Personenprofil
Kurzprofil
Ich bin Professorin für British Cultural Studies an der Universität Leipzig. Zu meinen Forschungsschwerpunkten in der anglistischen Kultur- und Literaturwissenschaft gehören: Economic Criticism, Migrationskultur und -literatur (insbesondere die polnische Migration nach Großbritannien und Irland), weibliche Beiträge zur (ökonomischen) Wissensgeschichte, der Brexit aus kultur- und literaturwissenschaftlicher Sicht sowie die Psychotherapie in Kultur, Literatur und Medien. Aktuell bin ich Ko-Leiterin des von der DFG geförderten wissenschaftlichen Netzwerks "Methodologies of Economic Criticism".
Meine Promotion erfolgte 2010 an der Universität Passau und die Habilitation 2020 an der Universität Düsseldorf. Von 2016 bis 2025 war ich Juniorprofessorin für Anglophone Literatur, Kultur und Medienwissenschaft an der Universität Gießen. Vertretungs- und Gastprofessuren führten mich u.a. an die LMU München, die Universität Wien sowie an Universitäten in Schottland, Polen und die USA.
Berufliche Laufbahn
- seit 10/2025
Professorin für British Cultural Studies, Universität Leipzig - seit 03/2009
Lehr- und Forschungsaufenthalte im Ausland: University of Stirling, Université de Strasbourg, University of Puget Sound (USA), University of Lodz (Polen), Institute for Advanced Studies in the Humanities at the University of Edinburgh, Edinburgh Napier University - 04/2025 - 09/2025
Außerplanmäßige Professorin am Institut für Anglistik der Justus-Liebig-Universität Gießen - 04/2024 - 03/2025
Vertretungsprofessorin für British Cultural Studies, Universität Leipzig - 03/2023 - 07/2023
Käthe-Leichter-Gastprofessorin am Institut für Anglistik und Amerikanistik, Universität Wien - 04/2021 - 09/2022
Vertretungsprofessorin für Englische Literaturwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München - 04/2016 - 03/2025
Juniorprofessorin für Anglophone Literatur, Kultur und Medienwissenschaft, Justus-Liebig-Universität Gießen - 04/2006 - 03/2016
Wissenschaftliche Mitarbeiterin und Akademische Rätin a.Z. am Lehrstuhl für Englische Literatur und Kultur, Universität Passau
Ausbildung
- 11/2020
Habilitation in Englischer Literatur- und Kulturwissenschaft, Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf - 12/2010
Promotion in Englischer Literaturwissenschaft, Universität Passau - 11/1999 - 12/2005
Studium der Sprachen-, Wirtschafts- und Kulturraumstudien (Diplom) mit Schwerpunkt Anglistik an der Universität Passau (gefördert von der Studienstiftung des Deutschen Volkes) - 01/2005 - 06/2005
Auslandsstudium an der University of Leeds, England - 09/2001 - 05/2022
Auslandsstudium an der Université Laval, Québec, Kanada
Mein grundsätzliches Forschungsinteresse gilt den britischen und anglophonen Kulturen, Medien und Literaturen vom 18. bis 21. Jahrhundert sowie der Kultur- und Literaturtheorie. Zu meinen speziellen Forschungsschwerpunkten gehören:
- Economic Criticism, also die vielfältigen und historisch variablen Schnittstellen zwischen der Ökonomie, Kultur und Literatur. Dazu leite ich aktuell gemeinsam mit Kolleginnen aus Bielefeld und Magdeburg ein DFG Projekt: www.economic-criticism.de
- 'Vergessene' Beiträge von Frauen zur Wissensgeschichte, Kultur und Literatur. Dies war der Fokus meiner zweiten Monografie, Women's Economic Thought in the Romantic Age (Routledge, 2021, open access), in der ich durch einen transdisziplinären Ansatz aufzeigen konnte, dass englische Autorinnen um 1800 wesentliche Beiträge zum ökonomischen Wissen geleistet haben. Ich interessiere mich außerdem für die Autorin Cicely Hamilton.
- Migrationsstudien, insbesondere polnische Migrationskultur und -literatur in Großbritannien und Irland.
- Brexit und Affektive Polarisierung in Kultur, Literatur und Medien
- Psychotherapie in Kultur, Literatur und Medien
- Zeitgenössische anglophone Erzälliteratur. Dazu verfasste ich meine erste Monografie, Seaing through the Past (Rodopi, 2011), die den Zusammenhang zwischen der Meeresmetaphorik in anglophonen Romanen und einem postmodernen Geschichtsverständnis untersuchte.
- Details ansehenMethoden ökonomischer KritikRostek, JoannaLaufzeit: 03.2021 – laufendMittelgeber: DFG Deutsche ForschungsgemeinschaftBeteiligte Organisationseinheiten der UL: British Cultural Studies
- Details ansehenRostek, J.The Good Pole in an Ailing Britain: An Imagological Approach to Polish Migration in British LiteratureIn: Bowers, M. A.; Dew, B. (Hrsg.)Polish Culture in Britain: Literature and History, 1772 to the Present. London: Palgrave/Springer. 2023. S. 237–258.
- Details ansehenFéaux de la Croix, J.; Norum, R.; Rostek, J.The Value of Co-Authorship Must Be Recognised outside the SciencesTimes Higher Education. 2025.
- Details ansehenRostek, J.Women’s Economic Thought in the Romantic Age: Towards a Transdisciplinary Herstory of Economic ThoughtLondon: Routledge. 2021.
- Details ansehenRostek, J.The Aesthetics and Politics of Psychotherapy: Literary, Cultural, and Media Perspectives on "Healing the Soul"Zeitschrift für Anglistik und Amerikanistik. 2024. 72 (2). S. 113–126.
- Details ansehenRostek, J.; Sedlmayr, G.Grayson Perry’s Brexit Vases as National Psychotherapy: Feelings (and) MatterIn: Jacobi, J.; Pankratz, A. (Hrsg.)Mentalities and Materialities. Würzburg: Königshausen & Neumann. 2021. S. 129–148.ISBN: 978-3-8260-7464-6
- Publikationspreis: Agarwal Book PrizeDetails ansehenRostek, Joanna (British Cultural Studies)verliehen in 2023 durch International Association for Feminist Economics.
- Publikationspreis: Habilitationspreis des Deutschen AnglistikverbandesDetails ansehenRostek, Joanna (British Cultural Studies)verliehen in 2022 durch Deutscher Anglistikverband.
- Publikationspreis: Dissertationspreis des Deutschen AnglistikverbandesDetails ansehenRostek, Joanna (British Cultural Studies)verliehen in 2012 durch Deutscher Anglistikverband.
In meiner Lehre zu einem breit gefächerten Themenspektrum geht es erstens darum, handfestes Wissen über die Kultur und Geschichte Großbritanniens und der anglophonen, teils postkolonial geprägten Welt zu vermitteln. Zweitens geht es um Methoden und Theorien: Studierende erlernen, wie man Hoch-, Populär- und Alltagskultur sowie kollektive Prozesse und deren Darstellungen aus einem bestimmten analytischen Blick betrachtet. In letzter Instanz – und das haben die British Cultural Studies mit vielen anderen Geisteswissenschaften gemein – geht es in allen Kursen um die Vermittlung und das Einüben grundlegender kognitiver und interpersoneller Kompetenzen, die über das reine Fachwissen hinausgehen. Dazu gehören beispielsweise kritisches, unkonventionelles und kreatives Denken, ein tiefes Verständnis von Kommunikationsprozessen, interkulturelle Kompetenzen sowie die Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und abzuwägen.