Auf dieser Seite finden Sie Kommentare zu den aktuellen Vorlesungen, Seminaren, Übungen und Zusatzveranstaltungen der Latinistik- und Gräzistiklehrveranstaltungen.

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen der Gräzistik

  • Andreas Heinichen

Griechische Komödie

Modul 04-015-1007 Hellenistik Ib: Schwerpunkt Dichtung

Montag 17.15 - 18.45 Uhr, GWZ 3.315

 

Von der schonungslosen politischen Satire der Alten Komödie, in der der abgemagerte Scharlatan Sokrates in einem Korb über der Bühne schwebt, der mächtige Kleon zum gierigen Lederhändler degradiert wird und der Tragödiendichter Euripides als Fachmann für Bettler-Requisiten fungiert – all dies vor tausenden Zuschauern bei den Dionysien, wo obszöne Witze und hochpoetische Chorlieder zusammentreffen –, über die Mittlere Komödie mit ihrer zunehmenden Abkehr von politischer Invektive, bis hin zur Neuen Komödie eines Menander, die statt Staatsaffären und phantastischer Utopien lieber mürrische Väter, verliebte Söhne und gefundene Findelkinder auf die Bühne bringt: Die griechische Komödie durchläuft vom 5. bis zum 3. Jahrhundert v. Chr. eine interessante Entwicklung von den derbsten öffentlichen Verspottungen der Alten Komödie, in der zeitgenössische Politiker, Philosophen und Dichter ins Kreuzfeuer genommen werden, hin zu Stücken, die sich immer stärker auf den Alltag, soziale Rollen und zwischenmenschliche Konflikte konzentrieren. Im Seminar werden wir ausgewählte Komödien des Aristophanes in Auszügen lesen, dabei auf seine fragmentarisch überlieferten Konkurrenten (u.a. Kratinos, Eupolis, Telekleides) blicken und die Transformation der Gattung bis zu Menander verfolgen. Dabei werden sowohl die formalen Strukturelemente (Parabase, Agon, Chorpartien) als auch die inhaltlichen Schwerpunkte (politische Satire, Literatur- und Philosophiekritik, Typenkomödie) im Zentrum stehen. 

 

Einführende Literatur:

  • K. Dover, Aristophanic Comedy, Berkeley 1972.

  • M. Farmer/J. Lefkowitz (Hgg.), A Companion to Aristophanes, Hoboken, NJ 2024.

  • T. Fuhrer/M. Hose, Das antike Drama, München 2017.

  • M. Revermann (Hg.), The Cambridge Companion to Greek Comedy, Cambridge 2014.

  • B. Seidensticker, Das antike Theater, München 2010.
  • I. Storey/A. Allan (Hgg.), A Guide to Ancient Greek Drama, Malden/Oxford 22013.
  • P. von Möllendorff, Aristophanes, Olms 2002.

  • B. Zimmermann, Die griechische Komödie, Frankfurt a.M. 2006.

 

Kommentare zu den Lehrveranstaltungen der Latinistik

  • PD Dr. Ute Tischer

                    Vorlesung  Römische Literaturgeschichte von den Anfängen bis Ovid

                    Dienstag   11.15 - 12.45 Uhr,  HS 20

     

Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Entwicklung der lateinischen Literatur von den Anfängen im 3. Jahrhundert v.Chr. bis zur Augusteischen Klassik. In diesen etwa 250 Jahren entfaltete sich die Literatur der Römer zunächst entlang griechischer Modelle zu eigenständigen Formen und Themen und Latein wurde zu einer Literatursprache. Die literaturwissenschaftlichen Kategorien Gattung, Epoche und Kontext werden als methodische Instrumente eingeführt und eine Reihe exemplarisch ausgewählter Autoren und Texte illustriert die geistigen und historischen Bedingungen, unter denen sich Literatur in Rom entwickelt hat. 

 

Einführung: 

Baier, T. (2010): Geschichte der römischen Literatur. München.

