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Am 09.12.2022 hat Matthias Schwendemann seine Dissertation zum Thema "Die Entwicklung syntaktischer Strukturen. Eine Längsschnittstudie anhand schriftlicher Sprachdaten erwachsener Deutschlernender mit der Erstsprache Arabisch" mit dem Prädikat summa cum laude verteidigt.

In seiner Studie hat Matthias Schwendemann die Entwicklung syntaktischer Strukturen bei erwachsenen Lernenden des Deutschen als Zweitsprache mit der Erstsprache Arabisch untersucht. Hierzu hat er schriftliche Daten aus einer longitudinalen Studie verwendet, die zwischen 2016 und 2017 über insgesamt 18 Monate am Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften in Kooperation mit dem Herder-Institut der Universität Leipzig durchgeführt wurde.
Die Studie verfolgte zwei methodische Perspektiven: Einerseits wurden Daten auf Gruppenebene untersucht. Hier kamen neben Profilanalysen longitudinale
Clusteranalysen zum Einsatz. Andererseits nahm die Studie zwei Lernende in einer vergleichenden Einzelfallanalyse in den Blick. Hier bildeten ebenfalls Profilanalysen den Ausgangspunkt der Datenanalyse. Diese wurden durch grafische Variabilitäts- und Trendanalysen mit unterschiedlichen Korrelationsanalysen und Change Point-Analysen ergänzt.
Ziel dabei war es, einerseits zu überprüfen, ob sich sequenzielle und implikationelle Erwerbsfolgen für die Lernerinnen und Lerner herausarbeiten lassen und andererseits die komplex-dynamischen Entwicklungen ausgewählter syntaktischer Strukturen im Zweitspracherwerb erwachsener Lernender
detailliert zu modellieren.