Lehre an Universitäten im Ausland, an Schulen und anderen Bildungseinrichtungen im Inland, aber auch Tätigkeiten im Verlagswesen und anderen im Bildungsmanagement – die beruflichen Möglichkeiten für Absolventinnen und Absolventen des Faches Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sind vielfältig und zeichnen sich durch ein hohes Maß an Verantwortung für Bildungserfolge vieler Menschen aus.

Praktika in den Studiengängen des Herder-Instituts

Ein Praktikumsmodul ist integraler Bestandteil aller Studiengänge am Herder-Institut. Auf diesen Seiten finden Sie Informationen zu den spezifischen Rahmenbedingungen für Praktika in den verschiedenen Studiengängen sowie zu Praktikumsmöglichkeiten und zu Fragen der Finanzierung. Gern beraten wir Studierende auch in unseren Sprechzeiten.

Zu unseren Aufgaben gehören:

  • individuelle Beratung der Studierenden über alle obligatorischen Praktika unserer Studiengänge,
  • Hilfe und Unterstützung beim Finden geeigneter Praktikumsplätze (Hospitation und Unterricht, Verlagspraktika, Praktika an Forschungseinrichtungen, etc.),
  • individuelle Beratung zu verschiedenen Fördermöglichkeiten,
  • organisatorische Betreuung bei der Vorbereitung von Auslandsaufenthalten (Praktika, Auslandsstudium),
  • fachliche Betreuung der Praktika in Vor- und Nachbereitungsseminaren (Bachelor, Master) sowie in den Sprechzeiten.

Das Praktikum während des Studiums

Das Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache ist auslandsbezogen und international. Das Studium in den verschiedenen Studiengängen des Herder-Instituts Leipzig ist auf die enge Verzahnung von wissenschaftlicher Theoriebildung und Praxis in den Tätigkeitsbereichen Deutsch als Fremd- und Zweitsprache hin orientiert. Aus diesem Grund beinhalten die Studiengänge am Herder-Institut ein obligatorisches Praktikum.

Durch die Praktika können Sie im Studium erworbene theoretische Kenntnisse in der Praxis überprüfen, eigene Ausbildungsschwerpunkte vertiefen und neue praktische Erfahrungen in den weiteren Studienverlauf einbringen. Die inhaltlichen Schwerpunkte der Praktika unterscheiden sich je nach Studiengang und Ihren Interessen.

Das Praktikum im Bachelor-Studiengang

Unabhängig von der Tätigkeit im Berufsfeld Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sind fundierte Kenntnisse zu Lehr- und Lernsituationen von großer Bedeutung. Im B. A. Studiengang absolvieren Studierende ein kombiniertes Hospitations- und Unterrichtspraktikum. Das Praktikum ist Teil des Moduls "Unterrichtspraxis" und als solches obligatorischer Bestandteil im Kernfach "Deutsch als Fremd- und Zweitsprache".

Bitte beachten Sie, dass Sie sich für Lehrveranstaltungen und die Prüfungsleistung im Praktikumsmodul aus organisatorischen Gründen ab dem SoSe 2022 nicht über das TOOL anmelden. Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen erfolgt vor Semesterbeginn per Mail an den Praktikumsbeauftragten (Dr. Michael Seyfarth), die Anmeldung zur Prüfungsleistung wird durch den Praktikumsbeauftragten auf der Grundlage spätestens 2 Monate nach Praktikumsende eingereichter Praktikumsportfolios vorgenommen.

