Beim Forschungsprojekt „The Language Magician“ handelt es sich um ein Erasmus Plus Projekt, in dem 10 internationale Partner unter der Leitung des Goethe Instituts London ein Computerspiel entwickelten, das für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht der Grundschule gedacht ist. Wir stellen das Projekt vor.

Logo des Projekts "The Language Magician" - ein Zauberhut und Zauberstab, sowie das Logo des Programms Erasmus+
The Language Magician, Grafik: Goethe-Institut London

The Language Magician

European Erasmus+ Programme

Das Projekt

Beim Forschungsprojekt The Language Magician handelt es sich um ein Erasmus+ Projekt, in dem zehn internationale Partner unter der Leitung des Goethe Instituts London ein Computerspiel entwickelte, das für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht der Grundschule gedacht ist. Auf spielerische Weise sollen die Lernenden zeigen, über welche sprachlichen Kompetenzen sie in den Fertigkeiten Hörverstehen, Leseverstehen und Schreiben verfügen. Vordergründig handelt es sich dabei um ein elektronisches Computerspiel, während im Hintergrund in anonymisierter Form Daten zum Lernstand von Fremdsprachenlernern in der Grundschule erhoben werden.

Das Spiel The Language Magician wurde zunächst in den beteiligten europäischen Ländern Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien für Englisch als Fremdsprache erstellt. In einem zweiten Schritt wurde das Spiel dann für die Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch für den Einsatz im Fremdsprachenunterricht in Großbritannien weiter entwickelt. Auf diese Weise soll es möglich sein, unter Berücksichtigung der jeweiligen Rahmenbedingungen den Lernstand beim Sprachenlernen verschiedener Sprachen in den beteiligten Ländern zu erheben und zu vergleichen.

Forschungsaufgaben

Die Forschungsaufgaben in diesem Projekt sind vielfältig und umfangreich. Zunächst ging es darum, die Bildungsstandards für den Bereich des Fremdsprachenlernens im Bereich der Grundschule der beteiligten europäischen Länder zu vergleichen und auf diese Weise eine Grundlage für die Entwicklung von geeigneten Aufgaben zu schaffen, die im Computerspiel zum Einsatz kommen können. Diese Aufgaben mussten in Vorstudien auf ihre Eignung hin überprüft werden und dem Leistungsvermögen der Lerner angepasst werden.

Die weiteren Forschungsaufgaben beschäftigten sich mit der Auswertung der erhobenen Lernstandsdaten, bei denen neben der Bewertung der einzelnen Fertigkeiten Hörverstehen, Leseverstehen und Schreiben auch die Korrelation dieser Fertigkeiten untereinander sowie die Korrelation zu einer umfassenden kommunikativen Sprachkompetenz beschrieben wurden. Schließlich war es auch von Interesse zu erforschen, in wie weit sich Computerspiele dieser Art überhaupt für die Erhebung des Lernstands im Bereich des Fremdsprachenlernens der Grundschule einsetzen lassen.

Die Beteiligten

Folgende Institutionen und Personen waren an diesem Projekt beteilgt:

  • UK – Goethe-Institut London: Roma Schultz und Karl Pfeiffer
  • UK – Association for Language Learning (ALL): Rachel Middleton
  • Spanien – Embassy of Spain in London, Educational Office: Jesus M Hernandez, María Concepción Julián de Vega und Rubén Barderas Rey
  • Spanien – Spanish Education Ministry, Region of Canary Islands: Juan Manuel Melgar Jiménez
  • Spanien – Spanish Education Ministry, Region of Rioja: Esther Janeiro Martínez
  • Italien – University for Foreigners Perugia: Prof. Giuliana Bolli und Cristina Mercuri
  • Deutschland – University of Leipzig: Prof. Dr. Norbert Schlüter, Josefine Klein, Denise Keil und Maximilian Scholz
  • UK – University of Reading: Dr. Louise Courtney und Prof. Suzanne Graham
  • Italien – University for Foreigners Siena: Prof. Andrea Villarini
  • UK – Westminster Professional Language Centre: Domini Stone

Konferenz THE LANGUAGE MAGICIAN at Work

Am 26. und 27. Januar 2017 fand in Leipzig eine internationale Konferenz zum Projekt The Language Magician statt. Auf der Konferenz THE LANGUAGE MAGICIAN at Work stellten die beteiligen Partnerinnen und Partner das Projekt und das Computerspiel erstmals der Öffentlichkeit vor und präsentierten die ersten Ergebnisse aus Probeläufen in Italien, Spanien, Deutschland und Großbritannien. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten die Möglichkeit, mehr über internationale Standards zu erfahren, den Einsatz von digitalen Assessment Tools auf Grundschulebene zu diskutieren und das Computerspiel auszuprobieren.

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