Das Herder-Institut hat – als das älteste und größte Institut für Deutsch als Fremd- und Zweitsprache - eine besondere Verantwortung für das Fach, die Forschung im Fach, die Nachwuchsförderung, die Ausbildung exzellenter DaF/DaZ-Lehrkräfte sowie die vertiefte wissenschaftliche wie praxisorientierte Ausbildung von Führungskräften in den Bereichen Fremdsprachenunterricht, Unterrichtsorganisation, Curriculumentwicklung, Kulturmittlung, interkulturelle Verständigung und universitäre Lehre weltweit.

Studierende im Bachelor-Studiengang am Herder-Institut. Foto: Swen Reichhold
Studierende im Bachelor-Studiengang am Herder-Institut. Foto: Swen Reichhold

Seiner Verantwortung für das Fach und die Nachwuchsförderung wird es dadurch gerecht,

  • dass es das Fach weiterentwickelt, dabei neue Impulse für die Linguistik und Didaktik des Deutschen als Fremd- und Zweitsprache sowie die Spracherwerbsforschung gibt und die neueren Bereiche Kultur- und Literaturstudien des Deutschen als Fremd-/Zweitsprache im Sinne einer Transkulturellen Germanistik und in der Zusammenar-beit mit den Germanistiken außerhalb des deutschsprachigen Raums weiter ausbaut;
  • dass es sich als ein Zentrum und Treffpunkt für kürzere und längere Aufenthalte von Hochschullehrenden, Dozierenden und Promovierenden in Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, German Studies und der Germanistik im nichtdeutschsprachigen Raum versteht;
  • dass es regelmäßig Tagungen im In- und Ausland veranstaltet, deren Ergebnisse in Publikationen festgehalten werden;
  • dass seine Mitglieder weltweit mit Plenarvorträgen auf wichtigen internationalen Tagungen, im Leiten von Workshops und Seminaren und als Kurzzeitdozierende präsent sind;
  • dass seine Mitglieder sich für die bildungs-, hochschul-, sprachen- und migrationspolitischen Belange und Interessen des Fachs einsetzen und in den öffentlichen Debatten zu diesen Fragen Präsenz zeigen;
  • dass seine Mitglieder sich in Form von Vortragstätigkeiten, Weiterbildungsangeboten, wissenschaftlicher Begleitung von Modellversuchen u. ä. in der Region und in den deutschsprachigen Ländern für qualitativ hochwertige DaZ-Angebote in Schule und Erwachsenenbildung engagieren;
  • dass seine Mitglieder dem Fach durch Publikationen in internationalen, begutachteten Fachzeitschriften, durch Monographien, durch Herausgaben, durch Lehrwerke, durch Beiträge auf renommierten Fachtagungen neue Impulse geben;
  • dass seine Mitglieder gutachtend und beratend für Wissenschaftsorganisationen sowie für wichtige Mittlerorganisationen der auswärtigen Kulturpolitik und der Bildungs- und Wissenschaftspolitik tätig sind;
  • dass es internationale Forschungsverbünde organisiert und Fördermittel für Forschungsprojekte einwirbt;
  • dass es mit Partnern aus Universität und Wirtschaft, insbesondere Verlagen, drittmittelfinanzierte Projekte entwickelt und publiziert, u.a. Lehrwerke, Tests, neue Lehr- und Lernorganisationen und -verfahren;
  • dass es die am Herder-Institut herausgegebene Fachzeitschrift „Deutsch als Fremd-sprache" auf hohem internationalem Niveau weiterführt.

Das Herder-Institut ist bestrebt, die Forschung auf den Gebieten Linguistik, Angewandte Linguistik, Didaktik, Kulturstudien, Literaturstudien, Phonetik und Phonologie des Deutschen als Fremdsprache mitzuprägen und intensiv zu befördern und dabei einen wichtigen Beitrag zu den gesellschaftlichen Aufgaben der europäischen Mehrsprachigkeit, des internationalen Kultur- und Sprachaustauschs sowie der sprachlichen und kulturellen Integration von Migrantinnen und Migranten zu leisten.


Seiner Verantwortung für die grundständige und vertiefte Ausbildung (Bachelor, Master) mit dem Ziel, exzellent vorbereitete DaF-Absolventinnen und Absolventen hervorzubringen, wird es dadurch gerecht,

  • dass die Bachelor- und Masterstudierenden sorgfältig ausgewählt werden;
  • dass sich die Exzellenz der Lehre aus der Exzellenz der Forschung und Entwicklung speist und sie sowohl inhaltlich wie methodisch auf dem neusten Stand ist;
  • dass das forschungsintensive internationale Umfeld am Herder-Institut konsequent für die Ausbildung der Bachelor- und Masterstudierenden genutzt wird, u. a. dadurch,
    • dass sie an Forschungs- und Entwicklungsprojekten teilnehmen;
    • dass sie an Tagungen, Symposien und Kolloquien teilnehmen;
    • dass sie Kontakt zu am Herder-Institut weilenden Gastwissenschaftlerinnen und Gastwissenschaftlern, Vertreterinnen und Vertretern von Mittlerorganisationen und internationalen postgraduierten Studierenden bekommen;
  • dass die Studierenden aus einem vielfältigen Praktikumsangebot auswählen können;
  • dass sie im Bachelor- und Masterstudium Auslandssemester und -praktika einlegen (mindestens 50 Prozent der Bachelor-Studierenden sollen mindestens ein Semester an Partneruniversitäten im Ausland studieren und ca. 50 Prozent der Master-Studierenden sollen in einem der binationalen Master-Studiengänge mit Doppeldiplom eingeschrieben sein - u. a. mit Curitiba/Brasilien, Guadalajara/Mexiko, Kairo/Ägypten, Salaman-ca/Spanien und Stellenbosch/Südafrika);
  • dass im Bachelor- wie im Masterstudiengang 30 bis 50 Prozent der Studierenden aus anderen Ländern kommen;
  • dass die Tatsache, dass zwischen 30 und 50 Prozent der Studierenden internationaler Herkunft sind, konsequent zu interkulturellen Erfahrungen und zur Netzwerkbildung genutzt wird.

Innerhalb der Universität Leipzig setzt sich das Herder-Institut entschieden für die weitere Internationalisierung und Vernetzung der Hochschule sowie für eine angemessene und umfassende sprachliche Förderung internationaler Studierender ein.


Leipzig, den 10.11.2010

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