Unser Institut bietet einen englischsprachigen Masterstudiengang in Linguistik an. Sie können das Studium zum Wintersemester oder zum Sommersemester antreten. Das Studium dauert vier Semester und schließt mit dem Abschluss Master of Arts (M. A.) ab. Damit erwerben Sie die Voraussetzung für die Aufnahme eines Promotionsstudiums.

Studieninhalte

Der Masterstudiengang legt seinen Schwerpunkt auf Phonologie, Morphologie und Syntax der Sprachen der Welt und verknüpft Grammatiktheorie, Sprachtypologie und computationelle und experimentelle Methoden. Als Studierende lernen Sie eine Vielfalt theoretischer Ansätze kennen und werden früh in die Forschungsaktivitäten des Instituts eingebunden (etwa als Hilfskräfte). Wir legen Wert auf individuelle Betreuung und unterstützen Sie bei eigenen frühen Publikationen und bei der Vorbereitung von Vorträgen auf internationalen Konferenzen. Sie können von den Gastvorträgen und Blockveranstaltungen angesehener internationaler Forscherinnen und Forscher profitieren. Unser Anliegen ist es, Sie optimal auf ein Promotionsstudium vorzubereiten.

Aufbau des Studiums

Der Masterstudiengang Linguistik baut auf dem Bachelorstudiengang Linguistik auf und ist stärker forschungsorientiert. Er vermittelt insbesondere vertiefendes Wissen in den folgenden drei Bereichen:

  • Grammatiktheorie (Phonologie, Morphologie und Syntax)
  • Sprachtypologie
  • computationelle und experimentelle Zugänge zur Grammatik


Struktur

Der Master Linguistik ist englischsprachig. Zugangsvoraussetzungen sind Englischkenntnisse auf B2-Niveau. Es gibt drei Modulkategorien: Basismodule (Foundational Module), Aufbaumodule (Advanced Module) und Spezialmodule (Special Module). Das Abschlussmodul (Masterarbeit) umfasst 30 Leistungspunkte. Sie können maximal 20 Leistungspunkte als Spezialmodule belegen; dies werden in der Regel zwei Module sein. Im Rahmen der Spezialmodule haben Sie die Möglichkeit, Module aus anderen Studiengängen der Universität Leipzig zu belegen. Hierzu müssen Sie einen Antrag an den Prüfungsausschuss stellen.

Module

Die Mastermodule, die vom Institut für Linguistik angeboten werden, umfassen jeweils zehn Leistungspunkte und finden in der Regel in einem viersemestrigen Turnus statt. Alle Module sind Wahlpflichtmodule und können frei kombiniert werden. In jedem Semester bieten wir drei bis vier Module an.
Dies sind im Einzelnen folgende Module:

Das Modul 04-046-2002 ist ein Basismodul (Foundational module) und wird jedes Wintersemester angeboten und dient dazu, wesentliche theoretische Konzepte der Phonologie, Morphologie und Syntax zu vermitteln, die dann in den Aufbaumodulen (Advanced module) eine Rolle spielen werden. Die Modulprüfung besteht aus einem Portfolio (typischerweise eine Zusammenstellung von kleineren Aufgaben in den drei Veranstaltungen).

Das Modul 04-046-2001 ist ein Basismodul (Foundational module) und wird in einem viersemestrigen Turnus jeweils im Wintersemester angeboten. Das Modul führt in grundlegende theoretische Konzepte der Satzsemantik und lexikalischen Semantik ein. Unter Umständen wird auch eine Veranstaltung zur experimentellen Semantik angeboten. Die Modulprüfung besteht aus einer 120minütigen Klausur.

Das Modul 04-046-2033 ist ein Basismodul und wird jeweils in einem viersemestrigen Turnus im Sommersemester angeboten. In den drei Veranstaltungen des Moduls lernen Sie verschiedene empirische Methoden der Linguistik kennen (z. B. Elizitationstechniken der Feldforschung, statistische Verfahren, Datenannotation, korpuslinguistische Verfahren, Lexikographie, Programmiersprachen wie Python o. ä.). Die Modulprüfung besteht aus einem Portfolio (typischerweise eine Zusammenstellung von kleineren Aufgaben in den drei Veranstaltungen).

Das Modul 04-046-2010 ist ein Aufbaumodul und wird jeweils in einem viersemestrigen Turnus im Sommersemester angeboten. In den drei Veranstaltungen des Modul lernen Sie theoretische, typologische und/oder experimentelle Untersuchungen und Analysen zu ausgewählten morphologischen Phänomenen (z. B. im Bereich der Flexions- und Derivationsmorphologie) kennen. Die Modulprüfung besteht aus einer Projektarbeit mit Präsentation.

