Das 62. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm bot für die Studierenden des Masterstudiengangs M.A. Konferenzdolmetschen wieder die Gelegenheit, das Dolmetschen im Filmbereich auszuprobieren.

Eine Filmemacherin, ein Gast und die Dolmetscherin Klara Flenker im Gespräch.
Dolmetscherin Klara Flenker beim 62. Internationalen Leipziger Festivals für Dokumentar- und Animationsfilm. Foto: Susann Jehnichen

Am Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie (IALT) haben die Studierenden in verschiedenen Projekten ganz im Sinne des Service Learning die Möglichkeit, in außeruniversitären Kontexten erste Praxiserfahrungen zu sammeln, ihre Fähigkeiten auszubauen und sich mittels ihrer Kenntnisse in die Gesellschaft einzubringen. So konnten die angehenden Dolmetscherinnen und Dolmetscher durch die Verdolmetschung von Gesprächen – den sogenannten Q&A-Sessions – mit den Filmschaffenden im Anschluss an die Filmvorführung einen Einblick ins Berufsleben gewinnen.

Das vom 28. Oktober bis zum 3. November 2019 ausgerichtete DOK-Filmfestival zeichnet sich besonders durch sein internationales Profil aus. So findet zum Beispiel die Kommunikation rund um das Festival mit seinen 48.000 Gösten fast ausschließlich auf Englisch statt. Dennoch war in Einzelfällen eine Sprachmittlung von Nöten. Insgesamt zwölf Studierende des IALT hatten im Laufe des Festivals mehr als fünfzig sehr vielfältige Einsätze in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch, Russisch und Arabisch. So wurden nicht nur die Q&A-Sessions vom Englischen in die jeweilige Fremdsprache und andersherum gedolmetscht, sondern teilweise auch mit Dolmetschenden für die deutsche Gebärdensprache und für andere Sprachen (wie z.B. Chinesisch) zusammengearbeitet. Außerdem wurden bei einigen Filmen ohne Untertitel bzw. bei Filmvorführungen im Rahmen des Kids DOK die jeweiligen Filme live im Kinosaal eingesprochen, also simultan gedolmetscht.

Dank der engen Zusammenarbeit zwischen Anne-Kathrin Ende vom IALT und dem Organisationsteam des Filmfestivals besteht diese Möglichkeit für die Studierenden nun schon seit mehreren Jahren und wird jedes Jahr wieder dankbar angenommen. Für die angehenden Dolmetscherinnen und Dolmetscher handelt es sich um eine exzellente Gelegenheit, neue Dolmetschformen in einer unbekannten Umgebung zu testen und mit ihren Dolmetschkenntnissen Teil des ältesten Dokumentarfilmfestivals der Welt zu sein.

Autorin: Klara Flenker

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