Namenforschung und -beratung in Leipzig blickt auf eine lange Tradition zurück. Wir finden heraus, wie bestimmte Namen entstanden sind und was sich hinter ihnen verbirgt. Unsere Fachleute erklären Namen, bestätigen Namen für Behörden und teilen ihr namenkundliches Wissen im Wahlbereich mit den Studentinnen und Studenten.

Foto der Universität Leipzig vom Augustusplatz aus fotografiert.
Namenforschung an der Universität Leipzig – zwischen Tradition und Moderne, Foto: NBS

Die Namenberatungsstelle an der Alma Mater Lipsiensis

Die Namenberatungsstelle wurde im Rahmen der Abteilung Deutsch-Slavische Namenforschung an der Universität Leipzig bereits in den 1960er Jahren eingerichtet. Seither hat sich die Beratungsstelle stetig weiterentwickelt: Kompetenzen wurden ausgebaut, die Bibliothek wurde ständig erweitert. Absolventinnen und Absolventen des Studiengangs arbeiten als ausgebildete Namenforschende für die Namenberatungsstelle. Diese Nachwuchsförderung war auch nötig, stieg doch das Interesse an namenkundlicher Beratung um die Jahrtausendwende durch erhöhtes Medieninteresse enorm an. Seither wird vor allem unser Wissen über Familiennamen von einem breiten Publikum, über Deutschlands Grenzen hinaus, geschätzt. Parallel dazu hat sich die von uns angebotene Beratung zum Namenrecht, insbesondere zur Eintragungsfähigkeit bestimmter Vornamen bei den Standesämtern, als deutschlandweit genutzte Einrichtung etabliert.

Logo der Namenberatungsstelle mit einer Lupe.
Die Namenberatungsstelle ist eng mit der Universität Leipzig verbunden, Foto: NBS

Namenforschung in Leipzig

Namenforschung oder Onomastik hat eine lange Tradition an der Universität Leipzig. Seit der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts werden hier interdisziplinär ausgerichtete Forschungsprojekte durchgeführt. Zahlreiche Veröffentlichungen und wissenschaftliche Tagungen sowie Leipzig als Austragungsort des 15. Weltkongresses für Onomastik zeugen davon.

Onomastik studieren

Seit 1953 wurde zunächst unter Prof. Dr. Rudolf Fischer, anschließend unter Prof. Dr. Ernst Eichler und Prof. Dr. Hans Walther eine moderne, international hoch angesehene Onomastik aufgebaut, die 1993 eine eigene Professur – die einzige für Namenforschung im deutschen Sprachraum – erhielt. Diese hatte bis zum Jahr 2000 Prof. Dr. Karlheinz Hengst und bis 2008 Prof. Dr. Jürgen Udolph inne. Onomastik erfreut sich derzeit als Wahlfach großer Beliebtheit. Jeweils im Wintersemester findet das Modul „Einführung in die Namenforschung“ statt, dem sich das Modul zu „Personennamen“ anschließt.

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