallusts 'Coniuratio Catilinae' zählte schon in den Jahrhunderten der römischen Kaiserzeit zu den klassischen Schultexten und blieb dies dann auch durch die Zeit des Mittelalters hindurch bis in die Neuzeit. Verstärkte Aktualität erhielt der Text aber im Italien des 15. Jh.s, als die unübersichtliche politische Lage mit den vielen Kleinstaaten und den häufigen Regierungswechseln zu einigen berühmt gewordenen Verschwörungen und politischen Attentaten führte. Dies wurde dann eben in verschiedenen lateinischen Traktaten reflektiert, die sich zu diesem Zweck an Sallusts klassischer Schrift orientierten. Wir wollen uns in diesem Kurs daher für eine kurze Phase zunächst mit Sallust selber beschäftigen und uns dann den verschiedenen Texten zuwenden, die im 15. Jh. entstanden. Dazu zählt vor allem das 'Coniurationis commentarium' des Angelo Poliziano (Florenz 1478), das in chronikartiger Form das berühmte Attentat der aristokratischen Familie der Pazzi gegen Lorenzo de' Medici und dessen Bruder Giuliano festhielt. Danach werden wir uns, soweit noch Zeit bleibt, der Lektüre weiterer Texte aus dieser Textgattung widmen wie der 'Porcaria coniuratio' des Leon Battista Alberti (Rom 1453) und der 'Commemoratio conspirationis' des Carlo Vanucio da San Giorgio (Ferrara 1469). Die Übung steht außerhalb des Modulprogramms und ist daher für alle Interessenten offen. Diese mögen sich bitte noch vor Semesterbeginn beim Dozenten melden, damit die Texte rechtzeitig verteilt werden können. Die erste Sitzung wird am 14. April stattfinden.

 

 

 

Allgemeiner Hinweis zu Modulwiederholungen bei Prof. Grossardt:

Studierende, die Übungen aus einem bestimmten Modul wiederholen möchten, weil sie die Prüfungsleistung noch nicht erbracht haben, sollen sich bitte vor Semesterbeginn bei ihm melden. Studierende, die einfach nur in persona in der ersten Stunde erscheinen, ohne sich vorher gemeldet zu haben, können nicht in die Kurse aufgenommen werden. Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Wiederholern kann es insbesondere in den Übungen der ersten beiden Semester geben, da dort die Kurse durch die neuen Studierenden jeweils schon gefüllt sind.

 

Übung: Lateinische Literatur und ihre (kultur)historischen Kontexte

Prof. Dr. M. Deufert / J. Schilling

Lateinische Literatur ist oft nicht leicht zu verstehen. Das hat viele Gründe, aber unter anderem auch den, dass uns die Welt heute fremd geworden ist, in der sie entstand. Vieles erscheint uns heute merkwürdig, was damals selbstverständlich war; viele Andeutungen, die damalige Leser*innen auf Anhieb kontextualisieren konnten, müssen wir erst mühsam enträtseln. Dabei ist es hilfreich, sich möglichst viel (kultur)historisches Wissen anzueignen und sich auf diese Weise, so gut es geht, in die Lage von damals hineinzuversetzen. In der Übung wollen wir gemeinsam solche für das Verständnis der römischen Literatur wichtige (kultur)historischen Kontexte erschließen. Hier kommen verschiedene Themenbereiche in Frage, zum Beispiel: römische Feste; römische Religion und Mythologie; römische Schule, Erziehung und Bildung; Familie, Sexualität und Geschlechtervorstellungen; Verfassung und gesellschaftliche Ordnung. Ziel der Übung ist, dass sich die Teilnehmenden zu kleineren Gruppen zusammenschließen, einzelne Themenbereiche aufarbeiten, in der Übung vorstellen und ihre Ergebnisse schließlich auf einer Moodle-Seite zusammentragen, so dass sie nachhaltig genutzt werden können.

