Mit dem Forschungsseminar „Codierungen von Gender in der Romania“ (CGR) stellen wir Ihnen den konzeptionellen und institutionellen Rahmen für bestehende Forschungsnetzwerke und Lehrkooperationen auf dem Gebiet der kultur- und medienwissenschaftlich informierten Gender Studies vor. Unser Ziel ist es, das Netzwerk des CGR über die Anbahnung und Realisierung neuer wissenschaftlicher Kontakte und Kooperationen ständig zu erweitern und auf diese Weise zu einer fortschreitenden Internationalisierung beizutragen.

Unsere Neuerscheinung

Gerne machen wir Sie auf eine druckfrische Neuerscheinung aufmerksam, die aus der langjährigen Zusammenarbeit mit unseren Partnereinrichtungen an den Universitäten Madrid und València hervorgegangen ist und programmatisch für die Arbeit des CGR steht: „Coding Gender in Romance Cultures“, ed. by Uta Felten/Tanja Schwan/Francisco A. Zurian/Giulia Colaizzi (2020).

Ein besonderer Fokus unserer Forschungskooperationen liegt auf dem europäischen Ausland, allen voran den romanischsprachigen Ländern. Dies ergibt sich aus den Forschungsschwerpunkten der Professur Felten, die neben den Genderkulturen auch die Film- sowie Opern- und Librettokultur der Romania abdeckt. Die thematischen Kernbereiche nehmen wir dabei bevorzugt aus Forschungs-perspektiven der Intermedialität und der Gender Studies in den Blick.

Romanischsprachige Länder

Zwei unserer engsten und wichtigsten Partnerinstitutionen haben ihren Sitz in Spanien:

  • Mit dem Seminario de investigación permanente „Género, Estética y Cultura Audiovisual“ (GECA) an der Universidad Complutense de Madrid (UCM) unter Leitung von Professor Francisco A. Zurian verbindet das CGR seit vielen Jahren eine intensive Zusammenarbeit. Professorin Uta Felten ist Mitglied der Forschergruppe um Professor Zurian und regelmäßig an den von GECA veranstalteten wissenschaftlichen Tagungen, Workshops und Veröffentlichungen beteiligt. Umgekehrt sind auch Francisco Zurian und die Mitglieder seines Teams in Leipzig häufig und gern gesehene Gäste, wie Sie dem Veranstaltungsarchiv des CGR entnehmen können. Darüber hinaus fungiert Francisco Zurian als internationaler Mitherausgeber der Publikationsreihe „Romania Viva. Texte und Studien zu Literatur, Film und Fernsehen der Romania“ (RoVi) im Verlag Peter Lang, in der kürzlich auch der gemeinsame Band „Coding Gender in Romance Cultures“ der Forschungseinrichtungen CGR, GECA und IBiTec erschienen ist.
  • Die seit 2018 institutionalisierte Forschungsgruppe „Interculturalidad, Biopolítica y Tecnologías de Genéro“ (IBiTec) hat ihren Sitz an der Universitat de València (UV) und wird geleitet von Professorin Giulia Colaizzi, einer der renommiertesten Gender-Forscherinnen Spaniens. Für sie und ihre Mitarbeitenden gilt das zuvor für Professor Zurian und GECA Gesagte analog. Professorin Uta Felten wirkt gleichermaßen aktiv an IBiTeC mit. Zudem ist sie regelmäßig als externe Gutachterin in Promotionsverfahren der UV (ebenso wie der UCM) tätig und hat bereits mehrfach in den dortigen Masterkursen unterrichtet. Die Forschungskooperation zeitigt somit positive Effekte auch auf die Lehre.

Ähnlich produktiv sind die Forschungskontakte nach Italien, die über CiCi und CGR teils doppelt institutionell verankert sind:

  • Die prominente Filmwissenschaftlerin und Gender-Forscherin Professorin Veronica Pravadelli genießt als Direktorin des Centro di Ricerca Interdipartimentale di Studi Americani (CRISA) an der Università degli studi di Roma 3 im englischsprachigen Ausland ein hohes Ansehen und ist insbesondere in den filmwissenschaftlichen Gender Studies weltweit hervorragend vernetzt. Auch sie ist eine Kooperationspartnerin Professorin Feltens der ersten Stunde und war zu allen „Meilensteinen“ der Institutionalisierung italianistischer Forschung am Institut für Romanistik der Universität Leipzig zu Gast, so u. a. bei der feierlichen Eröffnung des CGR im Jahr 2014, der des CiCi 2016 und zuletzt 2019 zur von beiden Einrichtungen gemeinsam veranstalteten internationalen Jahrestagung „Donna e cinema“.
  • Für den Arbeitsschwerpunkt Opern- und Librettokultur des 18. Jahrhunderts verfügen CGR und CiCi über eine ganze Reihe an Forschungskontakten zu verschiedenen universitären Einrichtungen in Neapel: in Person von Professor Francesco Cotticelli zur Università degli studi di Napoli „Federico II“, von Professor Giulio Sodano und Dr. Giulio Brevetti zur Università della Campania „Luigi Vanvitelli“ sowie von Professor Paologiovanni Maione zum Conservatorio di Musica „San Pietro a Majella“ di Napoli. Dass hier mit Theater- und Musikwissenschaft (Francesco Cotticelli, Paolo Maione) sowie Geschichte (Giulio Sodano) und Kunstgeschichte (Giulio Brevetti) unterschiedliche disziplinäre Anbindungen repräsentiert sind, zeigt die Fächergrenzen überschreitende Aufgeschlossenheit und Anschlussfähigkeit des Interdisziplinären Forschungsseminars CGR.
  • In Frankreich bestehen enge Forschungskooperationen im Bereich Filmästhetik und -philosophie zu Professor José Moure an der Université Paris 1 Panthéon Sorbonne sowie im Bereich Gender und Queer Studies zu Christoph Behrens, DAAD-Lektor an der Université de Bourgogne in Dijon.

Andere europäische Länder

Vereinzelt unterhält das CGR auch Kontakte nach Südosteuropa:

  • Eine Zusammenarbeit mit der Germanistin Professorin Anastasia Antonopoulou von der Nationalen und Kapodistrias Universität Athen kam 2016 anlässlich eines trinationalen DAAD-Projekts zum Thema „Narrative der Krise. Literatur und Kino in Italien, Griechenland und Deutschland (2000 – 2015)“, an dem auch die Università degli studi di Napoli „L’Orientale“ in Person von Professor Sergio Corrado beteiligt war, zustande. Seither geht der gemeinsame Austausch über Mythos und Oper weiter.
  • Mit der Germanistin und Italianistin Professorin Marijana Erstić von der Universität Split in Kroatien haben Professorin Felten und Dr. Schwan schon vor ihrer Leipziger Zeit in den DFG-Sonderforschungsbereichen „Intermedialität“ und „Medienumbrüche“ der Universität Siegen und seither immer wieder zusammengearbeitet. Eine Lehrkooperation befindet sich in Planung.
  • Mit dem Online-Archiv Stiftung Operetta Research Center Amsterdam/Berlin unter Leitung von Dr. Kevin Clarke kam das CGR über den gemeinsamen Kulturpartner Oper Leipzig in Kontakt. Zu den gemeinsamen Aktivitäten siehe die Veranstaltungsübersicht.
  • Im Sommer 2018 ist es CGR und CiCi gelungen, mit Professorin Teresa de Lauretis von der University of California at Santa Cruz eine der international führenden Gender-Forscherinnen für einen Gastvortrag an der Universität Leipzig zu gewinnen.
  • Mit der an der University of Maryland, Baltimore County tätigen Filmwissenschaftlerin Dr. Nicoleta Bazgan steht das CGR in einem kontinuierlichen Austausch über Forschungsfragen zum französischen Kino. Verschiedentlich (zuletzt im Herbst 2019) war sie bereits zu Gastvorträgen an die Universität Leipzig eingeladen.

Bitte beachten Sie, dass auf dieser Seite ausschließlich das wissenschaftliche Netzwerk des CGR vorgestellt wird. Informationen zu unseren vielfältigen Kontakten zu kooperierenden Einrichtungen aus dem Kulturbereich erhalten Sie unter der Rubrik „Kooperations- und Kulturpartnerschaften“ des Instituts für Romanistik.

Das Bild zeigt Professorin Veronica Pravadelli beim Vortrag.
Das Bild zeigt Professor Francisco Zurian beim Vortrag.
Das Bild zeigt Professorin Giulia Colaizzi beim Vortrag.

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