Vorlesung/Vortrag am

Veranstaltungsort: Campus Augustusplatz, Seminargebäude, SR 205

Im Rahmen der Vortragsreihe „Sprachwissenschaftliche Vorträge am Institut für Germanistik in Leipzig“ (SPIGL) werden Projekte und aktuelle Forschungsfragen von Sprachwissenschaftler:innen aus dem Institut für Germanistik und von Gästen vorgestellt.

Vortrag

Ironieverstehen im Spracherwerb. Stand der Forschung und Projektskizze

Julia Fuchs (Universität Leipzig)

Mit ironischen Äußerungen meint man oftmals das Gegenteil von dem, was man wörtlich sagt. Das Verstehen ironischer Äußerungen ist also eine komplexe Aufgabe, die nicht nur lexikalische und syntaktische Kenntnisse voraussetzt, sondern auch pragmatische Fähigkeiten und Kompetenzen im Bereich der sozialen Kognition. Seit rund vierzig Jahren treibt die Forschung die Frage um, wann und wie Kinder die Fähigkeit erwerben, ironische Äußerungen zu verstehen. Aktuell gilt das kindliche Ironieverstehen als eine vergleichsweise spät erworbene pragmatische Fähigkeit.

Der Vortrag gibt zunächst einen Überblick über den Forschungsstand zum Ironieverstehen im kindlichen Spracherwerb. Besondere Berücksichtigung finden dabei die bisherigen methodischen Ausrichtungen, das mutmaßliche Erwerbsalters und die wichtigsten Desiderate. Vor diesem Hintergrund wird sodann das Forschungsprojekt „Ironikis“ (Ironieverstehen im kindlichen Spracherwerb im Deutschen) skizziert, das an der Universität Leipzig in Kooperation mit dem Leipziger Forschungszentrum für frühkindliche Entwicklung geplant ist. Das Projekt stellt die These des vergleichsweise späten rezeptiven Erwerbs von Ironie mittels methodischer Innovationen auf den Prüfstand.

Für Interessierte von außerhalb besteht die Möglichkeit, den Vortrag über Zoom zu verfolgen.

Zugang zum digitalen RaumMeeting-ID: 624 8722 9034
Kenncode: 662326

Die Veranstalter:innen, Prof. Dr. Barbara Schlücker, Prof. Dr. Sebastian Seyferth und Prof. Dr. Beat Siebenhaar, sowie die Koordinator:innen Dr. Diana Walther und Anna Bliß laden alle Interessierten herzlich ein.