Ein erstes Treffen findet statt am Freitag, 8. April, um 13. 30 Uhr, (GWZ 3 3.15). Geplant sind dann 3-4 weitere Blockveranstaltungen jeweils an Freitag Nachmittagen ab 13 Uhr sowie eine kleine Exkursion. Die Termine werden noch bekanntgegeben.

 

 

Arbeitsgruppentreffen: Römische Komikerfragmente

Prof. Dr. Marcus Deufert

Bei den „Römischen Komikerfragmenten“ handelt es sich um ein wissenschaftliches Projekt, das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wird. Ziel ist es, die Überreste der nicht handschriftlich, sondern nur in Form von Zitaten erhaltenen römischen Komödien in einer kritischen Gesamtausgabe neu zu sammeln. Viele dieser Zitate finden sich beispielsweise Cicero, die meisten bei römischen Gelehrten und Antiquaren wie Varro, Festus, Gellius und Nonius. Die Projektarbeit besteht darin, das eigentliche Fragment innerhalb des Zitierkontextes zu isolieren, textkritisch zu bearbeiten und zu erklären. Außerdem muss für die Fragment-Sammlung auch der Kontext des zitierenden Autors in dem Umfang mitediert werden, in dem er zum Verständnis des Fragmentes beiträgt. Die Arbeitsgruppe des Projekts trifft sich jeden Freitag, vor allem um Ergebnisse auszutauschen und Einzelprobleme zu besprechen. Studierende, sehr gerne auch aus den frühen Semestern, sind zu den Treffen der Arbeitsgruppe herzlich eingeladen, wenn sie erleben wollen, wie wissenschaftliches Arbeiten in der Praxis funktioniert: in all seiner zeitintensiven, oft mechanischen Zähigkeit, mit seinem vielen Pannen und Irrtümern und den gar nicht so seltenen kleinen Sternstunden.

Freitag, 9-13 Uhr, GWZ 3 3.15: Ein Kommen und Gehen ist jederzeit möglich.

 

 

Lektüre, Das Thema der 'Coniuratio' in Texten der italienischen Renaissance (Do 9.15 - 10.45 Uhr, SG 213)

apl. Prof. Dr. Peter Grossardt

 

Sallusts 'Coniuratio Catilinae' zählte schon in den Jahrhunderten der römischen Kaiserzeit zu den klassischen Schultexten und blieb dies dann auch durch die Zeit des Mittelalters hindurch bis in die Neuzeit. Verstärkte Aktualität erhielt der Text aber im Italien des 15. Jh.s, als die unübersichtliche politische Lage mit den vielen Kleinstaaten und den häufigen Regierungswechseln zu einigen berühmt gewordenen Verschwörungen und politischen Attentaten führte. Dies wurde dann eben in verschiedenen lateinischen Traktaten reflektiert, die sich zu diesem Zweck an Sallusts klassischer Schrift orientierten. Wir wollen uns in diesem Kurs daher für eine kurze Phase zunächst mit Sallust selber beschäftigen und uns dann den verschiedenen Texten zuwenden, die im 15. Jh. entstanden. Dazu zählt vor allem das 'Coniurationis commentarium' des Angelo Poliziano (Florenz 1478), das in chronikartiger Form das berühmte Attentat der aristokratischen Familie der Pazzi gegen Lorenzo de' Medici und dessen Bruder Giuliano festhielt. Danach werden wir uns, soweit noch Zeit bleibt, der Lektüre weiterer Texte aus dieser Textgattung widmen wie der 'Porcaria coniuratio' des Leon Battista Alberti (Rom 1453) und der 'Commemoratio conspirationis' des Carlo Vanucio da San Giorgio (Ferrara 1469). Die Übung steht außerhalb des Modulprogramms und ist daher für alle Interessenten offen. Diese mögen sich bitte noch vor Semesterbeginn beim Dozenten melden, damit die Texte rechtzeitig verteilt werden können. Die erste Sitzung wird am 14. April stattfinden.

Donnerstag, 9:15 - 10:45 Uhr, SG 213

 

 

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