 

 

 

 

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  • Modul Lateinische Prosa 1  04-015-1002

Cicero, De re publica   (Prof. P. Grossardt)

Ciceros berühmte Schrift 'De re publica' steht in enger Verbindung mit seinem Dialog 'Laelius de amicitia': Spielt der 'Laelius' wenige Tage nach dem plötzlichen Tod des Scipio Africanus Minor im Jahre 129 v. Chr., so ist das Handlungsdatum von 'De re publica' der Zeitpunkt wenige Tage vor seinem Tod an den Feriae Latinae desselben Jahres. Dementsprechend ist in diesem Dialog noch Scipio selbst der hauptsächliche Sprecher in der Diskussion über den besten Staat und berichtet zuletzt in einer berühmten Passage von seiner im Traum erfolgten Begegnung mit seinem Großvater Scipio Africanus Maior. Wir wollen in diesem Proseminar also versuchen, möglichst viel aus diesem Text im Original durchzuarbeiten. Daneben werden die Studierenden aber auch die Gelegenheit erhalten, bestimmte Themen, die in Verbindung mit 'De re publica' stehen, in Gruppenreferaten zu vertiefen. Empfohlene Texte sind derjenige von K. Ziegler (7. Auflage, Leipzig 1969 u.ö.) oder der von J. G. F. Powell (Oxford 2006). Die erste Sitzung findet am 15. 4. statt.

 

  • Modul Stilistik des Lateinischen 04-057-2011  (Prof. P. Grossardt)

Nach Wiedereinführung der deutsch-lateinischen Stilübungen auf Hauptstudiumsstufe in den modularisierten Studiengängen wird dieser Kurs nun der Weiterentwicklung der in 'Syntax und Semantik des klassischen Lateins' erworbenen Sprachkompetenz dienen, wobei neben den Grundregeln der Formenlehre und der Syntax zunehmend die Stilistik in den Vordergrund treten soll. Zu diesem Zweck werden die Studierenden in häuslichen Arbeiten Texte vorwiegend von Cicero aus dem Deutschen ins Lateinische zurückübersetzen und sich in der zweiten Semesterhälfte in einer Reihe von Testklausuren auf die schließliche Semesterprüfung vorbereiten. Da wir die erste Sitzung, die am 13. 4. stattfindet, gleich mit praktischen Übungen beginnen, sollen die Studierenden bereits für diese Stunde ein Wörterbuch und eine Schulgrammatik (z.B. diejenige von Rubenbauer) mitbringen. Für den weiteren Verlauf des Semesters ist der 'Neue Menge' (Hermann Menge, Lehrbuch der lateinischen Syntax und Semantik, völlig neu bearbeitet von Thorsten Burkard und Markus Schauer, Darmstadt 2000 u.ö.) zur Anschaffung empfohlen.

 

  • Ergänzungskurs zur lateinischen Stilistik, (Prof. P. Grossardt)

Übung außerhalb des Modulprogramms, aber angeschlossen an das Modul 'Stilistik des Lateinischen'

In Ergänzung zum Pflichtkurs 'Stilistik des Lateinischen' wird es auch dieses Jahr einen daran angeschlossenen Stützkurs geben. Ziel dieses Kurses ist es aber nicht, die Texte aus dem Pflichtkurs zu wiederholen, sondern mit anderen Texten weitere Übungsgelegenheit zu bieten. Diese Texte werden voraussichtlich aus dem Bereich der Tierfabeln und anderen einfachen Erzählformen gewählt werden. Ebenfalls anders als im Hauptkurs ist der Arbeitsmodus, da es in der Regel keine Hausaufgaben geben wird, sondern meist direkt in der Stunde an den Texten gearbeitet wird. Der Kurs ist damit auch offen für Studierende, die nicht in das genannte Modul eingeschrieben sind, aber ihr aktives Latein verbessern wollen, also insbesondere für Studierende aus dem sechsten Semester, die die Lücke zwischen 'Syntax und Semantik' und 'Stilistik' überbrücken möchten. Die erste Stunde wird am 16. 4. stattfinden. Interessenten für diesen Kurs wollen sich daher bitte spätestens in der ersten Semesterwoche beim Dozenten anmelden und zur ersten Sitzung die gewöhnlichen Hilfsmittel wie ein Wörterbuch und eine Grammatik mitbringen.