Das Modul 04-046-2013 ist ein Aufbaumodul und wird in einem viersemestrigen Turnus jeweils im Sommersemester angeboten. In den drei Veranstaltungen des Moduls lernen Sie verschiedene theoretische Ansätze (z. B. regelbasierte derivationelle Theorien oder optimalitätstheoretische Ansätze) zu ausgewählten phonologischen Prozessen auf Segmentebene (z. B. Assimilations- oder Neutralisationsprozesse) kennen; dabei wird auch die Merkmalsebene der Segmente (z. B. Merkmalsgeometrien) behandelt. Die Modulprüfung besteht aus einer Projektarbeit mit Präsentation.

Das Modul 04-046-2014 ist ein Aufbaumodul und wird in jeweils in einem viersemestrigen Turnis im Sommersemester angeboten. In den drei Veranstaltungen des Moduls lernen sie empirische Untersuchungen und theoretische Analysen zu phonologischen Einheiten, die größer als einzelne Segmente sind, kennen. Darunter fallen Phänomene wie Metrik, Prosodie, lexikalischer und grammatischer Ton, Satzintonation, Silbentheorie, etc. Die Modulprüfung besteht aus einer Projektarbeit mit Präsentation.

Das Modul 04-046-2015 ist ein Aufbaumodul und wird jeweils in einem viersemestrigen Turnus im Wintersemester angeboten. In den drei Veranstaltungen des Moduls erfahren Sie mehr zur theoretischen Behandlung von syntaktischen Phänomenen, die sich im lokalen Bereich des Kernprädikats des Satzes (z. B. Projektion der Argumente, Kasus, Diathesen, Kongruenz, etc.) abspielen. Die Modulprüfung besteht aus einer Hausarbeit.

Das Modul 04-046-2016 ist ein Aufbaumodul und wird jeweils in einem viersemestrigen Turnus im Wintersemester angeboten. Das Modul umfasst drei Veranstaltungen, die sich nicht-lokalen Prozessen in der Syntax (wie z.B. Bindung, Kontrolle, W-Konstruktionen, lange Abhängigkeiten, etc.), der dazugehörigen Theorie und den daraus erwachsenden speziellen und allgemeinen Konsequenzen (wie z.B. für die Architektur der Grammatik) widmen. Die Modulprüfung besteht aus einer Projektarbeit.

Das Modul 04-046-2025 ist ein Aufbaumodul und wird jeweils in einem viersemestrigen Turnus im Sommersemester angeboten. Das Modul umfasst drei Veranstaltungen, die in die formalen Grundlagen linguistischer Theorien einführen. Beim ersten Seminar steht das Verständnis eines syntaktischen Grammatikformalismus (z. B. Minimalist grammars, Categorial grammars) im Vordergrund. Im zweiten Seminar geht es um die Kenntnis von Beschränkungen, Filtern und Optimierung. Die Modulprüfung besteht aus einem Portfolio.

Das Modul 04-046-2026 ist ein Aufbaumodul und wird jeweils in einem viersemestrigen Turnus im Sommersemester angeboten. Das Modul umfasst drei Veranstaltungen (zwei Seminare und Kolloquium). Eines der beiden Seminare geht der Frage nach, in welcher Beziehung eine abstrakte Grammatik zum tatsächlichen Sprachgebrauch steht; hier geht es um die Entwicklung eines korrekten Parsing-Algorithmus für einen linguistisch anspruchsvollen Grammatikformalismus. Das zweite Seminar beschäftigt sich demgegenüber damit, wie eine abstrakte Grammatik wirkungsvoll eingesetzt werden kann, um echte, komplexe Daten sprachlichen Verhaltens vorherzusagen. Die Modulprüfung besteht aus einem Portfolio.

Das Modul 04-046-2031 ist ein Aufbaumodul und wird jeweils im viersemestrigen Turnus in jedem Wintersemester angeboten. Das Modul umfasst drei Veranstaltungen (Seminar, Übung und Kolloquium). In den Veranstaltungen werden Methoden der Sprachtypologie (Erstellung von typologischen Stichproben, Datenauswertung) und Ergebnisse aus der qualitativen und quantitativen Typologie vorgestellt. Im Seminar wird jeweils ein Fokus auf ein ausgewähltes Phänomen gelegt. Die Modulprüfung besteht aus einer 30minütigen mündlichen Prüfung.