  • Kennenlernen unterschiedlicher Lehr-Lern-Szenarien im In- oder Ausland als Orientierung im Berufsfeld
  • Entwicklung der Fähigkeit zur Beobachtung und Analyse von Lehrverhalten und Lernverhalten
  • Entwicklung der Fähigkeit zur methodisch reflektierten Planung, Durchführung und Evaluierung von Unterrichtsstunden als Vorbereitung auf die praktische Lehrtätigkeit
  • Durchführung von ersten eigenen Unterrichtsversuchen unter methodisch-didaktischer Betreuung von erfahrenen DaF/DaZ-Lehrkräften
  • Kontinuierliche Nachbereitung der eigenen Hospitations- und Unterrichtserfahrung durch Selbstreflexion und schriftliche Dokumentation
  • Entwicklung der Fähigkeit zur Selbstevaluation und kontinuierlichen Weiterbildung in Verbindung von fremdsprachenspezifischer, methodisch-didaktischer Theorie und konkreter Unterrichtspraxis (Lehrende als reflective practitioners)

Das mindestens fünfwöchige Praktikum sollte im 3., 4. oder 5. Semester stattfinden. Es umfasst einen Hospitationsteil, einen Unterrichtsteil und die sowohl kontinuierliche als auch abschließende Reflexion und Aufbereitung der eigenen Erfahrungen im Praktikumsportfolio, das Voraussetzung für die Benotung des Moduls und die Vergabe von 10 Leistungspunkten ist.

  • Unterrichtsbeobachtung: Studierende beobachten mindestens 20 Unterrichtseinheiten (UE) (Empfehlung: 30 UE Beobachtung, eine UE zw. 45 und 60 Minuten).
  • Unterrichtsversuche: Studierende führen mindestens 15 eigene Unterrichtsversuche durch (Empfehlung 30 UE; eine UE  entspricht 45 - 60 Minuten Unterricht).
  • Sichtstunde: Gegen Ende des Praktikums legen Studierende eine Sichtstunde ab (1 UE), die von der Mentorin oder dem Mentor protokolliert und schriftlich mit dem Prädikat „bestanden bzw. nicht bestanden" bewertet wird.

Das Seminar "Vorbereitung auf die Unterrichtspraxis" bereitet auf das Praktikum vor. Neben einer Wiederholung und Vertiefung von Grundlagen zum fremd- und zweitsprachendidaktischen Handeln bietet es die Möglichkeit, anhand von Videobeispielen das gezielte Beobachten und Reflektieren von Unterricht zu trainieren. Darüber hinaus wird vor dem Hintergrund exemplarischer Kontexte Unterricht vorbereitet und erprobt.

Bitte beachten Sie: Die Teilnahme am Seminar findet ggf. ohne Moduleinschreibung statt. Die Moduleinschreibung erfolgt erst in dem Semester, in dem der Praktikumsbericht einreicht wird. Die Anmeldung zum Seminar erfolgt vor Semesterbeginn per Mail an den Praktikumsverantwortlichen.

Prüfungsleistung im Modul ist ein "Praktikumsportfolio". Studierende führen während des Praktikums ein Praktikumsportfolio, das sie in einer überarbeiteten Form spätestens zwei Monate nach Beendigung ihres Praktikums einreichen. Im Portfolio werden Beobachtungen ausgewertet und eigene Lehrerfahrung im Praktikum reflektiert. Außerdem wird anhand eigener Materialien ein Ausschnitt aus der Lehrpraxis dokumentiert.

Detaillierte Informationen zur Erstellung des Portfolios und zu dessen Bewertung  erhalten Studierende im Vorbereitungsseminar.

Das Praktikum im Master-Studiengang

In den M. A. Studiengängen absolvieren Studierende ein obligatorisches berufsfeldbezogenes Praktikum. Sie haben dabei die Möglichkeit, bereits gewonnene Lehrerfahrung zu vertiefen, oder Erfahrungen in anderen Einrichtungen zu sammeln, die einen Bezug zum Fach Deutsch als Fremd- und Zweitsprache haben, z.B. in Lehrwerkverlagen, Forschungseinrichtungen oder Sprachlehrinstitutionen.