 

Allgemeiner Hinweis zu Modulwiederholungen (Prof.Grossardt):

Studierende, die Übungen aus einem bestimmten Modul wiederholen möchten, weil sie die Prüfungsleistung noch nicht erbracht haben, sollen sich bitte vor Semesterbeginn bei mir melden. Studierende, die einfach nur in persona in der ersten Stunde erscheinen, ohne sich vorher gemeldet zu haben, können nicht in die Kurse aufgenommen werden. Schwierigkeiten bei der Aufnahme von Wiederholern kann es insbesondere in den Übungen der ersten beiden Semester geben, da dort die Kurse durch die neuen Studierenden jeweils schon gefüllt sind.

 

  • Modul Kanon und Kommentar 04-KLA-0301  (Dr. V. Graf)

    Seminar “Höhepunkte der römischen Geschichtsschreibung”

 

Die Vertreibung der Könige, die Alpenüberquerung Hannibals, die Verschwörung des Catilina, der Brand Roms, der Bau des Kolosseum, die exzentrische Herrschaft des Elagabal, die verheerende Schlacht von Adrianopel, die Plünderung Roms durch die Goten – in den Schriften der lateinischen Historiker finden sich zahlreiche berühmte Erzählungen, die über Jahrhunderte gelesen wurden und noch heute unser Bild von Aufstieg und Fall des römischen Reiches prägen. In diesem Seminar werden wir ausgewählte Stellen aus den prominentesten Geschichtswerken lesen, von den fragmentarischen Anfängen bis in die Spätantike. Das Ziel besteht darin, einen Eindruck von der stilistischen, erzählerischen und ideologischen Vielfalt der römischen Geschichtsschreibung zu gewinnen. – Das Seminar steht allen offen, die Interesse an der römischen Geschichtsschreibung haben oder ihre lateinische Sprachkompetenz verbessern wollen. Sie sind herzlich eingeladen, Vorschläge zur Seminargestaltung zu machen.

 

Literatur:

A. Feldherr (Hg.), The Cambridge Companion to the Roman Historians, Cambridge 2010.

D. Flach, Römische Geschichtsschreibung, Darmstadt 42012.

D.M. Gwynn, The Roman Republic. A Very Short Introduction, Oxford 2012.

C. Kelly, The Roman Empire. A Very Short Introduction, Oxford 2006.

J. Marincola (Hg.), A Companion to Greek and Roman Historiography, 2 Bände, Malden (MA) 2010.

 

  • Modul Lateinische Prosa 1  04-015-1002

    Lateinische Grammatik II  (Prof. P. Grossardt)

Die lateinische Grammatikübung 2 baut auf Grammatik 1 auf und dient damit der Wiederholung der Formenlehre und der Syntax des einfachen Satzes. Hauptsächlicher Inhalt dieser Veranstaltung ist aber die Syntax des zusammengesetzten Satzes und damit die zahlreichen lateinischen Nebensätze. Dazu werden die Studierenden in wöchentlichen Hausaufgaben Texte aus dem Deutschen ins Lateinische übersetzen und zuletzt im Rahmen einer Komplexprüfung eine entsprechende Semesterklausur schreiben müssen. Zum Zweck der einfacheren Organisation ist der Kurs auf zwei Teilgruppen aufgeteilt. Die Studierenden sollen sich daher bereits bei der Moduleinschreibung für eine der beiden Gruppen entscheiden und dann den jeweiligen Kurs regelmäßig besuchen. Die erste Sitzung findet jeweils am 14. 4. statt. Soweit noch nicht erfolgt, ist die Anschaffung der Grammatik von Rubenbauer/Hofmann (H. Rubenbauer, J. B. Hofmann, Lateinische Grammatik, neubearbeitet von R. Heine, Bamberg 1975 u.ö.) nun dringend empfohlen.

