Dr. Nadine Menzel

Dr. Nadine Menzel

Wiss. Mitarbeiterin

Slawische Literaturwiss. u. Kulturgeschichte/Schwerpkt. Ostslawisch
Geisteswissenschaftliches Zentrum
Beethovenstraße 15, Raum 4401
04107 Leipzig

Telefon: +49 341 97-37455

Kurzprofil

Nadine Menzel ist seit Januar 2010 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Slawische Literaturwissenschaft und Kulturgeschichte (Schwerpunkt Ostslavistik) am Institut für Slavistik. Nach einem Magisterstudium der Ostslavistik und Anglistik an den Universitäten Leipzig und Manchester (GBR) promovierte sie im Jahr 2015 zum Thema Reiseliteratur. Zu den Lehrgebieten zählen die ostslawischen Literaturen (i. e. russische, ukrainische und belarusische Literatur), russische bildende Kunst vom 19. bis zum 21. Jh. sowie Literaturtheorie. Das aktuelle Forschungsvorhaben widmet sich im Rahmen der Cultural and Literary Animal Studies der Untersuchung des Mensch-Tier-Verhältnisses in der russischen, ukrainischen und belarusischen Literatur vom 19. Jh. bis heute.

Berufliche Laufbahn

  • seit 10/2019
    Gleichstellungsbeauftragte (Fakultätsratsmitglied) der Philologischen Fakultät der Universität Leipzig
  • seit 01/2010
    Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Slawische Literaturwissenschaft und Kulturgeschichte (Schwerpunkt Ostslavistik) am Institut für Slavistik der Universität Leipzig
  • 10/2009 - 12/2009
    Wissenschaftliche Hilfskraft am Institut für Slavistik der Universität Leipzig (Lehrstuhl Prof. Dr. Birgit Harreß)

Ausbildung

  • 12/2015
    Promotion am Institut für Slavistik, Universität Leipzig (summa cum laude)
  • 03/2012 - 09/2014
    Hochschuldidaktische Weiterbildungen und Erwerb des "Sächsischen Hochschuldidaktik-Zertifikats" am HDS (10/2014)
  • 10/2002 - 03/2009
    Studium Ostslavistik/Anglistik Universität Leipzig und University of Manchester (Magister Artium)

Im Fokus der Arbeit steht die Erforschung der Darstellung kultureller Praktiken (Reisen) und der Beziehungen weltlicher Kreaturen zueinander (Cultural and Literary Animal Studies/CLAS) in den Literaturen der östlichen Slavia (Russland, Ukraine, Belarus). Eine wesentliche Rolle in der Textanalyse spielt die Annahme, dass die im literarischen Werk angelegte Welt für die Figuren existentielle Grenzen und Möglichkeiten aufweist, deren Erkundung u. a. Aufschluss über Werk- und Figurenkonzeption gibt. Vor diesem Hintergrund sollen die ostslawischen Literaturen auf die Darstellung der Beziehung des Menschen zu tierlichen Geschöpfen befragt und Spezifika herausgestellt werden.

  • Menzel, N.
    Nach Moskau und zurück. Die Reiseschriften von Ethel Snowden, Sylvia Pankhurst und Clare Sheridan über das postrevolutionäre Russland im Jahr 1920
    Wien, Köln, Weimar: Böhlau. 2018
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  • Menzel, N.
    Von sprechenden Pferden und denkenden Hunden. Anthropomorphe Figuren in der russischen Literatur
    In: Khrushcheva, D.; Schwindt, M.; Zabirko, O. (Hrsg.)
    Figurationen des Ostens. Zwischen Literatur, Philosophie und Politik. Berlin: Frank & Timme. 2022. S. 189-208
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  • Strauch, C.-D.; Menzel, N. (Hrsg.)
    Wanderjahre in Literatur und Leben: Ontologien des Wandel(n)s
    Berlin: Peter Lang. 2022
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  • Menzel, N.
    Metaphorische und andere Wandlungen in Tanja Maljarčuks Erzählband "Von Hasen und anderen Europäern"
    Wanderjahre in Literatur und Leben: Ontologien des Wandel(n)s . Berlin: Peter Lang. 2022. S. 85-100
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  • Menzel, N.
    Sokov, Leonid Petrovič
    In: Beyer, A. (Hrsg.)
    De Gruyter Allgemeines Künstlerlexikon. Berlin: De Gruyter. 2019.
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weitere Publikationen

  • Außercurriculare Veranstaltungsreihe
    Zeitgenössische Literatur, Kunst und Kultur in Belarus. Künstlerische Positionen zwischen Aufbruch und Rückzug
    Slawische Literaturwiss. u. Kulturgeschichte/Schwerpkt. Ostslawisch
    Veranstalter_in: Menzel, Nadine; Weller, Nina
    27.06.2021 - 15.07.2021
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weitere Veranstaltungen

Lehrschwerpunkt liegt auf der Vermittlung von literatur- und kulturwissenschaftlichen Analyseinstrumentarien und Interpretationsansätzen sowie kulturhistorischen Zusammenhängen in der östlichen Slavia. Im Sinne einer (hochschul)didaktisch wertvollen Lehre sind die Seminare und Übungen Lerner:innen-orientiert und interaktiv konzipiert. Ziel ist es, die Studierenden mit einschlägigen Methoden und ausgewählten Fragestellungen der slawischen Literatur- und Kulturwissenschaft vertraut zu machen und die eigenständige praktische Anwendung von Theorien in der Interpretation zu befördern.

  • Russische bildende Kunst, 1860-1980 (Seminar)

    Ausgehend vom Realismus der Peredvižniki werden in der Veranstaltung auf Grundlage ausgewählter Bildbeispiele und Sekundärliteratur die Avantgarde, die Revolutionskunst und die offizielle und inoffizielle Kunst des SozRealismus untersucht und Paradigmenwechsel anhand von kulturpolitischen Dokumenten nachvollzogen. Ein chronologischer Exkurs in die altrussische Kunst (Ikonenmalerei, Lubki) macht bestehende Traditionslinien kenntlich und verständlich.

  • Analyse und Interpretation literarischer Texte (Übung)

    Die wiederkehrende Übung dient der Erarbeitung von literaturwissenschaftlichen Grundlagen und der Anwendung von Begriffen, Theorien und Methoden. Anhand von ausgewählten Werken der russischen Literatur (alternierend des Sentimentalismus', der Romantik, des (Sozialistischen) Realismus') werden gattungstypische Eigenschaften gefiltert und die Werke nach ausgewählten Methoden in Ansätzen interpretiert sowie literaturgeschichtlich verortet.

  • Geschichte der ostslawischen Literaturwissenschaft (Vorlesung)

    Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Entwicklung der Literaturtheorie und Literaturkritik in Russland/der Sowjetunion. Die Studierenden werden mit dem sich wandelnden Poetik-Begriff, literaturwissenschaftlichen Theorien (bspw. Russischer Formalismus) und der Instrumentalisierung von Literaturkritik im Sozialistischen Realismus vertraut gemacht. Ausgewählte theoretische Ansätze werden auf Werke der russischen Literatur angewandt.

  • Russische Literatur des 20./21. Jahrhunderts (Seminar)

    Das Seminar thematisiert die wichtigsten Strömungen und Tendenzen der russischen bzw. sowjetischen Literatur des 20. und 21. Jahrhunderts (Moderne, Sozialistischer Realismus, Tauwetter, postsowjetische Ära). Die Frage, wie Literaturgeschichte geschrieben wird und ein literarischer Kanon entsteht, soll in die kritische Reflexion, Analyse, Interpretation und Kontextualisierung ausgewählter Werke münden.