Das Modul 04-046-2034 können Sie in jedem Semester belegen; allerdings es im ersten Fachsemester nicht sinnvoll. Ziel des Moduls ist, dass Sie sich in einem linguistischen Forschungsprojekt mit den linguistischen Forschungsfragen und -methoden vertraut machen. Sie können das Praktikum in einem Projekt des Instituts für Linguistik, aber auch außerhalb (z. B. auch an einer externen Forschungseinrichtung mit linguistischem Fokus bzw. Forschungsanteil) absolvieren. Wir erwarten, dass Sie das Praktikum in einem der Institutskolloquien präsentieren; deshalb können Sie sich auch nur solche Praktika anrechnen lassen, bei denen Sie über Ihre Praktikumstätigkeit berichten dürfen. Klären Sie vorher mit einem Mitglied des Instituts ab, ob das gewählte Praktikum auch im Hinblick auf die Tätigkeit dort anrechenbar ist. Das Praktikum sollte mindestens 150 Zeitstunden umfassen. Bitte legen Sie eine Bestätigung über Umfang und Inhalt des Praktikums vor. Die Modulprüfung besteht aus einem Praktikumsbericht.

Das Modul 04-046-2035 ist ein Spezialmodul und wird je nach vorhandenen Lehrkapazitäten angeboten. Die Grundkonzeption dieses Moduls ist die Fokussierung auf einen ausgewählten Untersuchungsgegenstand aus verschiedenen Blickwinkeln. Als Themen kommen in Frage wenig untersuchte Sprachen bzw. Sprachfamilien, aktuelle Forschungskonzepte (wie z.B. Ökonomie, Ikonizität, Zyklizität) oder komplexe sprachliche Phänomene (wie z.B. Diathesen, Satzeinbettung, Topikalität). In den Seminaren werden der jeweilige Untersuchungsgegenstand aus unterschiedlichen linguistischen Perspektiven (z.B. theoretisch vs. experimentell vs. typologisch) und mit Blick auf die verschiedenen Teilgebiete (Phonologie, Morphologie, Syntax und Semantik) betrachtet. Die Modulprüfung besteht aus einer Projektarbeit.

Der Import eines Moduls fällt in den Bereich der Spezialmodule, von denen Sie maximal zwei belegen dürfen. Prinzipiell haben Sie die Möglichkeit, ein Modul eines anderen Instituts zu belegen. Allerdings müssen Sie hierzu einen Antrag beim Prüfungsausschuss stellen, in dem Sie die Wahl des Moduls kurz begründen. Wir können Ihnen keine Zulassung zum gewünschten Modul garantieren. Bitte kontaktieren Sie vorab die Modulbeauftragten der betreffenden Module. Die Modulprüfung wird von der jeweiligen Prüfungsordnung festgelegt.

Die Masterarbeit wird studienbegleitend im dritten/vierten Semester geschrieben; sie entspricht einem Workload von dreißig Leistungspunkten. Sie kann in englischer oder deutscher Sprache verfasst werden. Sie haben 23 Wochen Bearbeitungszeit für die Erstellung der Masterarbeit. Auf Antrag kann die Bearbeitungszeit bis zu sechs Wochen verlängert werden. Die Bearbeitungszeit startet mit der Bekanntgabe des Themas im Prüfungsamt. Sie ist im Almaweb vermerkt.

Anmeldung

Es gibt feste Fristen für die Anmeldung zur Masterarbeit. Die konkreten Termine entnehmen Sie bitte den Seiten des Prüfungsamtes.

• Anmeldung für die Bearbeitung im Sommersemester: Anfang bis Mitte Dezember

• Anmeldung für die Bearbeitung im Wintersemester: Anfang bis Mitte Juni

Bitte überlegen Sie sich, in welchem Bereich Sie Ihre Masterarbeit schreiben wollen, und kontaktieren eine mögliche Betreuerin oder einen möglichen Betreuer. Idealerweise tun Sie dies bereits mehrere Wochen vor der Anmeldefrist. Als Betreuerin oder Betreuer kommen alle regulären Institutsmitglieder in Frage, aber auch promovierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Drittmittelprojekten, die regelmäßig in der Lehre mitwirken. Zum Zeitpunkt der Anmeldung muss das Thema der Masterarbeit noch nicht endgültig fixiert sein. Die Betreuerin oder der Betreuer muss dem Prüfungsamt in der Regel etwa zwei Wochen vor Bekanntgabe des Themas das konkrete Thema und die Zweitgutachterin bzw. den Zweitgutachter benennen. Der Anmeldebogen ist das Verlaufsprotokoll zur Masterarbeit. Sie müssen bei der Anmeldung nur die gewünschte Betreuungsperson angeben. Sollten das konkrete Thema und die Zweitgutachterin bzw. der Zweitgutachter bereits feststehen, so kann auch dies im Anmeldebogen bereits vermerkt werden.