 

  • Modul Lateinische Prosa II (Dr. J. Schollmeyer)

                    Syntax und Semantik des klassischen Latein

Der Kurs baut auf den Übungen zur lateinischen Grammatik 1 und 2 auf und dient dem Zweck, Ihre bereits erworbenen Kenntnisse der Syntax und Semantik zu vertiefen. Hierfür werden Sie in wöchentlichen Hausaufgaben Texte vorwiegend aus Caesar aus dem Deutschen ins Lateinische übersetzen. Im Kurs werden wir dann die Fragen und Probleme, die sich Ihnen bei der Übersetzung stellen, eingehend besprechen. Weitere Details folgen in der ersten Sitzung

  • Lektüre, Notker Balbulus, Gesta Karoli Magni Imperatoris      

    Übung außerhalb des Modulprogramms

    (Do 9.15 - 10.45 Uhr, GWZ 3.315   Prof. P. Grossardt)

    Karl der Große wurde früh schon zum Gegenstand literarischer Werke. Während aber sein jüngerer Zeitgenosse Einhard eine klassische Biographie in der Tradition der römischen Kaiserbiographien Suetons verfasste, ging der zwei Generationen jüngere Notker Balbulus, ein gelehrter Mönch aus St. Gallen, einen anderen Weg und stellte Karl in einer Reihe von lebendigen Anekdoten dar, die die persönliche Ausstrahlung des Kaisers zeigen sollten. Wir wollen also in diesem Semester versuchen, möglichst viele dieser Anekdoten gemeinsam durchzuarbeiten, insbesondere solche, die der Kulturpolitik und den Schulvisitationen Karls gewidmet sind und so anhaltende Spuren in der modernen Schulwelt bzw. deren Lesebüchern hinterlassen haben. Die Texte werden vom Dozenten zur Verfügung gestellt. Damit sie aber rechtzeitig verteilt werden können, sind die Interessenten gebeten, sich bis zum Semesteranfang beim Dozenten zu melden. Neben den Fachstudenten der Lateinischen Philologie sind zu dieser Übung auch Studierende und Promovenden anderer Fachrichtungen eingeladen, insbesondere solche der mittelalterlichen Geschichte und der Altgermanistik, auf die entsprechende Rücksicht genommen wird. Die erste Sitzung wird am 16. 4. stattfinden.

     

  • Ergänzungskurs zur lateinischen Stilistik, 

    (Do 15.15 - 16.45 Uhr, GWZ 3.315    Prof. P. Grossardt)

Übung außerhalb des Modulprogramms, aber angeschlossen an das Modul 'Stilistik des Lateinischen'

In Ergänzung zum Pflichtkurs 'Stilistik des Lateinischen' wird es auch dieses Jahr einen daran angeschlossenen Stützkurs geben. Ziel dieses Kurses ist es aber nicht, die Texte aus dem Pflichtkurs zu wiederholen, sondern mit anderen Texten weitere Übungsgelegenheit zu bieten. Diese Texte werden voraussichtlich aus dem Bereich der Tierfabeln und anderen einfachen Erzählformen gewählt werden. Ebenfalls anders als im Hauptkurs ist der Arbeitsmodus, da es in der Regel keine Hausaufgaben geben wird, sondern meist direkt in der Stunde an den Texten gearbeitet wird. Der Kurs ist damit auch offen für Studierende, die nicht in das genannte Modul eingeschrieben sind, aber ihr aktives Latein verbessern wollen, also insbesondere für Studierende aus dem sechsten Semester, die die Lücke zwischen 'Syntax und Semantik' und 'Stilistik' überbrücken möchten. Die erste Stunde wird am 16. 4. stattfinden. Interessenten für diesen Kurs wollen sich daher bitte spätestens in der ersten Semesterwoche beim Dozenten anmelden und zur ersten Sitzung die gewöhnlichen Hilfsmittel wie ein Wörterbuch und eine Grammatik mitbringen.

 

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