Im Bachelor sind zwei Sprachmodule zu belegen: Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache (Pflichtbereich) und Verkehrssprache (fachnahe Schlüsselqualifikation). Über die Modalitäten beider Module geben wir Ihnen hier weitere Informationen.

Arrangement von Schriftzeichen
Vielfalt der Schriftzeichen in den Schriftsystemen der Welt, Foto: Colourbox

Zum Wintersemester 2022/23 erhalten die Sprachmodule neue Bezeichnungen. Das Modul 04-006-1005 Sprachpraxis erhält den Namen Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache. Damit verbunden ist auch eine Einschränkung der Sprachenwahl gemäß Modultitel. Der Bereich Sprachkompetenz erhält zukünftig die Bezeichnung Verkehrssprache. Sprachmodule, die bis einschließlich Sommersemester 2022 erfolgreich absolviert wurden, können noch nach den Vorgaben der vor dem WS 2022/23 gültigen Regeln angerechnet werden.

Mögliche Sprachmodule

Prinzipiell können wir nur universitäre Sprachmodule anrechnen, die einen Umfang von (mindestens) zehn Leistungspunkten haben. An der Universität Leipzig gibt es hierzu ein attraktives Angebot. Kurse des Spracheninstituts e. V. können wir nicht berücksichtigen, da die Kurse keinen Status als reguläre Universitätsmodule mit Modulprüfung und ausgewiesenen Leistungspunkten haben. Das Modul Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprachen bieten wir unregelmäßig auch als Modul am Institut für Linguistik an. Näheres entnehmen Sie bitte dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis. In den Semestern, in denen das Modul nicht institutsseitig angeboten wird, können Sie ein Sprachmodul im Umfang von zehn Leistungspunkten aus dem Angebot des Sprachenzentrums oder dem Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften wählen. Für den Bereich Verkehrssprache können Sie ein Sprachmodul mit zehn Leistungspunkten aus dem Angebot des Sprachenzentrums oder dem Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften wählen. Sie können sich ein Sprachmodul nicht parallel für zwei Bereiche anrechnen lassen (z. B. als Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache und als Wahlbereichsmodul).


Wahl der Sprachen

Sprechen Sie die Wahl der Sprachen mit der Modulverantwortlichen Prof. Barbara Stiebels ab.

Verkehrssprache: Geeignet sind hier Module zu Sprachen, die als Verkehrssprache in der Region fungieren, in der Sie eventuell später (Feld-)Forschung betreiben möchten. Wer etwa Forschungsinteressen in Sibirien hat, sollte Russisch wählen; bei Forschungsinteressen in Bolivien ist Spanisch sinnvoll. Neben den großen europäischen Verkehrssprachen können Sie auch eine außereuropäische Verkehrssprache (wie Chinesisch, Arabisch, Swahili, Indonesisch) wählen. Möglich sind aber auch „kleinere“ europäische Sprachen, sofern sie eine Brückenfunktion zu einer Minderheitensprache haben (wie z. B. Norwegisch für Samisch).

Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache: Wenn das Modul 04-006-1005 nicht vom Institut für Linguistik angeboten wird, sollten Sie vorzugsweise eine nicht-indoeuropäische Sprache wählen, damit Sie sich mit einer Sprache auseinandersetzen, die sich mehr oder weniger strukturell von den bekannten europäischen Sprachen unterscheidet. Sie können jedoch auch eine außereuropäische indoeuropäische Sprache wählen (z. B. Hindi). Einschlägig aus dem Angebot der Universität Leipzig sind Module zu Baskisch, Hausa, Swahili, Arabisch, Chinesisch, Tibetisch, Mongolisch, Akkadisch, Sumerisch, Ugaritisch, Ägyptisch/Koptisch, Hethitisch, Hindi oder Sanskrit. Teilweise bieten die Philologien und Regionalwissenschaften auch Kurse zu anderen nicht-indoeuropäischen Sprachen an. Informieren Sie sich bitte auf deren Webseiten.

Fortsetzungsmodule des Wahlpflichtmoduls Hausa 1 können Sie sich ebenfalls als nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache beziehungsweise Verkehrssprache anrechnen lassen, Fortsetzungsmodule des Wahlpflichtmoduls Russisch 1 als Verkehrssprache.


Beschränkungen bezüglich der Sprachen

Wichtig: Sie können weder für den Bereich Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache noch für den Bereich Verkehrssprache Sprachen wählen, die Ihnen gemäß Paragraph 2 der Studienordnung zur Erfüllung der Zugangsbedingungen angerechnet wurden. Ebenso müssen Sie für beide Bereiche unterschiedliche Sprachen wählen. Dies sollten sinnvollerweise Sprachen sein, die Sie bislang gar nicht oder nur rudimentär beherrschen.


Einschreibung und Anerkennung der Module

Sofern Sie ein Sprachmodul aus dem Angebot des Sprachenzentrums oder dem Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften wählen, schreiben Sie sich dort entsprechend ein. Nach erfolgreichem Besuch der beiden Module lassen Sie sich die Module von der Modulverantwortlichen anerkennen. Legen Sie dazu einen Ausdruck Ihres Notenspiegels aus dem Studienportal Almaweb vor. Bitte streben Sie die Anerkennung erst an, wenn beide Module absolviert wurden. In der Regel ist eine Anrechnung erst gegen Studienende erforderlich. Sollte das Modul Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache am Institut für Linguistik angeboten werden, schreiben Sie sich dort ein. In diesem Fall ist keine Anerkennung für das Modul erforderlich. Auf Wunsch können Sie von der Modulbeauftragten eine Bescheinigung erhalten, welche Sprache(n) Sie in den Sprachmodulen belegt haben (sofern dies im Transcript of Records nicht ausgewiesen wird).


Kein Wechsel bereits anerkannter Module

Ein Wechsel bei bereits anerkannten Modulen ist nicht möglich. Beispiel: Wenn Sie das Modul Nicht-indoeuropäische/außereuropäische Sprache belegt und erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie sich nicht nachträglich ein anderes Modul (beispielsweise zur Notenverbesserung) ersatzweise anrechnen lassen. Sollten Sie es versäumen, sich von der Prüfung zu diesem Modul abzumelden und nicht an der Prüfung teilnehmen oder die Prüfung nicht erfolgreich abschließen, so gilt auch hier die Regelung, dass Sie die Prüfung spätestens innerhalb eines Jahres wiederholen müssen. Dies gilt auch für den Abschluss eines alternativ gewählten Moduls.

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