Bitte beachten Sie, dass Sie sich für Lehrveranstaltungen und die Prüfungsleistung im Praktikumsmodul aus organisatorischen Gründen ab dem SoSe 2022 nicht über das TOOL anmelden. Die Anmeldung zu Lehrveranstaltungen erfolgt vor Semesterbeginn per Mail an den Praktikumsbeauftragten (Dr. Michael Seyfarth), die Anmeldung zur Prüfungsleistung wird durch den Praktikumsbeauftragten auf der Grundlage spätestens 2 Monate nach Praktikumsende eingereichter Praktikumsberichte vorgenommen.

  • Kennenlernen unterschiedlicher Berufsfelder im Kontext Deutsch als Fremdsprache / Deutsch als Zweitsprache
  • Aufbau von persönlichen Kontakten zu möglichen zukünftigen Arbeitgebenden
  • Entwicklung der Fähigkeit zur Selbstevaluation und kontinuierlichen Weiterbildung in reflektierter Verbindung von Theorie und Praxis im international ausgerichteten Berufsfeld

Das Praktikumsmodul im Masterstudiengang Deutsch als Fremd- und Zweitsprache sollte zwischen dem 2. und 4. Semester abgeschlossen werden und umfasst zehn Leistungspunkte. Der Mindestzeitraum für das Praktikum beträgt fünf Wochen, wobei das Praktikum als Vollzeitpraktikum sich an einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden orientiert. Konkrete Inhalte und Praktikumstätigkeiten unterscheiden sich je nach gewählter Institution (Verlag, Forschungsinstitut, Medieninstitution, Sprachlehre, Curriculumentwicklung, Kulturarbeit, pädagogische Tätigkeit etc.).

Zur Vorbereitung auf das Praktikum besuchen Studierende im 1./2. Semester des M.A.-Studiums das Seminar "Vorbereitung auf das Praktikum", in dem neben formalen Anforderungen an das Praktikum auch Fragen nach der Auswahl von Praktikumseinrichtungen und Ziele der eigenen Kompetenzentwicklung thematisiert werden. Studierende, die unterrichtsbezogene Praktika absolvieren und im Bereich Methodik/Didaktik Unsicherheiten verspüren, können darüber hinaus am B.A. Seminar "Vorbereitung auf die Unterrichtspraxis" teilnehmen.

Zur Nachbereitung und Reflexion der eigenen Erfahrungen im Praktikum schreiben Studierende einen Praktikumsbericht (s. Modulprüfung). Die Nachbereitung und der gemeinsame Erfahrungsaustausch erfolgen im Nachbereitungsseminar "Praxisreflexion" und dienen einer differenzierten Auseinandersetzung mit dem Berufsfeld und mit der Gestaltung des Übergangs vom Studium zum Beruf.

Nach dem Praktikum ist von Studierenden spätestens zwei Monate nach Beendigung ihres Praktikums digital über den einen Moodle-Kurs ein Praktikumsbericht einzureichen, der die Tätigkeiten im Praktikum dokumentiert und reflektiert. Die Inhalte des Berichts unterscheiden sich je nach Praktikum. Weitere Informationen erhalten Studierende im Vorbereitungsseminar.

Der Praktikumsbericht wird bei Studierenden im Leipzig Master mit "bestanden"/"nicht bestanden" bewertet. Studierende in den binationalen Masterstudiengängen erhalten eine Note.

Das Praktikum im Lehramtserweiterungsfach Deutsch als Zweitsprache

Im Lehramtserweiterungsfach Deutsch als Zweitsprache absolvieren Sie ein fachdidaktisches Blockpraktikum im Umfang von vier Wochen (analog zu den SPS IV und V), welches sowohl Hospitations- als auch Unterrichtsanteile aufweist. Das Praktikum ist Teil des Moduls "Unterrichtspraxis" (04-004-1011) und als solches obligatorischer Bestandteil des Studiums für alle Schulformen.

Sie können Ihr Praktikum an einer Schule in Sachsen, in einem anderen Bundeland oder im Ausland absolvieren.

Ausführliche Informationen zum Praktikum im Lehramtserweiterungsfach finden Sie hier.

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