Veranstaltung am

Die wegen Corona verschobene 11. Europäische Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften "Kulturen & Technologien" (ESU DH C&T) findet, wie versprochen, nun vom 03. bis 13. August 2021 an der Universität Leipzig statt. Sie wird von Prof. Dr. Elisabeth Burr, Institut für Romanistik, zusammen mit dem Forum Digital Humanities Leipzig (FDHL) ausgerichtet. Sollte es nicht möglich sein, alle nationalen und internationalen Teilnehmer:innen und Lehrenden in Leipzig willkommen zu heißen, wird die Sommeruniversität als hybride oder, wenn es gar nicht anders geht, als voll virtuelle Veranstaltung ausgerichtet.

Die Sommeruniversität dauert volle 11 Tage. Ihr intensives Programm setzt sich aus Workshops, Schnupperkursen, hochschulöffentlichen Vorlesungen, regelmäßig stattfindenden Projektpräsentationen, einer Postersession und einer Podiumsdiskussion zusammen. Der "Workload" einer aktiven Teilnahme an der Europäischen Sommeruniversität entspricht 6 ETCS Punkten.

Das interessante und vielfältige Workshop-Programm kann hier abgerufen werden: https://esu.fdhl.info/workshops/. Jeder Workshop umfasst insgesamt 18 Sitzungen oder 36 SWS. Die Zahl der Teilnehmer:innen eines Workshops ist auf 10 begrenzt. Die Workshops sind so strukturiert, dass entweder beide Blöcke eines Workshops oder zwei Blöcke verschiedener Workshops besucht werden können.

Bewerbungen um einen Platz bei der Sommeruniversität werden zwischen dem 05. April 2021 und dem 15. Mai 2021 über das ConfTool der ESU ​https://www.conftool.org/esu2021/ entgegengenommen. Informationen zur Bewerbung finden Sie hier: https://esu.fdhl.info/application/.

Die Sommeruniversität richtet sich an 60 Teilnehmer:innen aus ganz Europa und darüber hinaus. Sie will Studierende, Doktorand:innen und (Nachwuchs-) Wissenschaftler:innen aus den Geisteswissenschaften, den Bibliothekswissenschaften, den Sozialwissenschaften, den Kunstwissenschaften, den technischen Wissenschaften und der Informatik als gleichwertige Partner:innen zu einem wirklich interdisziplinären Wissens- und Erfahrungsaustausch in einem mehrsprachigen und mehrkulturellen Kontext zusammenführen und so die Voraussetzungen für künftige projektorientierte Kooperationen schaffen.

Die ESU zeichnet sich dadurch aus, dass sie nicht nur einen Raum zum Diskutieren, Erwerben und Ausbauen von Kenntnissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in Methoden und Technologien schaffen will, die im Bereich des Humanities Computing eine zentrale Rolle spielen und immer mehr die Arbeit in den Geistes- und Kulturwissenschaften, in Verlagen, Bibliotheken, Archiven, Museen und ähnlichen Bereichen bestimmen, sondern dass sie insbesondere auch die Sprachwissenschaft mit den Digitalen Geisteswissenschaften, die nach den Konsequenzen und Implikationen der Anwendung computationeller Methoden und Tools auf Artefakten aller Art fragen, integrieren will.

Sie zeichnet sich zudem dadurch aus, dass sie sich das Ziel setzt, dem sogenannten Gender Divide zu begegnen, das heißt der Unterrepräsentation von Frauen im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) in Deutschland, Europa und vielen Teilen der Welt, indem sie auf die Herausforderung, die die Geisteswissenschaften im weitesten Sinne mit ihren überaus komplexen Daten und ihrem Reichtum an Frauen für die Informatik und die Ingenieurwissenschaften und deren Weiterentwicklung bieten, auf die Überwindung der Grenzen zwischen den sogenannten Hard und Soft Sciences sowie auf die Integration von Geisteswissenschaften, Informatik und Ingenieurwissenschaften setzt.

Wie in den letzten Jahren unterstützt der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) auch dieses Jahr großzügig die Teilnahme von bis zu 20 Alumni / Alumnae deutscher Universitäten an der Europäischen Sommeruniversität. Sobald die Bestätigung weiterer Stipendien vorliegt, werden wir darüber im Web-Portal (https://esu.fdhl.info) der Europäischen Sommeruniversität in Digitalen Geisteswissenschaften "Kulturen & Technologien" informieren. Dieses Portal wird fortwährend aktualisiert und mit weiteren Informationen angereichert. Wer schon einmal einen Einblick in das, was die Sommeruniversität insgesamt bietet, bekommen möchte, schaut am Besten ihr früheres Webportal http://esu.culintec.de/ und hier insbesondere das Jahr 2019 an.

Erstellt von: Prof. Dr. Elisabeth Burr