Im Bachelor sind zwei Sprachmodule zu belegen: Sprachpraxis (Pflichtbereich) und Sprachkompetenz (fachnahe Schlüsselqualifikation). Über die Modalitäten beider Module geben wir Ihnen hier weitere Informationen.

Arrangement von Schriftzeichen
Vielfalt der Schriftzeichen in den Schriftsystemen der Welt, Foto: Colourbox

Mögliche Sprachmodule

Prinzipiell können wir nur universitäre Sprachmodule anrechnen, die einen Umfang von (mindestens) zehn Leistungspunkten haben. An der Universität Leipzig gibt es hierzu ein attraktives Angebot. Kurse des Spracheninstituts e. V. können wir nicht berücksichtigen, da die Kurse keinen Status als reguläre Universitätsmodule mit Modulprüfung und ausgewiesenen Leistungspunkten haben. Das Modul Sprachpraxis bieten wir unregelmäßig auch als Modul am Institut für Linguistik an. Näheres entnehmen Sie bitte dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis. Alternativ können Sie ein Sprachmodul im Umfang von zehn Leistungspunkten aus dem Angebot des Sprachenzentrums  oder dem Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften wählen. Für den Bereich Sprachkompetenz können Sie ein Sprachmodul mit zehn Leistungspunkten aus dem Angebot des Sprachenzentrums oder dem Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften wählen. Sie können sich ein Sprachmodul nicht parallel für zwei Bereiche anrechnen lassen (z. B. als Sprachpraxis und als Wahlbereichsmodul).


Wahl der Sprachen

Sprechen Sie die Wahl der Sprachen mit der Modulverantwortlichen Prof. Barbara Stiebels ab.

Sprachkompetenz: Geeignet sind hier Module zu Sprachen, die als Verkehrssprache in der Region fungieren, in der Sie eventuell später (Feld-)Forschung betreiben möchten. Wer etwa Forschungsinteressen in Sibirien hat, sollte Russisch wählen; bei Forschungsinteressen in Bolivien ist Spanisch sinnvoll. Neben den großen europäischen Verkehrssprachen können Sie auch eine außereuropäische Verkehrssprache (wie Chinesisch, Arabisch, Swahili, Indonesisch) wählen. Möglich sind aber auch „kleinere“ europäische Sprachen, sofern sie eine Brückenfunktion zu einer Minderheitensprache haben (wie Schwedisch für Samisch, Dänisch für Grönländisch).

Sprachpraxis: Vorzugsweise sollten Sie hier eine nicht-indoeuropäische Sprache wählen, damit Sie sich mit einer Sprache auseinandersetzen, die sich mehr oder weniger strukturell von den bekannten europäischen Sprachen unterscheidet. Sie können jedoch auch eine außereuropäische indoeuropäische Sprache wählen (z. B. Hindi), eine europäische Minderheitensprache (z. B. Nieder-, Obersorbisch oder Galicisch) oder eine ältere Sprachstufe einer indoeuropäischen Sprache (z. B. Sanskrit). Besonders einschlägig aus dem Angebot der Universität Leipzig sind  Module zu Akkadisch, (Alt-, Mittel-)Ägyptisch, Baskisch, Chinesisch, Hausa, Hebräisch, Hindi, Indonesisch, Mongolisch, Swahili, Sanskrit, Tibetisch. Teilweise bieten die entsprechenden Philologien auch Kurse zu anderen nicht-indoeuropäischen Sprachen an. Informieren Sie sich bitte auf deren Webseiten.

Fortsetzungsmodule der Wahlpflichtmodule Hausa 1 und Russisch 1 können Sie sich ebenfalls als Sprachpraxis beziehungsweise Sprachkompetenz anrechnen lassen.


Beschränkungen bezüglich der Sprachen

Wichtig: Sie können weder für den Bereich Sprachpraxis noch für den Bereich Sprachkompetenz Sprachen wählen, die Ihnen gemäß Paragraph 2 der Studienordnung zur Erfüllung der Zugangsbedingungen angerechnet wurden. Ebenso müssen Sie für beide Bereiche unterschiedliche Sprachen wählen. Dies sollten sinnvollerweise Sprachen sein, die Sie bislang gar nicht oder nur rudimentär beherrschen.


Einschreibung und Anerkennung der Module

Sofern Sie ein Sprachmodul aus dem Angebot des Sprachenzentrums oder dem Wahlbereich der Geistes- und Sozialwissenschaften wählen, schreiben Sie sich dort entsprechend ein. Nach erfolgreichem Besuch der beiden Module lassen Sie sich die Module von der Modulverantwortlichen anerkennen. Legen Sie dazu einen Ausdruck Ihres Notenspiegels aus dem Studienportal Almaweb vor. Auf diesem wird dann die Anerkennung vermerkt. Bitte streben Sie die Anerkennung erst an, wenn beide Module absolviert wurden. Sollte das Modul Sprachpraxis am Institut für Linguistik angeboten werden, schreiben Sie sich dort ein. In diesem Fall ist keine Anerkennung für das Modul erforderlich. Auf Wunsch können Sie von der Modulbeauftragten eine Bescheinigung erhalten, welche Sprache(n) Sie im Sprachpraxis-Modul belegt haben (im Transcript of Records ist die Spezifizierung nicht möglich).


Kein Wechsel bereits anerkannter Module

Ein Wechsel bei bereits anerkannten Modulen ist nicht möglich. Beispiel: Wenn Sie das Modul Sprachpraxis belegt und erfolgreich abgeschlossen haben, können Sie sich nicht nachträglich ein anderes Modul (beispielsweise zur Notenverbesserung) ersatzweise anrechnen lassen. Sollten Sie es versäumen, sich von der Prüfung zu diesem Modul abzumelden und nicht an der Prüfung teilnehmen oder die Prüfung nicht erfolgreich abschließen, so gilt auch hier die Regelung, dass Sie die Prüfung spätestens innerhalb eines Jahres wiederholen müssen. Dies gilt auch für den Abschluss eines alternativ gewählten Moduls.

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