Themenstellung und Betreuung

Idealerweise wählen Sie ein Thema für die Masterarbeit, das einen Bezug zu Lehre oder Forschung des Instituts für Linguistik hat. Themen zu Bereichen der Linguistik, die am Institut nicht vertreten sind, sind eventuell möglich, allerdings müssen Sie am Institut für Linguistik jemanden finden, der bereit ist, dieses Thema auch zu betreuen. Nutzen Sie das Betreuungsangebot auch in den frühen Phasen der Arbeit.

Formales

Orientieren Sie sich bei der Gestaltung Ihrer Masterarbeit an Artikeln renommierter Fachzeitschriften. In sehr vielen Fachzeitschriften ist für das Zitieren von Literatur und das Literaturverzeichnis das Unified Style Sheet for Linguistics journals zum Standard geworden. Für die Glossierung von Beispielen gelten die Leipziger Glossierungsregeln. Wir empfehlen die Nutzung von LaTeX für das Verfassen der Masterarbeit.

Abgabe

Sie müssen die Masterarbeit zweifach in gedruckter Form und einfach in elektronischer Form fristgerecht im Prüfungsamt einreichen.

Beratung

Für allgemeine Fragen zum Studiengang wenden Sie sich bitte an die Studienfachberatung.

Bei Fragen zu den möglichen Spezialisierungen im Studium können Sie folgende Mitglieder des Institutes konsultieren:

Bewerbung

Sie können das Masterstudium der Linguistik aufnehmen, wenn Sie einen Abschluss in einem Bachelorstudiengang Linguistik oder Allgemeine Sprachwissenschaft erworben haben. Falls Sie einen anderen Studienabschluss vorweisen, entscheidet der Prüfungsausschuss über die Zulassung. Dieser prüft aufgrund Ihrer Unterlagen, ob Sie hinreichend einschlägige Vorkenntnisse nachweisen können, um erfolgreich am Masterprogramm teilzunehmen. Sie müssen Englischkenntnisse auf B2-Niveau und Kenntnisse einer weiteren Fremdsprache auf B1-Niveau nachweisen. Die Bewerbung erfolgt für alle Bewerbende zweistufig. Sie bewerben sich parallel an der Universität über die Plattformen Almaweb oder Uniassist (je nach Zuordnung zu den verschiedenen Bewerbungsgruppen) und am Institut für Linguistik (Prüfung der fachlichen Zugangsvoraussetzungen). Ohne Bestätigung des Instituts über die Erfüllung der fachlichen Zugangsvoraussetzungen können Sie das Masterstudium nicht aufnehmen!

Die Universität Leipzig unterscheidet folgende Bewerbungsgruppen:

  • Deutsche Bewerbende mit Bachelorabschluss aus Deutschland:
    Almaweb; Bewerbungsfristen:
    • 15.09. (für das Wintersemester)
    • 15.03. (für das Sommersemester)
  • Deutsche Bewerbende mit Bachelorabschluss aus dem Ausland:
    Uniassist Bewerbungsfristen:
    • 01.09. (für das Wintersemester)
    • 01.03. (für das Sommersemester)
  • Ausländische Bewerbende mit Bachelorabschluss aus Deutschland:
    Almaweb Bewerbungszeiträume:
    • 01.05. – 31.05. (für das Wintersemester)
    • 01.12. – 31.12. (für das Sommersemester)
  • Ausländische Bewerbende mit Bachelorabschluss aus dem Ausland:
    Uniassist Bewerbungszeiträume:
    • 01.04. – 01.05. (für das Wintersemester)
    • 01.11. – 31.12. (für das Sommersemester)


Für die parallele Bewerbung am Institut für Linguistik gelten abweichende Bewerbungsfristen: Bewerbung

  • bis 01.06. (bei Aufnahme des Studiums im Wintersemester) bzw.
  • bis 01.01. (bei Aufnahme des Studiums im Sommersemester).


Bitte reichen Sie folgende Unterlagen im Institut für Linguistik ein:

  • Motivationsschreiben mit Begründung für die gewünschte Aufnahme des Masterstudiums Linguistik in Leipzig
  • Kopie des Bachelorzeugnisses
  • Übersicht über die abgeschlossenen Module/Modulprüfungen (Transcript of Records, Diploma Supplement)
  • ausgefülltes Formular über Ihre Vorkenntnisse deutsche Version, englische Version)

Senden Sie Ihre Unterlagen an folgende Adresse:

Universität Leipzig
Institut für Linguistik
Prüfungsausschuss – M. A. Linguistik
Hauspostfach: 143501
Universität Leipzig
04081 Leipzig

 

Sie können die Unterlagen auch elektronisch als PDF-Dokument (!) einreichen. In diesem Fall schicken Sie bitte eine E-Mail mit dem Betreff "Bewerbung M. A. Linguistik" an das Institut.

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